Ihnen ist schon mal ein Smartphone gestohlen worden? Oder ein Tablet? Oder ein Notebook? Dann befinden Sie sich in guter Gesellschaft, denn die handlichen elektronischen Geräte sind ein begehrtes Diebesgut. Auch wenn Sie noch nicht zum Diebstahlopfer geworden sind, sollten Sie weiterlesen, denn jeder Besitzer eines mobilen Endgeräts oder eines Computers ist ein potenzielles Ziel von Gelegenheitsdieben und professionellen Verbrechern.
Viele Diebstähle können Sie vermeiden, indem Sie aufmerksam sind. Beispielsweise sollten Sie an öffentlichen Plätzen ein Smartphone entweder in der Hand tragen oder aber in einer Tasche, die nicht leicht von außen zugänglich ist. Eine Innentasche einer Jacke ist beispielsweise ein relativ sicherer Platz für ein Smartphone. Wenn Sie ein elektronisches Gerät im Auto transportieren, sollten Sie das Gerät möglichst nicht im Fahrzeug lassen. Wenn dies doch erforderlich ist, sollten Sie das Gerät in den Kofferraum legen, damit ein potentieller Dieb nicht von außen erkennen kann, dass ein wertvolles Objekt im Fahrzeug ist.
Aber in vielen Fällen werden Sie trotz guter Sicherheitsmaßnahmen nicht verhindern können, dass ein Smartphone, ein Tablet, ein Netbook oder ein Notebook gestohlen wird. Wenn Sie dann auf dem Gerät die Anti-Diebstahl-Software Prey installiert haben, ist die Chance groß, dass Sie mit Hilfe der Polizei Ihr Gerät zurückbekommen.
Was genau ist Prey?
Prey ist eine Anti-Diebstahl-Software, die mit einem Tracking-System ausgestattet ist. Wenn die Software installiert ist, kann der Besitzer das Gerät orten und mit der Polizei zurückholen. Da die meisten Diebe nicht damit rechnen, dass Prey installiert ist und die De-Installation bei korrekter Geräte-Einrichtung meist recht schwierig ist, stehen die Chancen für das Diebesopfer sehr gut.
Funktionieren alle Geräte mit Prey?
Es gibt zwei wichtige Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, damit Prey funktioniert. Zunächst ist es wichtig, dass das verwendete Gerät mit dem Internet verbunden ist, denn ansonsten ist keine Kommunikation möglich. Smartphones, Tablet, Netbooks und Notebooks werden sind standardmäßig für einen Internetzugang konfiguriert, so dass diese Geräteklassen mit Prey sehr gut funktionieren. Aber auch ein Desktop-Computer kann mit Prey gefunden werden, wenn der Rechner an das Internet angeschlossen wird. Allerdings muss auch die zweite Bedingung erfüllt sein: Prey muss das verwendete Betriebssystem unterstützen.
Für welches Betriebssystem wird Prey angeboten?
Prey unterstützt iOS 4.3+ (iPhone, iPad etc.), Mac OS, Android 2+, Windows (ab XP) und Linux. Für Ubuntu wird eine spezielle Installationsdatei angeboten. Ansonsten werden die meisten Linux-Distributionen unterstützt. In der Liste fehlt Windows Phone, so dass die z.B. die Nutzer eines Windows-Smartphones Prey nicht verwenden können. Ansonsten werden aber alle gängigen Betriebssysteme und Plattformen unterstützt, so dass die meisten Besitzer eines mobilen Endgerät oder eines Computers die Anti-Diebstahl-Software einsetzen können.
Wie genau funktioniert Prey?
Prey ist ein kleines Programm, das auf dem zu schützenden Gerät installiert wird. Solange das Programm nicht verwendet wird, läuft ein Software-Agent im Hintergrund. Der Ressourcen-Verbrauch ist minimal, so dass durch Prey keinerlei Beeinträchtigung zu befürchten ist. Aktiviert wird die Software durch ein Remote-Signal. Dieses Remote-Signal kann nur der Besitzer, der ein Konto bei Prey eingerichtet hat, senden. Per Fernbedienung wird der Software mitgeteilt, dass der Ernstfall eingetreten ist. Über das Prey Control Panel (Kontrollzentrum auf Webseite von Prey) erhält der Gerätebesitzer Berichte, in denen alle wichtigen Daten für die Polizei enthalten sind. Sie können aber auch einen Alarm auf dem gestohlenen Gerät auslösen oder alle Daten löschen. Am wichtigsten ist aber die Lokalisierungsfunktion, die über die WiFi-Zugangspunkte und (falls vorhanden) über GPS funktioniert. Damit ist es in der Regel möglich, sehr genau zu ermitteln, wo sich das Gerät befindet. Für die Polizei ist diese Information überaus wertvoll und reicht meist aus, um den Dieb sehr schnell ausfindig zu machen.
Was ist in einem Bericht von Prey enthalten?
Wenn Sie Prey aktivieren und sich einen Bericht schicken lassen, erhalten Sie standardmäßig den Ort (GPS- und WiFi-Auswertung), eine Liste aller laufenden Programme und (falls eine Kamera im Gerät ist) auch ein aktuelles Foto von der Umgebung oder (mit ein bisschen Glück) von der Person, die das Gerät gestohlen hat. Die Berichte werden automatisch in einem vor eingestellten Rhythmus versendet, sobald Sie im Prey Control Panel ein Gerät als gestohlen („missing“) gemeldet haben. Die Berichte werden automatisch gespeichert. Die Zahl der gespeicherten Berichte hängt vom Account ab. Bei einem kostenlosen Konto werden maximal 10 Berichte pro Gerät gespeichert. Wenn ein neuer Bericht eintrifft, wird jeweils der älteste Bericht gelöscht. Mit den Berichten ist es z.B. möglich, die Bewegung des Gerätes zu verfolgen. Die Position wird auf einer Karte angezeigt.
Brauche ich einen Account bei Prey?
Die Software von Prey ist Open Source und steht kostenlos auch ohne Account jedem Interessenten zur Verfügung. Zur Nutzung des Dienstes müssen Sie allerdings mindestens einen kostenlosen Account anlegen, denn sonst ist es nicht möglich, die Fernsteuerung der Software zu aktivieren.
Funktioniert Prey in ganz Deutschland?
Prey funktioniert nicht nur in Deutschland, sondern auch im Rest der Welt. Die einzige Voraussetzung ist, dass ein Internetzugang verfügbar ist. Nur wenn Prey Zugang zum Netz hat, ist es möglich, Berichte zu versenden. Wenn der Dieb unmittelbar nach dem Diebstahl einen Direktflug zum Nordpol unternimmt, könnte es deswegen schwierig sein, rechtzeitig eine Ortung durchzuführen. In der Regel sind aber die technischen Voraussetzungen für die Ortung eines gestohlenen Gerätes mit Prey sehr gut.
Wie sicher ist Prey?
Prey ist eine Open-Source-Software, d.h. der Quellcode steht jedem Interessierten offen. Es ist dadurch extrem unwahrscheinlich, dass sich irgendwelche Backdoors in der Software befinden. Prey hat ohnehin kein Interesse daran, Sicherheitslücken einzubauen, aber die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, dass die NSA und andere Geheimdienste zahlreiche Programme infiltrieren. Bei einer Open-Source-Software ist es aber schwierig bis unmöglich, den Quellcode zu manipulieren, ohne dass dies auffallen würde.
Können der Dieb Prey nicht einfach abschalten?
Zunächst einmal muss der Dieb überhaupt auf die Idee kommen, dass Prey oder eine andere Anti-Diebstahl-Software installiert ist. Bei Profis mag dies die Regel sein, aber viele Diebe sind eben keine Profis. Doch selbst wenn der Dieb weiß, dass Prey installiert ist, kann er nicht einfach die Software deaktivieren. Wenn Prey z.B. auf einem Notebook installiert ist, benötigt der Nutzer Administrator-Rechte, um die Software zu deinstallieren. Bei einem gut eingerichteten Computer hat der Dieb aber nur einen Gastzugang, der keine Installationen und Deinstallationen erlaubt.
Kann der Dieb nicht einfach das Gerät formatieren?
Ja, das ist unter Umständen möglich, aber z.B. bei gibt es bei Notebooks die Möglichkeit, auch das BIOS mit einem Passwort zu schützen. Je besser das Gerät geschützt ist, desto schwerer hat es der Dieb, den Diebstahlschutz auszuhebeln. Zudem muss der Dieb ganz genau wissen, was er macht, denn der Diebstahl fällt meist sehr schnell auf. Wenn Sie dann sofort reagieren, das Gerät lokalisieren und die Polizei benachrichtigen, haben Sie sehr gute Chancen, Ihren Besitz zurückzubekommen.
Hinweis: Auch wenn es auf den ersten Blick unsicher klingt, empfehlen wir alle Passwörter auf den Geräten zu entfernen. Auf diesem Weg fühlt sich der Dieb nicht gezwungen das Gerät zu formatieren, da er es direkt benutzen kann und Sie können mit dem orten des Gerätes beginnen.
Muss ich wirklich die Polizei einschalten?
Nein, sie müssen die Polizei nicht einschalten. Wenn Sie z.B. im Bericht erkennen, dass Ihr Gerät von einem Freund oder einem Verwandten entwendet wurde, möchten Sie die ganze Sache vielleicht ohne Polizei aus der Welt schaffen. Grundsätzlich ist es aber empfehlenswert, die Polizei einzuschalten. Wenn Sie einen Dieb erwischen, können Sie nie vorhersagen, wie die Person reagieren wird. Es sind schon Menschen wegen geringerer Werte als einem Smartphone umgebracht worden.
Wie teuer ist Prey?
Prey gibt es in einer kostenlosen Free-Version, die für maximal 3 Geräte genutzt werden kann. Insgesamt sind in dieser Variante 10 Berichte enthalten, d.h. der Kunde kann maximal 10 übermittelte Berichte pro Gerät speichern. Für die meisten Privatkunden dürfte die kostenlose Version von Prey völlig ausreichen. Es gibt aber auch Pro-Versionen für Nutzer, die mehr Geräte schützen wollen. Auch für Firmen und große Organisationen gibt es passende Angebote.
Fazit
Jeder kann zum Diebstahlopfer werden. Elektronische Geräte sind zudem nicht nur materiell von hohem Wert. Viele Menschen haben auch sehr sensible Informationen auf Smartphones, Tablettencomputern gespeichert. Deswegen ist es sinnvoll, eine Anti-Diebstahl-Software zu installieren, die bei einem Diebstahl eine sehr nützliche Hilfe darstellt. Da Prey kostenlos ist und im laufenden Betrieb in keiner Weise stört, gibt es gute Gründe, den Diebstahlschutz mit Prey zu realisieren. Die Software hat sich bewährt und wird von Menschen auf der ganzen Welt eingesetzt. Die Installation der Software ist schnell erledigt und auch die Einrichtung des Kontos dauert nur ein paar Minuten. Es lohnt sich, diese kleine Mühe zu investieren, denn wenn ein ungeschütztes Smartphone oder ein ungeschützter Computer gestohlen wird, ist die Chance, den Dieb zu fassen. ohne Anti-Diebstahl-Software äußerst gering.
Prey Anti-Diebstahl im Test auf Erfahrungen.com
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