Facebook hat die Welt verändert. Mit mittlerweile über eine Milliarde Nutzer ist die soziale Plattform für Viele nicht mehr wegzudenken und birgt im gleichen Zusammenhang viele Gefahren, die gerne einmal unterschätzt werden. Im folgenden Beitrag dreht sich alles um die Facebook-Privatsphäre und wie sich jeder Benutzer optimal vor möglichen Gefahren schützen kann.
Inhaltsverzeichnis
- Facebook allgemein
- Chronik – die Einstellungen
- Facebook Privatsphäreeinstellungen
- Account-Sicherheit
- Tipps & Tricks
- Unsere empfohlenen Sicherheitseinstellungen
Facebook allgemein
Facebook ist mit einer Mitgliedsanzahl von einer Milliarde Benutzer das weltweit größte soziale Netzwerk und wurde am vierten Februar 2004 erstmals ins Leben gerufen. Die Gründer der Internet-Plattform sind Dustin Moskovitz, Chris Hughes und Mark Zuckerberg – ein Student der Informatik und Psychologie, welcher im Zusammenhang mit dem sozialen Netzwerk in der Öffentlichkeit auftritt und oftmals als alleiniger Gründer betitelt wird, was aber nicht der Wahrheit entspricht.
Mit immer weiteren Zusatzfunktionen versucht Facebook die User an das Portal zu binden – und das mit einem relativ positiven Ergebnis. In Deutschland nutzen laut neusten Erkenntnissen rund 25 Millionen Menschen das soziale Netzwerk, wovon der Großteil zwischen 18 und 35 Jahren alt ist.

Facebook ist aktuell an einer Mitgliedergrenze angekommen und wie aus Statistiken hervorgeht, hat das Netzwerk teilweise sogar mit Verlusten zu kämpfen. Laut allaboutfacebook ist in diesem Jahr mit einem fünf bis zehnprozentigen Anstieg zu rechnen. Auffällig ist in diesem Kontext, dass insbesondere die Schicht der älteren Nutzer mit einem verhältnismäßig schnellen Wachstum hervorsticht. Mit einer Verweildauer von über sechs Stunden ist Facebook die meist genutzte Plattform.
Was Facebook so besonders macht
Der Grundgedanke mündet in der Psychologie und wurde mittels erkannter Urinstinkte entwickelt. Demnach ist der Mensch als soziales Wesen stets auf der Suche nach einer Befriedigung bestimmter Bedürfnissen und vor allen Dingen im Jugendalter sind diese Züge sehr stark zu erkennen. Ein Mensch strebt danach sich zu präsentieren und Achtsamkeit von den virtuellen Freunden zu erhaschen, weswegen häufig Fotos hochgeladen oder Informationen weiterverbreitet werden. So lassen sich bereits mittels Facebook teils narzisstische Züge feststellen, wenngleich auch introvertierte Menschen im Zuge einer Identitätsfindung von dem Portal profitieren.
Facebook ist es gelungen eine Webpräsenz zu erstellen, die dem Nutzer ein Rundum-Sorglos-Paket bietet und sämtliche Anforderungen befriedigt. Mit Spielen ist eine garantiert lange Beschäftigungsdauer gewährleistet, gefolgt von Bedienelementen wie dem populären „Gefällt mir“-Button, welcher speziell die bereits erwähnten Bedürfnisse, in diesem Fall das Ego, gewissermaßen stärkt. Ein weiterer Faktor sind die zahlreichen Gestaltungsmöglichkeiten, um das Profil individuell anzupassen.
Welche Daten werden gespeichert?
Oft wissen die Nutzer gar nicht, welche Daten Facebook von den Nutzern protokolliert. Dabei ist die Antwort auf diese Frage ser simple: alles. Seien es Nachrichten, Statusmeldungen, über Fotos bis hin zur Protkollierung, an welchem Standort sich der Facebook-User gerade befindet beziehungsweise an welchem Computer er zu welcher Zeit war. Auch Foto-Markierungen, die von externen Nutzern gemacht wurden, werden – auch nach einer manuellen Löschung – weiterhin gespeichert beziehungsweise lediglich mit dem Status „inaktiv“ versehen. Wie jeder seine Daten einsehen kann, erklären wir im weiteren Verlauf.
In der offiziellen Datenschutzbestimmung wird aufgelistet, welche Informationen weitergegeben werden:
- Sämtliche Profilangaben
- Inhalte, die geteilt werden
- Transaktionsdaten
- Informationen über die Freunde
- Surfverhalten mittels Gefällt Mir-Button
- Informationen durch Cookies
- Browser- und Gerätenutzung
Dass das Potenzial der Datensammlung riesig ist, wurde bereits mit den vorliegenden Infos besonders deutlich hervorgehoben, doch als einer der größten Kritikpunkte gilt der angeblich schlechte Umgang mit unseren Daten. Da sich das Unternehmen innerhalb der USA befindet, gilt entsprechend auch amerikanisches Recht, das in puncto Datenschutz und Privatsphäre aus europäischer Sicht auf jeden Fall Nachholbedarf hat.
Aktuell laufen hingegen diverse Vorgehensweisen gegen Facebook und so ist die Rede von einer europaweiten Reform, an die sich alle Mitgliedsstaaten – auch Irland – halten müssen. Das Land spielt deswegen eine große Rolle, weil es dort eine zuständige Niederlassung gibt.
Das soziale Netzwerk versucht derweil ihr Monetarisierungsprinzip zu verbessern, indem öffentliche Telefonnummern, E-Mail Adressen und weitere Daten verwendet werden, um das Nutzerverhalten zu detaillieren, um ergo personenspezifische Werbung einzublenden. Des Weiteren trackt das Netzwerk jegliches Surfverhalten, was durch den implementierten „Gefällt mir“ auf jeder Webseite autorisiert wird. Zur Erklärung: Jede Webseite, die den Button einbaut, übermittelt Daten von Besuchern an Facebook.
Wofür Facebook unsere Daten verwendet:
- Dienstleistungsangebote
- Werbung
- Kontaktaufnahme
- Ergänzung der Profilangaben (bei einer Foto-Markierung z.B.)
- Vorschläge von Seiten, Freunden usw.
Die Chronik – die Einstellungen
Nachdem in den oberen Abschnitten ein Überblick über die möglichen Gefahren geschildert wurde, gibt es nun Tipps, wie sich jeder einzelne zumindest ansatzweise schützen kann. Die Chronik ist mitunter das wichtigste Bestandteil dieses sozialen Netzwerks. Um zumindest gegenüber anderen Nutzern einen regelrechten Schutz zu gewährleisten, sollten Sichtbarkeitseinstellungen vorgenommen werden.
Um ein benutzerfreundliches Resultat zu erreichen, ist es sinnvoll jegliche Informationen nur für „Freunde“ einsehbar zu machen. Die Option „Freunde von Freunden“ ermöglicht ein schier unendlich großes Spektrum und wird des Öfteren unterschätzt.
Beispiel: Peter verfügt über 200 „Freunde“, jeder von diesen Freunden ist mit hundert weiteren Freunden vernetzt, die Peter nicht kennt. Resultat: 2000 unerwünschte Nutzer können auf das Profil von Peter zugreifen. Deutsche haben im Schnitt 130 Freunde, während Jugendlich mit mehr als dem Doppelten aufwarten können.
Wer sich intensiv mit Facebook auseinandersetzt, sollte im jeden Fall benutzerdefinierte Einstellungen vornehmen. Im Folgenden eine Schritt-für-Schritt-Anleitung.
- Im oberen Bereich befindet sich ein Zahnrad, über welches auf die Kontoeinstellungen zugegriffen werden kann.
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- Über den Reiter Privatsphäre besteht die Möglichkeit unter „Wer kann meine Inhalte sehen?“ eine benutzerdefinierte Liste zu erstellen beziehungsweise falls eine derartige Liste nicht besteht, sie anzulegen. Siehe auch „Listen erstellen“.

- Dazu reicht es auf die Schaltfläche „Benutzerdefiniert“ zu klicken, worauf sich ein neues Fenster öffnet.
- Dort ebenfalls auf „Benutzerdefiniert“ klicken. Im nachfolgenden Schritt ist der Nutzer im Begriff nicht erwünschte Freunde einzuschränken. („Nicht teilen mit“).

- Nachdem dieser Schritt getätigt wurde, müssen die Änderungen nur noch gespeichert werden.
- Diese Einstellungen beeinflussen im Übrigen auch, inwieweit ein Nutzer Einsicht über die Chronik erhält. Facebook bietet die Möglichkeit an, das eigene Nutzerprofil aus verschiedenen Sichten anzeigen zu lassen. Beispielsweise sehen „Freunde“ mehr als „eingeschränkte Personen“, was mit den benutzerdefinierten Einstellungen (s. oben) zuvor festgelegt wurde.
Wie schränke ich die Sichtbarkeit meiner Inhalte nachträglich ein?
Ein großes Thema, das viele beschäftigt, ist selbstredend die Sichtbarkeit der einzelnen Beiträge für bestimmte Kreise und Gruppen. Dabei sollte eine strikte Trennung zwischen Beruf und dem Privatleben vorgenommen werden, weil es im schlimmsten Falle zu Abmahnungen oder Kündigungen kommen kann. Doch, wie kann ich bereits platzierte Inhalte oder Postings entsprechend einschränken?
- Zu allererst ist das Aufrufen der Chronik nötig, indem schlichtweg auf das minimierte Profilfoto oder auf den Namen geklickt wird.
- Danach erscheint die Timeline sowie die einzelnen Inhalte und Einträge.
- Etwas versteckt ist ein Menschenkopf-Symbol neben dem Datum platziert.
- Ein einfaches Anklicken reicht.
- Dann besteht die Möglichkeit, die zuvor benutzerdefinierten Einstellungen zu verwenden (vgl. Abschnitt oben) oder aber standardisierten Varianten („Freunde von Freunden“; „Freunde“; „Freunde ohne Bekannte“; „Nur ich“) zu wählen. Empfohlen wird eine benutzerdefinierte Einstellung.

Wer kann an meine Chronik posten?
Davon abgesehen, dass beispielsweise Bilder ohne die eigene Einverständnis nicht hochgeladen werden dürfen, gibt es Facebook-Nutzer, die Fotos an die Pinnwand beziehungsweise Timeline eines Freundes posten. Dies kann – je nach Pose oder Gesichtsausdruck – schnell peinlich werden. Aus diesem Grund ist es nötig, unbedingt das Profil sicher gegen derartiges zu machen. Aber wie setze ich es um?
- Obligatorisch ist der Zugriff auf die Einstellungen über das Zahnrad (vgl. oben). Chronik-bezogene Einstellungen sind unter dem Menü „Chronik und Markierungen“ festzulegen.
- Der erste Schritt besteht darin, anzugeben, wer Inhalte auf der Timeline posten darf und wer nicht. Erfahrungsgemäß sollte dies auf „Freunde“ reduziert sein. (vgl. Bild oben)
- Der zweite Schritt entscheidet, ob eine Prüfung der Markierung vorgenommen werden soll. Um peinlichen Situationen aus dem Weg zu gehen, ist dies ein Muss.

strong>Wer kann mich markieren?
Sobald Fotos oder Statusmeldungen geteilt werden, in denen mehrere Personen involviert sind, werden diese des Öfteren „markiert“. Auch hier ist eine Kontrolle sehr wichtig, um sich vor die eine oder andere ungünstige Situation zu schützen.
- Der Reiter „Chronik und Markierungen“ in den Kontoeinstellungen ist für uns in diesem Zusammenhang sehr wichtig.
- Denn dort kann eingestellt werden, ob Markierungen überprüft werden müssen, bevor sie aktiv werden. Von unserer Seite aus ist dies ein wichtiges Kriterium. (vgl. Bild unten)
- Optional besteht darauf folgend die Möglichkeit festzulegen, wer die Markierung sehen kann. Auch hier sollte die Sichtbarkeit auf „Freunde“ reduziert sein.
- Die dritte Option steht bisher nicht zur Verfügung und wird im besten Fall auch nach der Einführung deaktiviert. Eine Gesichtserkennung schlägt zum Beispiel Markierungen vor.

Wie lösche ich alte Chronik-Inhalte?
Die Pflege einer guten Chronik wird heutzutage wichtiger angesehen als der eine oder andere vielleicht denkt. Dabei spielt nicht nur das Profilbild eine Rolle, sondern auch die Inhalte, die geteilt werden. Wie ihr mit dieser Funktion am besten hantiert beziehungsweise die geteilten Inhalte löscht, erklären wir anhand des folgenden Abschnittes.
- Zuerst muss die Chronik aufgerufen werden. Dies geschieht durch einen Klick auf den entsprechenden Namen beziehungsweise auf das minimierte Profilbild, welches sich oben links befindet.
- Danach erscheint die Chronik beziehungsweise die Timeline.
- An jedem Eintrag, der getätigt wurde, ist ein Stift-Symbol zu sehen, das bei einem Mouse-Over „bearbeiten oder entfernen“ anzeigt.
- Bestätigt dies bitte mit einem Mausklick und daraus resultierend werden jegliche Möglichkeiten sichtbar.
- Wie dem unteren Bild entnommen werden kann, besteht die Möglichkeit einzelne Einträge aus der Chronik zu entfernen, womit andere Nutzer im Stream beziehungsweise auf der Startseite dennoch von dem Eintrag erfahren, dieser aber lediglich nicht mehr in der Chronik platziert ist.
- Die zweite Möglichkeit ist das endgültige Löschen. Das bedeutet, dass der geteilte Inhalt sowohl im Stream als auch von der Chronik verschwindet.
- Zu guter Letzt bietet Facebook die Chance, die entsprechende Anwendung zu entfernen.

ODER: Wem das Ganze zu aufwandsgebunden ist, der ist alternativ in der Lage den Prozess zu beschleunigen. Da Facebook die Funktion anbietet, vergangene Beiträge einzuschränken, ist es möglich Beiträge, die „öffentlich“ und für „Freunde von Freunden“ zugänglich sind, auf Freunde einzuschränken.
- Im ersten Schritt müssen wieder einmal die Kontoeinstellungen herhalten. Das funktioniert wie gewohnt über das Zahlenrad.
- Um alte Beiträge einzuschränken, erfordert es das Aufrufen der Privatsphäre.
- Optional: Über das Aktivitätenprotokoll können auf einen schnellen Weg allerlei Informationen, die nach Außen gedrungen sind, überprüft und gegebenenfalls gelöscht werden.
- Um alle älteren Beiträge einzuschränken muss das Fenster geöffnet werden, mit einem Klick auf „Vergangene Beiträge einschränken“.

- Danach öffnet sich das Modul und der Button „Alte Beiträge einschränken“ erscheint.
- Diesen bestätigen und den Dialog positiv beantworten

Facebook – Privatsphäre
Im Netz tummeln sich nicht nur Menschen, die einem etwas positives abverlangen wollen – im Gegenteil. Teilweise werden Fake-Accounts erstellt, um Einsicht in andere Profile zu erlangen oder um Viren über den Chat in Facebook zu versenden, die über spezielle URLs an Opfer ausgesendet werden. Eine erste Maßnahme, um dem vorzubeugen, ist die richtige Konfiguration der Kontakt-Einstellungen. Wir erläutern wie’s geht.
- Wer den Kontakt durch andere einschränken möchte, muss zuvor über die Kontoeinstellungen auf die Privatsphäre klicken.
- Im unteren Bereich befindet sich der Abschnitt „Wer kann nach mir suchen„.
- Es ist nun möglich festzulegen, wer den Kontakt aufnehmen kann.
Wir empfehlen in diesem Kontext, die Einstellungen auf „Alle“ zu konfiguieren, jedoch ist zu beachten, dass fremde Accounts auf jeden Fall nicht angenommen und dass fremde Links – auch von Freunden – mit großer Skepsis behandelt werden müssen, da sich schlimmstenfalls ein Virus oder ähnliches hinter diesen verbirgt.
Wie blockiere ich Nutzer/Webseiten/Anwendungen auf Facebook?
Es ist nichts ungewöhnliches, geschweige denn neues: Einige Nutzer oder Webpages gehen einem mit Anfragen, Nachrichten oder anderweitiges Inhalten auf gut Deutsch gesagt ziemlich auf den Sack, aber wie soll mit solchen Leuten umgegangen werden beziehungsweise, wie wird es ermöglicht diese ruhig zu stellen? Die Antwort: Einzig und allein durch das Blocken.
- Der Reiter „Blockieren“ in den Kontoeinstellungen erlaubt die Möglichkeit folgendes zu blockieren:
- Nutzer
- Anwendungsanfragen
- Veranstaltungseinladungen
- Anwendungen
- Es genügt den Namen desjenigen einzutippen.

Wie entferne ich jemanden aus meinem Stream?
Einige Nutzer leben sich sehr extrovertiert aus und teilen nahezu im Sekundentakt irgendwelche sinnlosen Inhalte. Das kann, je nachdem wie intensiv man selber Facebook nutzt, sehr anstrengend sein. Mit wenigen Mitteln besteht bei Facebook jedoch die Möglichkeit dieserlei Nutzer zu entfernen beziehungsweise aus dem Stream zu entfernen. Wie? Das zeigen wir euch jetzt.
- Zu allererst muss der störende Post herausgefiltert werden
- Im zweiten Schritt auf den nach unten zeigenden Pfeil klicken
- „Verbergen“

ODER: Wer regelmäßig Postings sperren möchte, sollte die Priorität des betroffenen Nutzers festlegen festlegen.
- Der Aufruf des Profils oder der Facebook-Seite ist der erste Schritt
- Im zweiten Zuge reicht ein Mouse-Over über „Gefällt mir“.

- Wer hingegen eine Seite besonders schätzt, sollte diese in die „Interessenliste“ hinzufügen.
- Facebook hat einen bestimmten Algorithmus, der erkennt, wann für wen welche Seite relevant ist. Je öfter eine Seite genutzt wird, desto höher ist der Stellenwert im Stream.
Wie lösche/deaktiviere ich meinen Facebook-Account?
Wem der Datenschutz zu wage oder das Sammeln von Daten zu dreist wird, könnte eventuell schnell mit dem Gedanken einer Löschung konfrontiert werden. Eine oft gestellte Frage bezieht sich auf eine endgültige Löschung. Doch in diesem Rahmen muss euch bewusst sein: Wer sich einmal auf Facebook anmeldet, der hinterlässt seine Daten sein Leben lang. Diese und weitere Aspekte werden von Datenschützern harsch kritisiert.
Des Weiteren ist es wichtig zwischen „deaktivieren“ und „löschen“ zu differenzieren. Erstere Variante ist in den Kontoeinstellungen relativ einfach zu finden, doch wer den Account löschen möchte, müsste akzeptieren, dass eine Wiederanmeldung mit einem komplett neuen Profil vonstatten geht.
Die Löschung an sich ist mit einigem Arbeitsaufwand konfrontiert. Wie erklären wie es geht. Deaktivieren: Der entsprechende Button zum Deaktivieren ist sehr unauffällig platziert.
- Zuerst müssen die Kontoeinstellungen aufgerufen werden.
- Unter „Sicherheit“ ist ein Link unentdeckt platziert mit dem Namen „Deaktiviere dein Konto„
- Die danach erscheinende Seite muss bestätigt werden, wobei es ermöglicht wird, beispielsweise Administratoren einer Seite zu bestimmen und Benachrichtigungen wie auch Gründe für die Deaktivierung anzugeben.
Endgültig löschen: Wie bereits angemerkt: Das Löschen bewirkt lediglich, dass die Informationen von der Plattform verschwinden, die Daten bleiben aber weiterhin auf Facebooks Server.
- Besuche den Link https://ssl.facebook.com/help/contact.php?show_form=delete_account
- Bestätige die endgültige Löschung
- 14 Tage lang darf kein Facebook Login mehr stattfinden, zumal eine Bestätigungsmail versendet wird, um Betrügern den Garaus zu machen.
- Ergo: Die Daten sind verschwunden. Eine neue Anmeldung wäre bei Wiedereinstieg notwendig.
Wo kann ich meine gesamten Daten herunterladen?
Wer sich einen Überblick verschaffen möchte, welche Daten bereits bei Facebook gelandet sind, für den wird die folgende Funktion sehr interessant sein. So ist das soziale Netzwerk dazu verpflichtet sämtliche Daten, die gesammelt werden, zum Download zur Verfügung zu stellen.
Max Schrems – ein Jura-Student, der sich aktiv gegen Facebook einsetzt – hat in einem Interview jedoch bereits deutlich gemacht, dass noch längst nicht alle Informationen in dem File verfügbar sind. Gleiches Resultat im Übrigen auch bei der Zusendung einer Daten-CD, die Facebook auf Anfrage verschicken muss. Wie kann ich meine Infos einsehen?
- Geht in die Kontoeinstellungen.
- Im Reiter „Allgemein“ befindet sich ähnlich wie beim Löschen ein Link: „Lade eine Kopie deiner Facebook-Daten herunter.„

- Nach Bestätigung des Links folgt ein weiteres Fenster
- Es empfiehlt sich das „erweiterte Archiv herunterzuladen„

Account-Sicherheit
Wie sehe ich, wer sich in meinen Account eingeloggt hat?
In manchen Fällen haben sich Fremde Zugriff zum jeweiligen Account verschafft und unter Umständen wider rechtens Nachrichten versendet oder ähnliches. Facebook hat eine Möglichkeit geschaffen, um nachzuvollziehen, wer wann und mit welchem Gerät Zugriff auf das soziale Portal hatte. Dabei sollte kein allzu großer Wert auf den angeblichen Standort gesetzt werden, denn dieser ist – wie auch in diesem Fall – sehr ungenau. Aber wie komme ich an diese Daten heran?
- Zu allererst der Weg zu den Kontoeinstellungen.
- Danach muss der Reiter „Sicherheit“ ausgewählt werden
- Der Abschnitt „Aktive Sicherungen“ enthält schlussendlich die oben beschriebenen Informationen

Wie schütze ich meine Anwendungen?
Facebook lässt einige Anwendungen zu, die mit dem sozialen Netzwerk interagieren. Seien es Schutzsoftwares, Gewinnspiel-Apps oder Spiele – für alle besteht ein gewisses Sicherheitsrisiko. Automatische Anmeldungen (Bestätigung auf Startseite) erfordern zum Beispiel kein Passwort und wer möchte seine hart erspielten Spielstände von jetzt auf gleich schon aufgeben? Es gibt einen Weg, wie die Anwendungen geschützt werden können.
- Wie in jedem Schritt müssen die Kontoeinstellungen angeklickt werden
- Unter dem Punkt „Sicherheit“ gibt es einen Abschnitt „Passwörter für Anwendungen„
- Dort ist eine URL mit der Aufschrift „Passwörter für Anwendungen generieren“ verfügbar
- Mit einem Klick öffnet sich ein neues Dialog-Fenster, das bestätigt werden muss.
- Im fünften Schritt ist es von Nöten noch das eigene Passwort einzugeben
- Danach ist es für jedermann möglich sich ein Passwort von Facebook zusenden zu lassen, um individuell ein Passwort festzulegen
Tipp: Übrigens, wer nicht möchte, dass die Anwendungen Inhalte auf der eigenen Pinnwand teilen, der sollte die Sichtbarkeit auf „Nur ich“ ändern.
Tipps & Tricks
Nachdem Google auf ihrem sozialen Netzwerk Google+ sogenannte „Kreise“ eingeführt hat, dauerte es nur eine sehr kurze Zeit und Facebook hat mit „Listen“ nachgezogen.
Diese Listen sind hinsichtlich des Datenschutzes von sehr großer Bedeutung, denn vereinfachen sie viele Vorgänge sehr schnell und es ist gezielt möglich zum Beispiel zwischen privaten und geschäftlichen Angelegenheiten zu differenzieren. Auf den ersten Blick schreit das Einrichten von Listen nach einem sehr großen Aufwand, doch wer einmal mit der Pflege der Liste begonnen hat, wird vor ungewollten Situationen verschont.
Werden Nutzer in verschiedene Listen hinzugefügt, bekommt dieser keinerlei Benachrichtigungen oder ähnliches. Wir zeigen euch, wie ihr Listen erstellt und in welchen Situationen sie sinnvoll sind.
- Zuerst ruft die URL https://www.facebook.com/bookmarks/lists auf. Dort befindet sich die Aufzählung aller bereits verfügbaren Listen
- Danach ist ein Klick auf den Stift („bearbeiten„) nötig
- Jetzt besteht die Möglichkeit den einzelnen Gruppen/Listen entsprechende Kontakte zuzuordnen.
- Optional: Das Erstellen von neuen Listen ist unter Umständen sinnvoll
Wann sind Listen sinnvoll? Listen sind vor allen Dingen dann sinnvoll, wenn die Sichtbarkeit auf eine schnelle Art und Weise festgelegt werden soll. Sie sind sinnvoll für:
- Inhalte, die geteilt werden/wurden
- Profilangaben, die nicht jeder „Freund“ zu Gesicht bekommen soll
- Für zielgerichteten Content. Zum Beispiel kann so schnell selektiert werden, für wen Inhalte zu sehen sind. Familie, Job, Freunde und so weiter.
Wie gehe ich mit Facebook richtig um?
Des Öfteren wird im Internet die Frage gestellt, wie jeder einzelne mit dem sozialen Netzwerk umgehen soll. Wir möchten euch im Nachfolgenden erklären, welche Maßnahmen wir für sinnvoll halten.
- Das Sharen von Inhalten knapp gestalten
Wer täglich massenweise Content teilt, wird von vielen nicht nur ignoriert beziehungsweise aus dem Stream genommen, sondern gibt Facebook Unmengen an Daten. Lieber weniger, aber dafür sehr spannende Inhalte teilen beziehungsweise Statusmitteilungen verfassen. Je weniger, desto besser.
- Skepsis vor Links
Es kommt vor, dass Freunde, weil sie auf einen bösartigen Link geklickt haben, ohne deren Kenntnis, Links an Freunde versenden. Dahinter verstecken sich infizierte Webseiten oder Dateien, die ebenso den eigenen Computer befallen können. Dem sollte jeder in der Tat meiden und daher lieber zwei Mal nachfragen, worum es bei dem Link geht.
- Freundschaftsanfragen melden/ignorieren
Einige Nutzer zeigen sich von vielen „Freunden“ positiv angetan. Mittlerweile hat eine Studie bewiesen, dass Menschen, die viele Freunde haben, in Härtefällen unter Depressionen leiden. Dennoch: Für einige Menschen sind „Freunde“ eine Art Statussymbol, doch nicht jede Anfrage sollte angenommen werden, da oftmals eine bösartige Intention hinter den Anfragen steckt. Bei sexistischen oder gewaltverherrlichenden Inhalten wird jeder Nutzer dazu gebeten, dies an Facebook zu melden.
- Private Daten möglichst meiden
Informationen über Bankverbindungen, Telefonnummern, Passwörter sollten nicht über Facebook ausgetauscht werden, da das soziale Netzwerk auch derartige sensible Informationen speichert. Zudem könnten theoretisch Hacker Zugriff auf die Daten erlangen, was nicht im Sinne eines jeden ist.
- Passwort
Wählt ein Passwort, das wirklich sicher ist. Dieses sollte zwischen 8 und 20 Zeichen enthalten. Zahlen, Groß- und Kleinbuchstaben sowie Sonderzeichen sind gelungene Passwörter. Beispiel: 3rf@HRunG3n.c0m
Unsere empfohlenen Sicherheitseinstellungen
Zu guter Letzt, nachdem wir die wichtigsten Funktionen ausführlich beschrieben haben, möchten wir unsere persönliche Empfehlung kundtun.
- Allgemein: Jegliche Einstellungen auf Freunde beschränken
- Ausnahmen: Wer kann mir eine Nachricht senden?
- Teilen von Posts: Auf Freunde beschränken und beschränkte Einstellungen in Anspruch nehmen, sofern es den einen oder anderen gibt, der nicht alles sehen sollte. Gleiches gilt auch für die Sichtbarkeit des eigenen Profils.
- Passwort: Kein 0815-Kennwort wählen.
Eine relativ gute Basis ist für Minderjährige geschaffen, die nahezu von keinen öffentlichen Einstellungen betroffen sind. Doch auch hier gibt es Einschränkungen, die Erziehungsberechtigte erheben sollten. Wenn ihr uns Ergänzungen, Fehler oder anderweitiges wissen lassen wollt, so teilt uns dies am besten über die Kommentare mit.
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