Die Sache ist die: Meine Frau ist eine gebürtige Engländerin. Ihr Vater wanderte einst nach Manchester aus, dort wurde sie auch geboren und sie wuchs dort auf. Doch nach 16 Jahren kehrten sie alle zusammen wieder nach Deutschland zurück. Zum Glück war Deutsch ihre zweite Muttersprache und sie fand sich recht schnell hier zurecht – doch das wäre alle gut, wenn da nicht dieser berühmte Haken wäre!
Eines Tages wachte ich auf, sie stand vor dem Fenster und sagte mir einfach, dass sie nach England zurück möchte, dass wir dort dann Kinder bekommen werden und endlich glücklich sein werden – wie könnte ich ihr diesen Wunsch nicht erfüllen? Ich hatte keine Zeit um einen Kurs zu besuchen und musste deswegen heimlich Englisch online von Zuhause aus lernen - ein Freund erzählte mir von „tellmemore.com“. Ich hatte nichts zu verlieren und versuchte es mal: Am Anfang war es ziemlich schwierig, denn gleich alles auf der englisch Sprache machen zu müssen, war für mich nicht leicht, aber auch eine Hürde, die man nehmen kann. Doch das war auch ziemlich das Einzige, das ich kritisieren muss: Obwohl ich online lernte, fühlte ich irgendwie die Präsenz des Lehrers in meinem Zimmer. Ich schaffte es in kurzester Zeit auch aktiv zu sprechen und sogar mit dem Lehrer über die WM-Qualifikationen zu diskutieren! Als meine Frau meine Aussprache hörte, fing sie an zu weinen - manchmal ist es wirklich leicht, ein Frauenherz höherschlagen zu lassen.
Jetzt leben wir auch in Manchester: Neulich haben wir auch ein Kind bekommen – den kleinen Jürgen! Naja, die Engländer tun sich schwer mit diesen Namen, doch mir gefällt er!