Wie wird man Detektiv? Wie startet man eine Detektei?

Eine eigene Detektei gründen und als Detektiv auf Spurensuche gehen – nicht nur Kinder träumen von diesem Berufsbild. Denn dem Privatdetektiv haftet ein gewisser Ruf an, der dafür sorgt, dass der Beruf „Detektiv“ als sehr spannend und abwechslungsreich eingestuft wird.

Bevor es jedoch darum geht, für einen Auftraggeber Informationen zusammenzutragen und meist auf Provision Ermittlungen aufzunehmen, gilt es, die dafür benötigten Fähigkeiten zu erlernen. Mithilfe von einer Ausbildung im Detektivgewerbe ist das unter anderem möglich.

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Was macht ein Detektiv?

Um als Detektiv durchstarten zu können, werden sehr gute analytische Fähigkeiten benötigt. Außerdem ein gesundes Rechtsbewusstsein.

Besonders private Ermittlungen stehen im Fokus des Aufgabenfeldes eines Detektivs. Hier ist es vor allen Dingen der Wirtschaftsbereich, bei dem es viel zu erkunden, zu beobachten und zu analysieren gibt.

Beauftragt wird eine Detektei immer von einem Unternehmen oder einer Privatperson. Der Hauptauftrag besteht darin, gewisse Informationen zusammenzutragen. In welchem Bereich diese Informationen wichtig werden können, entscheidet der Auftraggeber. Es gibt Auftraggeber, die Information für einen Zivilprozess oder einen Strafprozess benötigen. Andere Auftraggeber suchen eine vermisste Person oder wollen einfach überprüfen, wie genau es der Ehepartner oder die Ehepartnerin mit der Treue nimmt.

Observieren, Zeugen befragen, Akten und Unterlagen recherchieren und alle Sachverhalte richtig einsortieren – auch das eine Aufgabe, die zum Berufsfeld gehört. In vielen Fällen werden die detektivischen Arbeiten parallel zu Ermittlung geführt, die die Polizei vornimmt.

Eine Ausbildung ist wichtig

Egal ob als Detektiv in der Wirtschaft, als Privatdetektiv oder als Angestellter Detektiv im Supermarkt oder Warenhaus – eine Ausbildung zum Detektiv sollte im Vorfeld immer durchlaufen werden.

Detektive und Detektivinnen müssen sich an viele Regeln und Vorschriften halten. Auch wenn sie sich bei ihren Ermittlungen mitunter am Rand der Legalität bewegen. Umso wichtiger ist es, dass allen Detektiven die gesetzlichen Regelungen bekannt sind, um die Beweise auch so beschaffen zu können, damit sie zum Beispiel vor Gericht anerkannt werden.

Einen Anspruch auf eine Ausbildung zum Detektiv gibt es für den Kunden aber nicht. Kein Privatermittler ist gezwungen, seine Detektivarbeit durch Vorkenntnisse, Weiterbildungen und Ausbildungsnachweise zu unterstützen. Auch Learning by doing ist möglich, da die Berufsbezeichnung nicht geschützt ist und sich praktisch jeder als „Sherlock Holmes“ versuchen kann.

Allerdings sollte für jeden seriösen Ermittler eine Berufsausbildung eine Selbstverständlichkeit sein. Große Detekteien setzen darauf ebenso wie Auftraggeber, die eben nicht nur dem Ehepartner hinterherschnüffeln wollen, sondern besonders im Wirtschaftsbereich seriöse und rechtskräftige Ergebnisse wünschen.

Die Ausbildung als Detektiv oder Detektivin

Im Bereich der Ausbildung sollten all jene aktiv werden, die sich berufen fühlen, diesen wichtigen Beruf auszuführen.

Um die Ausbildung beginnen zu können, muss zuerst bekannt sein, dass es sich um eine schulische Ausbildung handelt, die bei privaten Bildungsträgern vorgenommen wird. Auch die IHK und die Zentralstelle für die Ausbildung im Detektivgewerbe – ZAD – bieten eine entsprechende schulische Berufsausbildung für Detektive und Detektivinnen an. Es handelt sich hiermit nicht um einen Beruf, der in der Handwerksordnung oder im Berufsbildungsgesetz steht. Deshalb gibt es auch keine einheitliche Regelung, was die Art der Berufsausbildung sowie die Dauer festschreibt. Je nach Vollzeit- oder Teilzeitausbildung und je nach Bildungsträger kann die Ausbildung zwischen zwei Monaten und zwei Jahren dauern.

Auch der Einsatzbereich entscheidet darüber, wie die Berufsausbildung gestaltet wird. Ein Privatdetektiv oder Detektiv im Einzelhandel wird eine andere Ausbildung erhalten als zum Beispiel ein Personenschützer oder Sicherheitsfachkräfte.

Unser Hinweis: Um als Detektiv oder Detektivin arbeiten zu können, muss in der Regel ein polizeiliches Führungszeugnis vorgelegt werden. Beim Bewerber und Interessent muss ein Mindestalter von 18 Jahren vorliegen. Auch bereits gesammelte praktische Erfahrungen sind durchaus sinnvoll.

Ohne Abschlussprüfung geht es nicht

Zur Detektivausbildung gehört auch, dass Abschlussprüfungen stattfinden. Sie werden von den jeweiligen Bildungsträgern abgenommen und unterschiedlich gestaltet. Gleiches gilt für die Berufsbezeichnung, die am Ende den jeweiligen Einsatzbereichen angepasst wird. Detektiv und Detektivin, Ermittler und Ermittlerin sind hier einige Beispiele.

Weitere Abschlussbezeichnungen für Detektive

Wir möchten nicht versäumen, zusätzliche Bezeichnungen zu benennen, die für eine detektivische Arbeit genutzt werden. Dazu gehören:

·        City Detektiv

·        Warenhausdetektiv

·        geprüfter Detektiv

·        Kaufhausdetektiv

·        Privatdetektiv

·        Detektiv im Einzelhandel

Aufgrund der schulischen Ausbildung gibt es keine Ausbildungsvergütung. In der Regel wird aber beim dazugehörigen Praktikum eine Bezahlung durchgeführt.

Gewerbe anmelden

Nach der Ausbildung steht die Frage im Raum, ob man sich berufen genug fühlt, um eigenständig zu arbeiten ober ob man auf der Basis einer Anstellung arbeiten will. Die Rede ist von einer Anmeldung eines Gewerbes, dass im Gewerbezentralregister eingetragen wird und dafür sorgt, dass in Deutschland mit der Gewerbeanmeldung im Detektivberuf gearbeitet werden kann.

Viele Privatermittler gehen diesen Schritt, weil sie Spaß an der Arbeit haben, mit und für Menschen arbeiten wollen und das Leben eines Privatdetektivs lieben. Sie gehen zum Gewerbeamt, akzeptieren die Gewerbeordnung und können ihre Ermittlungen dann auf selbständiger Basis durchführen. Egal ob dann im Auftrag von Privatpersonen oder Unternehmen gearbeitet wird – in der Regel sind mit einer Gewerbeanmeldung alle Voraussetzungen dafür geschaffen.

Angestelltenverhältnis nutzen

Selbstverständlich ist niemand verpflichtet, den Beruf auf selbstständiger Basis durchzuführen. Jeder hat die Möglichkeit, eine Bewerbung abzugeben und den Beruf bei einer großen Detektei oder auch direkt bei einem Unternehmen oder im Einzelhandel durchzuführen.

Die Voraussetzungen für diese Jobs sind genauso, wie sie auch auf selbständiger Basis sind. In den Ausschreibungen für die Mitarbeitersuche sind im Profil alle Angaben hinterlegt, die von den Personen für die Jobs verlangt werden. Auch Angaben zum Gehalt, ob gegebenenfalls eine Arbeit im Ausland notwendig wird und die Eigenschaften, die für die Arbeit mitgebracht werden müssen, sind in den Stellenangeboten enthalten.

Stellenangebote ihrerseits lassen sich im Internet aber auch bei der Arbeitsagentur und bei privaten Arbeitsvermittlern finden. Generell ist es so, dass Detektive aber auch der klassische Privatdetektiv als Berufsbild sehr oft gesucht werden. Es lohnt deshalb, auf die Suche zu gehen, den Kontakt aufzunehmen und eine Bewerbung abzugeben.

Alles in allem ist es wichtig, dass die Freude an der Arbeit groß ist. Der Detektivberuf hat was mit Berufung zu tun. Es geht darum, als Privatermittler Spaß an der Arbeit zu haben und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass Recht und Ordnung gelten. So kann jeder seinen Beitrag zu einem optimalen Ermittlungserfolg leisten.

Wie wichtig sind Weiterbildungen?

Nach der Ausbildung ist vor der Weiterbildung. Das muss jedem bewusst sein, der als Detektiv durchstarten will. Detektive müssen immer in Weiterbildungen investieren, da der Beruf sich ständig verändert. Auch Sherlock Holmes musste sich anpassen und konnte nicht immer mit seinem gleichen Wissen und Möglichkeiten arbeiten.

Selbst der Nachweis einer Weiterbildung ist immer gut. Besonders dann, wenn man als Gewerbetreibender tätig ist und den Kontakt zu Unternehmen sucht. Weiterbildungen werden in unterschiedlicher Form angeboten. Hier lohnt es, sich gegebenenfalls zu spezialisieren und zu schauen, in welchem Bereich man tätig ist, auf welcher Seite man sich weiterbilden möchte und in welcher Form die Weiterbildung eine Ergänzung zur Ausbildung ist.

Informationen dazu lassen sich nicht nur bei den privaten Bildungsträgern finden, sondern auch bei der IHK oder bei der Zentralstelle für die Ausbildung. Alles in allem ist wichtig, dass jeder seinen eigenen Weg findet. Der Job des Detektivs ist sehr vielschichtig. Und nicht jeder Bereich kann von einer Person abgedeckt werden. Deshalb lohnt die Spezialisierung, die über Weiterbildungen möglich ist.

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