Fragt man Anleger, welcher Aspekt ihnen beim Vergleich verschiedener Broker für den Devisenhandel am Herzen liegen, lautet die Antwort in vielen Fällen: Seriosität. Auf gezieltes Nachfragen, was genau Händler mit diesem Begriff verbinden, gerät mancher Befragte jedoch frühzeitig ins Stocken. Denn die Definition ist gerade für Anfänger gar nicht so einfach, wie man es zunächst vermuten mag. Zutreffend ist, dass Werbeversprechen zu günstigen Handelsbedingungen mit Vorsicht zu genießen sind. Und das nicht deshalb, weil jeder Broker grundsätzlich unter Generalverdacht steht. Eher geht es darum, dass es auch im Forex Broker Vergleich immer wieder schwarze Schafe geben kann. Der Grund ist darin zu sehen, dass der Devisenmarkt große Gewinne verspricht. Zahllose private Anleger, die diesen Weg des Investierens für sich entdecken, sind eine begehrte Einnahmequelle, auf die eben nicht nur seriöse Anbieter Zugriff haben möchten.
Punkt 1: Offene und ehrliche Informationspolitik & Support
An dieser Stelle können im Grunde verschiedene Punkte zusammengefasst werden. Versteckte Gebühren sollten in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Broker nicht auftauchen. Seriöse Anbieter informieren Händler direkt und ohne Umschweife über alle anfallenden Kosten und Gebühren für den Handel mit Forex-Instrumenten. Was nicht generell bedeutet, dass die Broker vollständig auf Gebühren verzichten müssen, um als ernstzunehmender Anbieter wahrgenommen zu werden. Schließlich liegt es nahe, dass auch Forex Broker Umsätze generieren möchten und müssen. Wichtig für Händler ist dabei vielmehr, dass alle potentiellen Kosten für den Devisenhandel direkt ersichtlich sind. Und dies betrifft nicht die Gebühren, sondern gleichermaßen mögliche Boni, mit denen viele Broker werben. Ein mehrgleisiger und möglichst kostenloser oder günstiger Support kommt bei Kunden gut an und schafft Vertrauen. Zumindest per E-Mail und Hotline (in deutscher Sprache) sollten Händler die Kundenbetreuung bei Fragen und Problemen um Hilfe bitten können.
Punkt 2: Welche Anforderungen sehen Broker für die Bonus-Vergabe vor?
Auf den Webseiten der Betreiber und in Broker Vergleichen wie auf der Homepage deutschefxbroker.de tummeln sich ständig Informationen zu Bonus-Aktionen. Seriöse Broker werben hierbei mit Bonus-Konditionen, die nicht nur für Vieltrader erreichbar sind, sondern auch für die breite Masse der Kunden interessant sind. Zumindest aber versteht es sich für einen Anbieter mit einem hohen Anspruch an die eigene Seriosität von selbst, transparent zu vermitteln, welche Anforderungen erfüllt sein müssen, bevor der Bonus ausgezahlt werden kann. Die Gutschrift erfolgt fast immer bereits nach der erfolgten Ersteinzahlung (auch hier gibt es sehr verschiedene Mindestanforderungen für den Bonus-Erhalt). Werden die Bonus-Bedingungen in Form eines Mindest-Handelsumsatzes nicht innerhalb einer gewissen Frist erreicht, kommt es im Normalfall zu einer Rückforderung. Somit geht es abermals um ehrliche Aussagen zu besagten Anforderungen. Nicht jeder Trader bringt es bei einigen hundert Euro Bonus nach drei Monaten auf einem Umsatz in 20- bis 40-facher Bonus-Höhe. Jedoch sind Trader nicht gezwungen, die Bonusangebote wahrzunehmen.
Punkt 3: Möglichst geringe Trading-Gebühren
Gerade im Bereich des so genannten Daytrading können Forex Händler sehr schnell hohe Renditen erreichen. Davon berichtet neben vielen anderen Fachmedien das Handelsblatt. Die Risikowarnung gehört stets dazu, damit Händler nicht vergessen, wie volatil der internationale Devisenmarkt ist. Daytrader eröffnen ständig viele kleine Positionen statt weniger großer Trades. Je geringer die Gebühren ausfallen, desto eher lohnt sich dieses Konzept für Händler. Für alle Händler gilt: Neben den bereits erwähnten Spreads können Kosten beim Aufrechterhalten von Positionen über Nacht (Overnight-Trading) entstehen. Werden Trades von Freitag bis Sonntag gehalten, liegen die Gebühren meist beim Dreifachen der normalen Trading-Kosten. Provisionen und Kommissionen gehen vielfach auf das Konto der Partner, bei denen Trader-Aufträge platziert werden. Broker selbst erheben gerne Gebühren für den Zahlungsverkehr. Dies macht eine genaue Planung auf Händlerseite unverzichtbar. Gibt es solche Fixkosten, sind oft einzelne größere Abhebungen sinnvoller als mehrere kleine. Etliche seriöse Broker nennen diese Gebührenaspekte nicht nur direkt auf ihrer Webseite. Zugleich präsentiert ein Forex Broker Vergleich ständig Anbieter, bei denen wenigstens einmal pro Monat kostenlos Geld abgehoben werden kann. Wie immer geht es bei Gebühren um das Gesamtpaket. Lassen sich Broker die gebührenfreie Zahlungsabwicklung an anderer Stelle umso besser bezahlen, ist dies nicht unbedingt ein Seriositäts-Attribut.
Punkt 4: Staatliche Regulierung & Einlagensicherung als Sicherheit
Die Versprechen der Broker dienen in erster Linie der Gewinnung neuer Kunden. Unter idealen Bedingungen entsprechen die Aussagen natürlich den Tatsachen. Sicherheit in diesem Zusammenhang bietet eine staatliche Regulierung, wie sie in den meisten Staaten von Finanzaufsichten angeboten wird. Forex Broker müssen diesbezüglich einen Antrag auf Lizenzierung stellen und dafür verschiedene Kriterien erfüllen. Diese Anforderungen fallen unterschiedlich streng aus. Die deutsche Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und die britische Financial Conduct Authority (FCA) haben den Ruf, Lizenznehmern sehr strikte Vorgaben zu machen. Gerade die deutsche Aufsicht hat ihre Kontrollen zuletzt mehrfach verschärft, wie spiegel.de mit Blick auf die Deutsche Bank thematisiert.
Für den normalen Händler gibt: Selbst die Regulierung durch eine weniger rigide Aufsicht ist besser als überhaupt keine unabhängige Kontrolle. Wichtig ist für Händler auch eine Einlagensicherung – selbst wenn diese wie bei vielen Anbietern aus Zypern und anderen Staaten nur bei 20.000 Euro liegt. Für die Mehrheit der Privatanleger ist dies ein ausreichender Schutz. Britische FX-Broker garantieren oft eine Absicherung bis 50.000 Pfund, deutsche Anbieter gar bis zum Teil 100.000 Euro. Beachten sollten Trader, dass ihre Gelder getrennt vom Broker-Kapital verwahrt werden.
Punkt 5: Gute verständliche und gute Auswahl an Handelsarten und Funktionen
Bei Anfänger ist der klassische Digitalhandel mit Call- und Put-Optionen am beliebtesten, weil das Modell besonders einfach und verständlich ist. In kaum einem Bereich ist Transparenz so wichtig bei den Handelsarten. Trader müssen direkt verstehen, welche Renditen und Verlust mit welcher Handelsart verbunden sind und welche Chancen Funktionen wie Stopps und Limits im Alltag haben. Am besten sollten Funktionen nicht erst nach erneuter Kontaktaufnahme zum Support nachvollziehbar, sondern von Anfang möglichst selbsterklärend sein.
Die Reihenfolge der genannten Punkte kann je nach Wissensstand und Erfahrung auf Händler-Seite flexibel gestaltet sein. Die Hauptsache ist es, dass Broker ihren Kunden nichts verschweigen, was zu Verlusten, Gebühren und Unzufriedenheit beim Kunden führen könnte.
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