Hat Ihre letzte Stromrechnung Sie schier von den Socken gehauen? Es ist nicht verwunderlich, wenn Sie mit einer höheren Nachzahlung konfrontiert werden, denn in jedem Haushalt lauern zahlreiche Stromfresser, die Ihnen bares Geld aus der Tasche ziehen. Erfahrungen.com verrät Ihnen deshalb heute die besten 80 Tipps, mit denen Sie jede Menge Strom sparen und somit Ihre nächste Rechnung senken können.
Wie viel Stromverbrauch ist normal?
Normal sind laut dem Stromspiegel für Deutschland 2014 in deutschen Haushalten durchschnittlich etwa folgende Verbrauche:
| Haushaltsgröße | Verbrauch |
| 1 Person | 2.700 kWh |
| 2 Personen | 3.200 kWh |
| 3 Personen | 4.000 kWh |
| 4 Personen | 4.400 kWh |
| 5 Personen | 5.500 kWh |
Liegt Ihr Verbrauch also deutlich über diesen Richtwerten, sollten Sie dringend überlegen, wo Sie Strom einsparen können. Der Übersicht halber haben wir die vielen Tipps in verschiedene Kategorien eingeteilt.
Computer, EDV und Unterhaltungselektronik
- Plasmafernseher verbrauchen deutlich mehr Strom als LCD-Fernseher. Ob Röhre oder LCD spielt hingegen kaum eine Rolle.
- Regeln Sie den Kontrast und die Helligkeit des Fernsehers – je dunkler, desto sparsamer.
- Überlegen Sie sich, ob ein sehr großer Fernseher wirklich notwendig ist – je größer die Bildschirmdiagonale, desto höher der Stromverbrauch.
- Informieren Sie sich beim Kauf von PC und Notebook über den Stromverbrauch. Insbesondere bei PCs gibt es sehr große Spannbreiten, die sich bei intensiver Nutzung durchaus im Geldbeutel bemerkbar machen können.
- Lassen Sie seltener genutzte Peripheriegeräte wie Scanner oder Lautsprecher aus statt sie im Standbymodus laufen zu lassen.
- Monitore sind echte Stromfresser. Die Investition in einen TFT-Monitor im Vergleich zum älteren Röhrenmodell lohnt sich definitiv – Sie sparen immerhin gut die Hälfte ein. Aber auch die sparsameren Modelle sollten Sie zwischendurch ausschalten, denn auch ihr Verbrauch ist noch ziemlich hoch.
- Aktivieren Sie die Energiesparfunktionen Ihres Computers und richten Sie ggf. verschiedene Energiesparpläne für unterschiedliche Situationen ein.
- Fahren Sie Ihren Computer herunter, wenn Sie ihn für längere Zeit nicht nutzen.
- Verzichten Sie auf den Bildschirmschoner und lassen Sie den Computer bei kürzeren Abwesenheitszeiten lieber den Energiesparmodus aktivieren.
Standby-Geräte
- Mit Master-/Slave-Steckdosenleisten können Sie bestimmte Geräte automatisch abschalten lassen. So wird beispielsweise Drucker, Scanner und Lautsprecher automatisch der Strom entzogen, sobald der Computer ausgeschaltet wird. Das gleiche gilt für Fernseher in Verbindung mit DVD-Playern und Heimkinosystemen.
- Energiespar-Steckdosen-Leisten sind mit einem Schalter ausgestattet, mit dem Sie automatisch allen angeschlossenen Geräten den Strom entziehen können.
- Standby-Geräte erkennen Sie daran, dass sie eine Zeitanzeige aufweisen, ein kleines Licht brennt oder aber ein ständig warmer Trafo vorhanden ist.
- Entscheiden Sie sich von vornherein für Geräte, die man problemlos vom Netz trennen kann.
- Ziehen Sie regelmäßig den Netzstecker, wenn Sie ein Gerät nur wenig benutzen.
- Nutzen Sie Power-Safer: Sie erkennen es, wenn sich ein Gerät nur noch im Standby-Betrieb befinden und schalten es aus.
- Stecken Sie Ladegeräte für Akkus immer aus.
- Wenn Sie in Urlaub fahren, stecken Sie alle Geräte im Haushalt aus.
- Greifen Sie auf einen akkubetriebenen Wecker statt auf einen normalen Radiowecker zurück.
- Achten Sie beim Kauf von Geräten auf deren Stromverbrauch im Standby-Modus.
Kochen und Backen
- Verwenden Sie immer den kleinstmöglichen Topf. Je größer der Topf, desto mehr Energie geht verloren.
- Wählen Sie die passende Herdplatte – sie sollte nicht größer als der Topf sein. Bei Induktionsherden darf sie sogar kleiner ausfallen.
- Setzen Sie immer den Deckel auf und reduzieren Sie ggf. die Hitze.
- Verwenden Sie einen Deckel, der passt.
- Nutzen Sie Glasdeckel, sodass Sie diese nicht abheben müssen, um in den Topf zu sehen.
- Verwenden Sie einen Schnellkochtopf, um Energie zu sparen.
- Kochen Sie mit wenig Flüssigkeit.
- Nutzen Sie bei normalen Herden die Nachwärme, um Speisen warmzuhalten – schalten Sie früher ab.
- Heizen Sie den Backofen nicht vor.
- Verwenden Sie Kochgeschirr mit einem glatten Boden.
- Halten Sie Kaffee in einer Thermoskanne warm statt auf der Heizplatte der Kaffeemaschine.
- Verwenden Sie die energiesparende Umluft-Funktion des Backofens, wenn Ober-/Unterhitze nicht unbedingt erforderlich sind.
- Vermeiden Sie es, die Backofentür häufig zu öffnen. Dabei entweicht Wärme, die anschließend wieder zugeführt werden muss.
- Um kleinere Mengen aufzuwärmen, ist die Mikrowelle die energiesparendere Alternative.
- Geht es um die Anschaffung eines neuen Herds, ziehen Sie einen Induktionsherd oder einen Gasherd dem ineffizienten Elektroherd vor.
Kühlen
- Achten Sie beim Kauf eines Gefrierschranks auf die Energieeffizienzklasse. Ideal ist die Energieeffizienzklasse A+++ mit Abtauautomatik.
- Verzichten Sie auf die No-Frost-Funktion, wenn Sie die Tür nicht ständig öffnen.
- Wählen Sie ein Modell mit Schubladen, denn dadurch entweicht weniger kalte Luft.
- Stellen Sie einen Kühlschrank und einen Gefrierschrank weder neben Heizung, Herd oder Waschmaschine auf, noch an der Wand dahinter im nächsten Raum. Lässt sich dies nicht vermeiden, bringen Sie dazwischen eine feuerfeste Dämmung an.
- Ordnen Sie Lebensmittel im Kühlschrank logisch an, sodass lange Suchzeiten und damit einhergehend Öffnungszeiten entfallen.
- Vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung auf das Gerät.
- Tauen Sie die Eisschicht regelmäßig ab, sie sollte maximal 1 cm betragen.
- Reinigen Sie die äußeren Lüftungsgitter regelmäßig.
- Lassen Sie den Kühlschrank nicht auf höchster Stufe laufen, 7°C reichen für normale Haushalte völlig. Für Gefriertruhen sind -18°C ausreichend.
- Reparieren Sie beschädigte Türdichtungen.
- Lassen Sie heiße Speisen erst abkühlen, ehe Sie sie in den Kühlschrank geben, sonst bildet sich Eis und der Energiebedarf steigt.
- Wählen Sie die Kühlschrankgröße passend zur Personenzahl. Im Regelfall reichen ca. 50 l Volumen pro Person.
- Stellen Sie beim Kochen auf einmal alle aus dem Kühlschrank benötigten Lebensmittel heraus statt ihn zahlreiche Male zu öffnen.
- Tauen Sie Gefrorenes langsam im Kühlschrank auf.
- Stellen Sie Kühlgeräte einige Zentimeter von der Wand entfernt auf. So kann die Abwärme besser zirkulieren und das Gerät wird in seiner Kühlfunktion unterstützt.
- Wenn Sie ein warmes Gericht schnell abkühlen möchten, können Sie es im Winter auch einfach ins Freie stellen.
- Vermeiden Sie eine Überfüllung der Geräte, denn auch dies erhöht den Stromverbrauch.
Spülen
- Nutzen Sie die von Ihrer Spülmaschine angebotenen Waschprogramme aus und passen Sie sie an den Verschmutzungsgrad des Geschirrs an.
- Bevorzugen Sie das Eco- oder Energiesparprogramm.
- Senken Sie die Spültemperatur – schon 10°C Unterschied machen sich auf der Stromrechnung bemerkbar.
- Reinigen Sie regelmäßig das Sieb der Spülmaschine.
- Schließen Sie die Spülmaschine an Ihre Heißwasserleitung an, denn dadurch muss sie das Wasser nicht mit Strom aufheizen.
- Wenn Sie von Hand spülen, lassen Sie sich Wasser ins Spülbecken ein und drehen Sie den Wasserhahn dann ab.
Beleuchtung
- Ersetzen Sie herkömmliche Glühbirnen durch Energiespar- oder LED-Leuchten.
- Für Keller- und Lagerräume eignen sich Leuchtstofflampen besonders gut, denn sie brauchen rund 75 Prozent weniger Energie als eine herkömmliche Glühbirne.
- Streichen Sie Ihre Räume hell und verzichten Sie auf dunkle Vorhänge, die das natürliche Tageslicht schlucken würden.
- Installieren Sie in Treppenhäusern und Fluren eine Abschaltautomatik, durch die die Beleuchtung nach wenigen Minuten automatisch abgeschaltet wird.
- Gewöhnen Sie sich an, das Licht immer auszuschalten, wenn Sie den Raum verlassen.
- Verzichten Sie in der Weihnachtszeit auf allzu viel leuchtende Dekoration wie Lichterketten oder Lichterschläuche oder wechseln Sie auf LED-Varianten.
- Für die Außenbeleuchtung verwenden Sie Bewegungsmelder statt einer Zeitschaltuhr.
- Greifen Sie im Garten auf solarbetriebene Leuchten zurück – sie bieten im Regelfall ausreichend Licht, um Wege auch bei Nacht zu benutzen.
Körperpflege
- Duschen Sie öfter und baden Sie weniger, denn dabei müssen Sie deutlich weniger Wasser erhitzen.
- Stecken Sie das Ladegerät für die elektrische Zahnbürste aus, wenn es nicht benötigt wird.
Waschen und trocknen
- Vergleichen Sie auch innerhalb der höchsten Effizienzklasse auf den Stromverbrauch – auch hier gibt es noch hohe Spannen.
- Beladen Sie die Waschmaschine nach Möglichkeit immer voll, denn Sie sparen mit einer geringeren Befüllung keinen Strom.
- Wählen Sie eine geringe Temperatur, wenn die Wäsche nicht allzu stark verschmutzt ist. Eine Kochwäsche braucht sieben Mal mehr Strom als eine Wäsche bei 30°C.
- Sparen Sie sich die Vorwäsche, wenn die Wäsche nicht stark verschmutzt ist.
- Trocknen Sie die Wäsche im Freien oder in einem Trockenraum statt im Trockner.
- Schleudern Sie – sofern die Wäsche es aushält – bei 1.200 bis 1.400 Umdrehungen pro Minute. Dadurch reduzieren Sie die Stromkosten für den Trockner. Soll die Wäsche an der Leine trocknen, reichen 1.000 Umdrehungen.
- Wenn Sie die Wäsche hinterher bügeln, verwenden Sie beim Trockner nicht das Programm „Schranktrocken“, sondern „Bügeltrocken“.
- Die ½-Taste, die bei vielen Waschmaschinen verfügbar ist, spart deutlich weniger als die Hälfte der Energiekosten ein.
- Nutzen Sie ein wärmereflektierendes Bügelbrett und schalten Sie dafür die Bügeleisen-Temperatur herunter.
- Verzichten Sie wenn möglich auf den Einsatz eines Waschtrockners – er braucht verhältnismäßig viel Energie.
- Leeren Sie das Flusensieb nach jedem Trockenvorgang.
- Schließen Sie die Waschmaschine an die Warmwasserleitung an, um das Aufheizen des Wassers mit elektrischem Strom zu vermeiden.
- Gas- und Wärmepumpentrockner sparen Strom, weil sie die Abwärme teilweise erneut nutzen können.
Stromrechnung senken durch einen Wechsel des Stromanbieters
Eine weitere Stellschraube, an der Sie drehen können, um Ihre Stromrechnung zu senken, ist natürlich Ihr Tarif. Je nachdem, wie teuer Ihr bisheriger Tarif war und wie viele Personen in Ihrem Haushalt leben, können Sie mit einem Wechsel bis zu 450 Euro Energiekosten pro Jahr einsparen. Es lohnt sich also durchaus, die Tarife der vielen verschiedenen Anbieter untereinander zu vergleichen. Und damit der Wechsel reibungslos von statten geht, finden Sie bei Erfahrungen.com zu allen gängigen Stromanbietern wichtige Informationen zum Wechsel, zu Wechselboni und zur Kündigung.
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