Hersteller von medizinischem Cannabis – die wichtigsten Anbieter und ihre Produkte
Der Markt für medizinisches Cannabis boomt europaweit. Neue Anbieter, moderne Technologien und innovative Verfahren treiben die Entwicklung der ganzen Branche zusätzlich an. Aber Fakt ist auch: Kaum ein anderer Bereich ist so stark reglementiert und kontrolliert.
Wer die Anforderungen und Qualitätsstandards nicht einhält, wird sofort ins Abseits gestellt: Es gibt keine Lizenz.
Dies ist aber erforderlich, um als Anbieter oder Hersteller von medizinischem Cannabis in Erscheinung zu treten. Das ist aber auch gut so. Denn von den hohen Qualitätstandards profitieren vor allem die Patienten.
Sie können sich darauf verlassen, sowohl offiziell legale als auch geprüft hochwertige Cannabisprodukte zu erhalten. Für viele Betroffene ist dies eine Chance auf mehr Gesundheit.

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Gesetzliche Vorgaben und Qualitätsstandards in Deutschland und der EU
Der Umgang mit Cannabis zu medizinischen und wissenschaftlichen Zwecken erfordert eine Erlaubnis vom Gesetzgeber. Dies ist im § 4 Medizinal-Cannabisgesetz (MedCanG) ausdrücklich festgelegt. Diese Erlaubnis ist gebührenpflichtig und wird von der Bundesopiumstelle im BfArM (Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte) erteilt.

Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte
Davon ausgenommen ist allerdings der Anbau von medizinischem Cannabis. Die Erlaubnis zum Anbau erteilt stattdessen die Cannabisagentur im BfArM im Rahmen eines europaweiten Ausschreibungsverfahrens.
Auf der entsprechenden Homepage sind entsprechende Antragsformulare sowie konkrete Hinweise zur Antragstellung bereitgestellt. Auch eine befristete Erlaubnis ist möglich.
Die Höhe der jeweiligen Gebühren ergibt sich dabei aus der besonderen Gebührenverordnung BMG (BMGBGebV).
Erhält ein Unternehmen diese Erlaubnis, übernimmt es damit gleichzeitig auch bestimmte Pflichten. Dazu zählen zum Beispiel die Abgabe von jährlichen Meldungen (§ 16 Abs. 3 MedCanG) sowie das Führen von Aufzeichnungen (§ 16 Abs. 1 MedCanG).
Für Unternehmen, die das Cannabis auf eigenen Plantagen selbst anbauen, gelten zusätzliche Vorschriften: Sie müssen beim Anbau der Pflanzen die Vorgaben der Good Manufacturing Practice (GMP), der Good Agricultural and Collection Practice (GACP) und der Monografie Cannabisblüten (DAB) beachten. Dadurch soll die pharmazeutische Qualität der Cannabisblüten zuverlässig gewährleistet werden.
Diese Vorschriften gelten für Importeure von medizinischem Cannabis
In Deutschland darf nicht nur medizinisches Cannabis von hiesigen Anbauflächen angebaut werden, sondern auch importierte Cannabisprodukte. Der Import ist dabei grundsätzlich aus jedem anderen Land möglich, sofern dort eine staatliche Stelle den Anbau von medizinischem Cannabis kontrolliert.
Die rechtliche Grundlage hierfür ist im Einheits-Übereinkommen über Suchtstoffe aus dem Jahr 1961 (Artikel 23 und 28 Absatz 1) formuliert, Unternehmen müssen diesbezüglich nachweisen, dass sie diese Anforderung vollumfänglich erfüllen. Zudem benötigt ein potenzieller Importeur eine Großhandelserlaubnis nach § 52a AMG (Gesetz über den Verkehr mit Arzneimitteln) sowie außerdem eine Genehmigung nach § 3 BtMG (Betäubungsmittelgesetz).

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Hat der Importeur seinen Sitz in einem Drittstaat der Europäischen Union, ersetzt die Einfuhrgenehmigung nach § 72 AMG die Großhandelserlaubnis. Ebenfalls erforderlich sind in diesem Fall eine Einzelgenehmigung gemäß BtM-AußenhandelsVO sowie gegebenenfalls eine auf §§ 7 AMG, 1 AMRadV basierende Genehmigung notwendig.
Die Qualitätskriterien für die Hersteller von medizinischem Cannabis
Medizinisches Cannabis muss grundsätzlich strenge Qualitätskriterien erfüllen. Die entsprechenden Vorschriften und Qualitätskriterien sind im Deutschen Arzneibuch (DAB) sowie dem Pharmacopoeia Europea, (Ph. Eur.) definiert und festgelegt.
Diese Bestimmungen zu den Qualitätsstandards für Cannabis zur medizinischen Verwendung müssen Unternehmen zwingend erfüllen, damit die Produkte zur medizinischen Verwendung zugelassen werden.
Durch die Einhaltung der vorgegebenen Qualitätsstandards stellen sowohl die staatlichen Stellen als auch die Hersteller selbst sicher, dass den Patienten im Zuge einer Cannabis-Therapie respektive Cannabis-Behandlung jederzeit ein qualitativ unbedenkliches und zudem einheitliches Produkt zur Verfügung steht.
Die wichtigsten Qualitätskriterien für medizinisches Cannabis im Überblick
- Identität
Die Cannabisblüten müssen aus einer bekannten und zuverlässigen Quelle stammen sowie einwandfrei identifiziert sein.
- Mikrobiologische Qualität und Reinheit
Cannabis für medizinische Zwecke darf keine Verunreinigungen aufweisen. Damit sind zum Beispiel Bakterien, Schimmelpilze und ähnliche Schadstoffe gemeint, die Sicherheit und Qualität der Blüten negativ beeinflussen könnten.
Zudem sind Parameter vorgegeben, die zwingend unterhalb bestimmter Grenzwerte liegen. Vorgegeben sind zum Beispiel die erlaubte Gesamtzahl an Hefen und Schimmelpilzen (TYMC) sowie an aeroben Mikroorganismen (TAMC).
Es muss ein Wassergehalt gewährleistet werden, der unterhalb der kritischen Grenze für das Keimwachstum bleibt. Er darf aber auch nicht so niedrig sein, dass die Blüten austrocknen und den Abbau der enthaltenen Terpene und Cannabinoide beschleunigen.
Weiterhin müssen die Hersteller dafür Sorge tragen, dass keine Schwermetalle wie Quecksilber, Blei, Arsen oder Cadmium sowie Pestizide und andere schädliche Substanzen enthalten sind, die sich negativ auf die Qualität der Cannabisblüten auswirken.
- Potenz
Wird Cannabis im medizinischen Bereich eingesetzt, muss zuvor die Potenz exakt bestimmt und gegenüber den offiziellen Stellen angegeben werden. Besonders wichtig sind diesbezüglich der Gehalt an Cannabidiol (CBD) und Tetrahydrocannabinol (THC).
Aber auch andere Cannabinoide, wie zum Beispiel Cannabinol (CBN), müssen von den Herstellern exakt bestimmt und transparent gemacht werden.
- Stabilität
Auch die Stabilität von medizinischem Cannabis muss sorgfältig untersucht werden. Das stellt sicher, dass das Cannabis bis zum Ende der natürlichen Haltbarkeit durchgehend sicher und wirksam bleibt. In diesem Rahmen erfolgt auch eine Prüfung der Blüten auf Veränderungen der Wirksamkeit sowie auf die Zersetzung im Laufe der Zeit.
Gemäß der Vorgaben der deutschen Behörden darf es innerhalb der Haltbarkeitsfrist höchstens zu einem Abbau von zehn Prozent der spezifizierten Cannabinoide kommen.
Vorbeugend müssen die Hersteller daher bei der Verarbeitung möglichst für intakte Düsenhaare an den Blüten sorgen, da diese einen guten Schutz vor oxidativem Abbau bieten.
- Gleichmäßigkeit
Es muss ein einheitlicher Standard im Hinblick auf Potenz und Qualität der Cannabisblüten gewährleistet werden. Das soll sicherstellen, dass der Patient stets ein sicheres und einheitliches Produkt erhält.
- Verpackung und Kennzeichnung
Da es sich um Produkte für den medizinischen Gebrauch handelt, ist eine ordnungsgemäße, manipulations- und kindersichere Verpackung verpflichtend. Außerdem müssen klare Anweisungen zur medizinischen Cannabis-Anwendung, zur Lagerung und zur Dosierung sichtbar und zugänglich zur Verfügung stehen.
Anbau, Verarbeitung und Zertifizierungsprozesse
Anbau und Verarbeiitung der Cannabispflanzen sind besonders sensible Bereiche. Dementsprechend streng werden Vorschriften und Standards umgesetzt und bewertet. Ein Fehlverhalten wird sofort geahndet. Zertifizierungen dienen dabei als Nachweis über die Qualität eines Herstellers, seiner Arbeitsweise und seiner Produkte.
Für die Erlaubnis, medizinisches Cannabis anzubauen, zu ernten und zu verarbeiten, benötigen Sie eine so bezeichnete GMP-Zertifizierung. Das Kürzel GMP steht dabei für Good Manufacturing Practice.

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Eine GMP-Zertifizierung erhalten Unternehmen nur dann, wenn sie klar definierte Anforderungen hinsichtlich des gesamten Herstellungsprozesses erfüllen. Zu diesen Anforderungen zählen unter anderem:
- Gestalten und Einhalten interner Richtlinien für Sauberkeit und Hygienestandards
- Anbieten und Umsetzen von Weiterbildungsmaßnahmen und adäquate Schulungen für die eigenen Mitarbeiter
- Kontrollieren der genutzten Rohstoffe und Materialien
- Einführung von Verfahren zur Qualitätskontrolle und Qualitätssicherung
- Bereitstellen einer lückenlosen Dokumentation von Arbeitsprozessen und -ergebnissen
- Überprüfung und Validierung von Produktionsprozessen
Damit die Anforderungen und die hohen Qualitätsstandards gemäß der GMP-Zertifizierung zu jeder Zeit von den Unternehmen eingehalten werden, überwachen unabhängigen Prüfstellen die jeweilige Umsetzung.
Dies erfolgt durch regelmäßige Inspektionen und Kontrollen. Im Fokus stehen dabei gerade die Anforderungen an den Anbau- und Verarbeitungsprozess von medizinischem Cannabis.

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Die Bedeutung von Qualitätsstandards für die Anbau- und Verarbeitungsprozesse
Beim Anbau von medizinischem Cannabis und der späteren Verarbeitung bestehen die größten Risiken im Hinblick auf die Qualität, Verunreinigungen oder auch handwerkliche Fehler. Daher ist gerade dieser Bereich durch eine strikte Reglementierung geprägt.
Zu den Anforderungen und Qualitätsstandards der Anbau- und Verarbeitungsprozesse von Herstellern zählen beispielsweise diese Kriterien:
- Um Kontaminationen zu eliminieren beziehungsweise zu minimieren, müssen regelmäßige Kontrollen bestimmter Hygienestandards sichergestellt sein.
- Es dürfen ausschließlich offiziell zugelassene und allen gesetzlichen Vorschriften entsprechende Düngemittel und Pestizide verwendet werden,
- Temperatur und Luftfeuchtigkeit müssen von den Unternehmen stetig auf die Korrektheit der Werte kontrolliert werden, da diese einen wichtigen Faktor für ein optimales Wachstum der Pflanzen darstellen.
- Regelmäßige Tests sorgen für eine transparente und zuverlässige Überwachung der angebauten Pflanzen im Hinblick auf die jeweils aktuelle Schadstoffbelastung.
Damit Sie in Deutschland überhaupt Medizinalcannabis legal anbauen und anbieten können, ist aufgrund der hohen Anforderungen eben eine Lizenz erforderlich. Sie müssen auf jeden Fall die GMP-Zertifizierung nachweisen.
Eine solche Zertifizierung gilt dabei nicht nur für alle Hersteller von Cannabis für die medizinische Verwendung, sondern auch für sämtliche Lieferanten cannabinoidhaltiger Arzneimittel.
Die Gültigkeitsdauer von GMP-Zertifikaten ist in der Regel auf drei Jahre beschränkt, kann aber je nach Land und Zertifizierungsstelle variieren.
Die führenden Hersteller von medizinischem Cannabis
Oftmals sind die Anbieter beziehungsweise Hersteller von medizinischem Cannabis auf bestimmte Anwendungsbereiche spezialisiert. Sie bieten allesamt umfassende und erklärende Informationen über ihre Produkte, die jeweiligen Wirk- und Inhaltsstoffe sowie der empfohlenen Dosierung.
Transparenz spielt im Bereich von medizinischem Cannabis eine entscheidende Rolle, da es um die Gesundheit und die Hoffnung auf Linderung der eigenen Krankheitssymptome geht.
Auf dem Markt für medizinisches Cannabis lassen sich neben großen Pharmaunternehmen auch mittelständische Betriebe und kleinere, spezialisierte Anbieter finden, die sich teilweise auf die Behandlung bestimmter Krankheiten, auf die Qualität der Cannabisprodukte oder auch auf die Nachhaltigkeit ihrer Cannabisprodukte fokussieren.
Als aktuell führende Unternehmen auf dem Markt für medizinisches Cannabis lassen sich vor allem die Hersteller Bedrocan International, Aurora Cannabis und Tilray identifizieren.
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Bedrocan International: Marktführer und Produktportfolio
Der EU-GMP-zertifizierte Hersteller Bedrocan hat sich als Premium-Anbieter von standardisiertem medizinischem Cannabis auf dem Markt positioniert und als Marktführer etabliert.
Die Cannabis-Nutzer erhalten von dem niederländischen Unternehmen mit Hauptsitz in Groningen hochwertige Cannabisprodukte in pharmazeutischer Qualität. Die Produkte werden dabei als aktive pharmazeutische Wirkstoffe (APIs) und pharmazeutische Rohstoffe verwendet.
Charakteristisch für den hohen Qualitätsstandard von Bedrocan International sind einzigartige Methoden und Verfahren, die bei jeder Charge eine konstante Cannabinoid-Zusammensetzung gewährleisten.
Die meisten Verfahren und Methoden hat das international agierende Unternehmen dabei selbst entwickelt. Dies bildet letztendlich auch die Basis für die Herstellung von standardisiertem Cannabis für medizinische Anwendungen unterschiedlicher Art.
Eigene Forschungseinrichtung sorgt für einen Wettbewerbsvorteil
Bedrocan International fungiert zudem als Vorreiter in Sachen Forschung und Optimierung. Das Unternehmen verfügt zum Beispiel über eine eigene und selbstständig arbeitende Forschungseinrichtung, in der klinische Studien zur Wirkung von Cannabisprodukten und Cannabisblüten für medizinische Zwecke durchgeführt werden.
Und nicht nur das: Das Forschungs- und Entwicklungsteam des niederländischen Cannabis-Herstellers führt zudem analytische Forschungen und spezifische Pflanzenuntersuchungen durch. Ziel ist es dabei, mehr Informationen und Erfahrungen über die medizinischen Eigenschaften von Cannabis zu generieren.
Selbst aufgestellte Qualitätsstandards gehen über die GMP-Anforderungen hinaus
Der Anbau der Cannabis-Pflanzen und deren Weiterverarbeitung unterliegt neben den gesetzlichen Vorschriften eigenen strengen Richtlinien und einer konsequenten Qualitätskontrolle. Bedrocan International war weltweit das erste Unternehmen in der Cannabis-Branche, das die EU-GMP-Zertifizierung für die Produktion von medizinischem Cannabis einheimsen konnte.
Das reicht eigentlich schon als Qualitätsnachweis, aber das Unternehmen verschärfte die Standards noch zusätzlich durch unternehmensinterne Richtlinien, die weit über die Good Agricultural And Collection Practice hinausgeht.
Diese eigenen Richtlinien beziehungsweise Qualitätsstandards konzentrieren sich dabei stark auf den Anbau und die damit verbundenen Anforderungen. Die diesbezüglich erschaffenen Standards und Richtlinien finden sich in der Unternehmensphilosophie als GMCCP (Good Medicinal Cannabis Cultivation Practice) wieder.
Ratgeber zu Cannabis: Legalisierung und Online-Kauf
- Die Legalisierung von Cannabis in Deutschland: Herausforderungen und Auswirkungen
- Kann man Cannabis legal kaufen? Rechtliche Lage und legale Erwerbsmöglichkeiten
Die qualitativ hochwertigsten und beliebtesten Cannabisprodukte von Bedrocan
- Cannabis sativa L. ‚Afina‘: 2003 auf den Markt gebracht, ist dies die weltweit erste Variante, die mit einem CBD-Gehalt von unter einem Prozent und 22 Prozent THC entwickelt wurde. Mittlerweile ist es das am häufigsten verwendete Cannabisprodukt im medizinischen Bereich sowie für internationale Forschungsprojekte.
- Cannabis sativa L. ‚Ludina‘: Ebenfalls im Jahr 2003 in den Markt eingeführt, handelt es sich hierbei um eine eigene Züchtung. Der CBD-Gehalt liegt unter einem Prozent, während der THC-Anteil als mittelstark definiert wird und standardisiert 13,5 Prozent beträgt.
- Cannabis sativa L. ‚Elida‘: Im Jahr 2007 erstmals angeboten, wird diese Variante speziell für medizinische Verwendungszwecke hergestellt, die einen höheren CBD-Gehalt benötigen. Dabei liegt das Verhältnis von THC zu CBD bei 6,3 Prozent zu acht Prozent. Zudem wartet das Produkt mit einer sehr guten Verträglichkeit auf, sodass Ärzte diese Variante bevorzugt den Patienten verschreiben, die das erste Mal mit Cannabis in Berührung kommen.
- Cannabis sativa L. ‚Talea‘: Diese 2011 auf den Markt gebrachte Sorte enthält 14 Prozent THC bei einem CBD-Gehalt von unter einem Prozent. Charakteristisch für dieses Cannabisprodukt ist vor allem seine beruhigende Wirkung.
- Cannabis sativa L. ‚Rensina‘: Dieses Cannabisprodukt ist seit 2014 erhältlich und stellt ein reines CBD-Produkt dar. Der THC-Gehalt tendiert dabei gegen null, was beispielsweise psychoaktive Eigenschaften ausschließt. Ärzte nutzen diese Variante bevorzugt zur Behandlung von schwerer, therapieresistenter Form der Epilepsie.
Aurora Cannabis: Produktangebot und Expansion nach Europa
Das Konzept des kanadischen Unternehmens Aurora Cannabis richtet den Fokus auf die Sicherung der Qualität in der pharmazeutischen Herstellungspraxis. Kompetenzen werden dabei gezielt gebündelt.
So arbeiten hier interdisziplinäre Teams in allen Bereichen der Herstellung, die aus Pflanzen- und Anbauspezialisten, Pharmazeuten, Architekten, Ingenieuren und Projektmanagementprofis bestehen. Dieser Mix an Kompetenz beeinflusst sowohl die Herstellungsprozesse positiv als auch die Entwicklung neuer Methoden und Verfahren.
Das Unternehmen ist inzwischen auch nach Europa expandiert. So ist zum Beispiel im Biochemiepark Leuna in Sachsen-Anhalt eine fast 10.000 Quadratmeter große Produktionsanlage entstanden, die im Grunde genommen der nächste logische Schritt beim Aufbau eines europaweiten Produktionsnetzwerks ist.
Mittlerweile liegt die gesamte Produktionskapazität von Aurora Cannabis bei jährlich über 500.000 Kilogramm und einem über 24 Länder auf fünf Kontinenten reichendem Vertriebsnetz. Damit gilt das Unternehmen als der größte lizenzierte Hersteller von medizinischem Cannabis in der Welt.
Das aktuelle Produktportfolio von Aurora Cannabis
Der Hersteller bietet ein breit gefächertes Sortiment an medizinischem Cannabis, das von Extrakten über cannabishaltige Kapseln bis hin zu Cannabisblüten unterschiedlicher Art reicht. Dabei legt Aurora Cannabis viel Wert auf die Spezifikation der Produkte anhand stark variierender THC- und CBD-Anteile.
Das Aurora 12,5:12,5 – Extrakt enthält zum Beispiel ein ausgewogenes Mischungsverhältnis von jeweils 12,5 Prozent THC und CBD, während das Aurora 25:1 – Extrakt einen THC-Gehalt von 25 Prozent und einen CBD-Anteil von rund einem Prozent bietet. Die große Auswahl an Cannabis in klassischer Form ist ebenfalls durch eine solche Vielfalt an verschiedenen Zusammensetzungen geprägt.
Die Patienten profitieren dadurch nachhaltig, da für nahezu jeden Bedarf das passende Cannabisprodukt verfügbar ist. Das Produktsortiment wird stetig erweitert. Erst kürzlich brachte das Unternehmen einen neuen Vollextrakt in Deutschland auf den Markt.
Tilray: Spezialitäten und Engagement in Deutschland
Das US-amerikanische Unternehmen Tilray zählt zu den führenden Unternehmen im internationalen Cannabis-Sektor. Besonders intensiv arbeitet Tilray in den Bereichen Herstellung und Erforschung von medizinischem Cannabis.
Die hergestellten und verfügbaren Cannabisprodukte sind von der Zusammensetzung her explizit auf Schmerzpatienten als Zielgruppe ausgerichtet.
Tilray ist einer der ersten GMP-zertifizierten Hersteller im Bereich Cannabis für den medizinischen und klinischen Gebrauch. Die von Tilray hergestellten Cannabisprodukte werden in rund 20 Länder auf 5 Kontinenten exportiert.
Auch in Deutschland bietet das in New York ansässige Unternehmen verschiedene Vollspektrum-Cannabisextrakte und ein breites Portfolio an Cannabisblüten-Sorten an.
Behandlung mit medizinischem Cannabis:
- Der Einsatz von Cannabis bei Angststörungen: Wirkungen, Risiken und Therapieansätze
- Medizinisches Cannabis bei Schlafstörungen: Wirkung, Dosierung und Anwendungstipps
- Therapie chronischer Schmerzen: Optionen und der Einsatz von medizinischem Cannabis
Weitere wichtige Hersteller
Es gibt viele weitere Unternehmen, die medizinisches Cannabis anbieten. Zu den bekanntesten Anbietern gehören:
1. Canopy Growth
Das kanadische Unternehmen Canopy Growth bietet als einer der größten Cannabis-Anbieter auf dem internationalen Markt eine breite Palette an medizinischen Optionen in Form von innovativen und qualitativ hochwertigen Cannabisprodukten.
Es handelt sich hierbei um ein weit verzweigtes Firmenkonstrukt, das mit einzelnen Unternehmen eine breite Palette an Themen rund um medizinisches Cannabis abdeckt.

Eine besonders große Rolle nehmen dabei die Cannabismarke Spectrum Therapeutics sowie Canopy Medical als Pharmahersteller für den Import, die Herstellung und die Freigabe von Cannabis mit medizinischem Verwendungszweck in Deutschland.
2. Cronos Group
Auch dieses Unternehmen kommt aus Kanada und hat sich auf die Produktion und den Vertrieb von medizinischen Cannabisprodukten. Zuden wichtigsten Marken zählen die Cannabissorten Spinach, Lord Jones, Cove, Peace Naturals und Peace+.

Als globales Cannabinoid-Unternehmen unterstützt und fördert die Cronos Group zudem die Cannabis-Produktentwicklung und -forschung sowie die Anbau-Technologie.
3. Aphria RX
Die Aphria RX GmbH mit Hauptsitz in Neumünster ist bekannt für seine hochwertigen Cannabisprodukte, die für medizinische Zwecke verwendet werden. Der Fokus der Firma liegt auf dem Anbau und der Verarbeitung von Cannabis für den medizinischen Gebrauch in Deutschland.

Am Produktionsstandort in Neumünster produziert die GmbH insgesamt drei Typen von Cannabisblüten, die sich durch eine jeweils andere Zusammensetzung hinsichtlich der verwendeten THC- und CBD-Anteile unterscheiden.
4. Demecan
Demecan produziert medizinisches Cannabis als einziges Unternehmen in Deutschland vollständig selbständig. Das bedeutet: von der Kultivierung bis zur Auslieferung.

Besonders erwähnenswert ist dabei die hochmoderne Produktionsanlage, die die höchsten Qualitätsstandards erfüllt. Ausgerichtet ist das Firmenkonzept auf qualitativ hochwertige Cannabisprodukte. Das in Ebersbach ansässige Pharmaunternehmen zählt mittlerweile zu den wichtigen Unternehmen in der europäischen Cannabisindustrie und engagiert sich stark für Forschungsprojekte, Produktentwicklung und fortschrittliche Anbautechniken.
5. Sanity Group
Das Unternehmen wurde 2018 gegründet und vereint unter seinem Dach eigene Unternehmen und Marken, die neben Medizinalcannabis auch Medizinprodukte und digitale Anwendungen anbieten. Zudem ist es in der Fertigarzneiforschung aktiv.

Die Produktpalette an medizinischen Cannabiserzeugnissen setzt sich aus eigenen Produkten und importierten Waren zusammen.
Medizinisches Cannabis mit Online-Rezept bestellen: So funktioniert es
In Deutschland darf medizinisches Cannabis ausschließlich auf ärztliche Verordnung und unter ständiger medizinischer Aufsicht verwendet werden. Anbieter, die medizinisches Cannabis ohne Rezept vertreiben oder auf eine ärztliche Verordnung verzichten, handeln illegal. Derartige Angebote sind unseriös und können erhebliche rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen (s. auch Medikamente online bestellen).

Online-Arztpraxen wie DoktorABC bieten eine legale und zuverlässige Möglichkeit, medizinisches Cannabis per Online-Rezept zu erhalten. DoktorABC ist in den Vereinigten Königreichen zugelassen, wodurch Ferndiagnosen und Online-Rezeptausstellungen für Bürgerinnen und Bürger innerhalb der EU möglich sind.
Die Ärztinnen und Ärzte dieser Plattform sind durch die unabhängige Regulierungsbehörde für Gesundheits- und Sozialpflegedienste (Care Quality Commission) reguliert und von der britischen Gesundheitsbehörde GMC (General Medical Council) akkreditiert.
Ablauf der Behandlung und Bestellung:

- Online-Beratung: Über einen digitalen Fragebogen werden medizinische Angaben aufgenommen und von einem Arzt geprüft.
- Rezeptausstellung: Nach erfolgreicher Prüfung stellt der Arzt das notwendige Rezept für medizinisches Cannabis online aus.
- Lieferung: Das Medikament wird innerhalb von 24 bis 48 Stunden diskret an die gewünschte Adresse geliefert.
Die Kosten für die Cannabis-Behandlung betragen 29,90 € inklusive Rezept, während die Preise für Medikamente ab 54,70 € starten; die Lieferung erfolgt kostenlos innerhalb von 24 bis 48 Stunden. Akzeptiert werden gängige Zahlungsmethoden wie MasterCard, Visa, Klarna, PayPal sowie Banküberweisungen.
Wichtiger Hinweis: Die Nutzung von medizinischem Cannabis sollte stets in enger Abstimmung mit medizinischem Fachpersonal erfolgen, um eine sichere und wirksame Therapie zu gewährleisten.

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Thomas Fischer, ein erfahrener Apotheker im Ruhestand, verfügt über umfassendes Fachwissen in den Bereichen Arzneimittelversorgung, Verblisterung und Medikationsmanagement. Seit über zwei Jahren unterstützt er das Redaktionsteam von Erfahrungen.com als medizinischer Berater und Redakteur.