Wie die meisten kommunalen Versorge bieten die Stadtwerke Herne Tarife zur Grundversorgung und Sondertarife mit zusätzlichen Vertragsbestandteilen wie z. B. Preisgarantien an. Die Preise setzen sich aus Grundpreis und Arbeitspreis zusammen und sehen optionale Zuschläge für den Bezug von Ökostrom ebenso vor wie Boni für junge Kunden, die erstmals eine Wohnung mit Netzgebiet beziehen.
Der Grundversorgungstarif sieht eine Versorgung ohne Zusatzleistungen zu aktuellen Preisen und eine zweiwöchige Kündigungsfrist vor. Bei den Sondertarifen besteht mehr Auswahl: Es gibt Tarife mit einer längerfristigen Preisgarantie, die gegen steigende Strompreise in gewissem Umfang schützt. Im Gegenzug müssen sich Endkunden auf eine längere Vertragslaufzeit einlassen.
Junge Kunden werden mit Boni umworben: Der mutmaßlich als preisbewusst eingestuften Klientel werden Gutschriften in Aussicht gestellt. Einzige Gegenleistung: Innerhalb der festgelegten Altersgrenzen muss erstmals eine Wohnung im Netzgebiet bezogen werden. Mit derlei Tarifen versuchen örtliche Versorger, das Abwandern junger Kunden zur Konkurrenz zu verhindern.
Auch die SW Herne sehen sich als Bestandteil des Projekts „Energiewende“. Endkunden wird die direkte Beteiligung daran als zubuchbare Tarifoption ermöglicht: Für einen fixen monatlichen Zuschlag kann der Bezug von 100% Ökostrom vereinbart werden. Der Zuschlag wird auch für den Ausbau erneuerbarer Energieerzeugung in der Stadt und im Umland verwendet.
Die Strompreise der SW Herne unterscheiden sich somit weder in der Zusammensetzung noch in ihrer Höhe wesentlich von denen andernorts. Allerdings bieten nicht alle Stadtwerke eine Bonus für junge Leute. Zudem werden Ökostrom-Zuschläge häufig an den Verbrauch gebunden.