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Erfahrungen mit Magenballon (2)

  • Bewertung: 4

    Dienstag, 14. März 2017

    Hallo, ich habe einen Magenballon. vor über einem halben Jahr, habe ich mich dazu entschieden. wenn ich jetzt gefragt würde, würdest du es wieder tun, oder nicht und kannst du denn Magenballon empfehlen, würde ich wohl :ja sagen.
    allerdings, würde ich immer raten. nach dem eingriff mindestens zwei tage stationär begleitet zu werden. als zweites, würde ich den 6 Monate Ballon empfehlen.

    Der Ballon alleine, hilft nur die ersten Wochen, weil man einfach nicht mehr viel essen kann. dann aber, muss man sich auch klar darüber sein, dass der Ballon nur ein Hilfsmittel ist zur Abnahme ist. die richtige Einstellung, das man etwas verändern möchte, eine Ernährungsumstellung und sicher auch Sport helfen mit dem Ballon abzunehmen. ich habe in 7 Monaten 40 Kilo abgenommen.
    die ersten 15 Kilo ganz einfach, aber jetzt mache ich schon eine gnadenlose Diät, koche gesund, achte auf tierisches fett und versuche mich viel zu bewegen.

    ich kann aber sagen, dass ich heute nur hier stehe, mich so gut fühle, durch meine Entscheidung für den Ballon. Das einsetzten selber, spürt man durch die Narkose gar nicht. Außer Halsschmerzen, hatte ich die ersten Stunden keine Probleme. erst als ich wieder zuhause war, ging es los. Übelkeit, starkes erbrechen, Unwohlsein, Krämpfe. für mich eine reise in die Hölle hin und zurück. es ging mir sehr schlecht. ganze vier tage lang litt ich schrecklich. ich habe mich vorher, Gott sei dank, mit Infusionen, Traubenzucker und Sonderkost eingedeckt. ich glaube, sonst hätte ich ins Krankenhaus eingeliefert werden müssen. meiner Meinung nach, ist es ein Muss, dass man stationär beobachtet wird.

    Seit ein paar Monaten, hat der Ballon seine Wirkung ein ganzes Stück verloren. ich kann zwar nicht wie vorher essen, aber mengenmäßig genug, das ich nicht abnehmen, sondern eher wieder zunehmen würde. nur mein eiserner Wille, es weiter zu schaffen, hält mich oben, alles durch zu stehen. Also wie gesagt, ich würde es wieder tun, aber nur 6 Monate Ballon+ stationärer Aufenthalt+ nur, wenn man wirklich bereit ist, seine Ernährung und sein ganzes leben umzustellen. ohne den berühmten klick im Kopf, hilft auch der Magenballon auf Dauer sicher nicht.
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  • Gastautor

    Gastautor Avatar Verifiziert

    Bewertung: 1

    Donnerstag, 15. Mai 2014

    Meine Schwester hat sich vor 2 Jahren dazu entschieden einen Magenballon einsetzen zu lassen. Sie ist 1,60 groß und wog damals 105 kg als sie in ihrer Verzweiflung über das ständig ansteigende Gewicht sich zu dieser Maßnahme entschieden hat.

    Die OP verlief völlig unproblematisch. Danach war ihr aber in der ersten Woche nur schlecht. Sie konnte nichts essen und nur mit größter Mühe flüssiges wie Wasser, Tee oder Brühe zu sich nehmen. Sie empfand den Ballon als unangenehm und hatte ständig ein drückendes Gefühl im Magen, was natürlich auch auf ihre Stimmung drückte. Sie empfand ihn als Fremdkörper und konnte sich nur schwer daran gewöhnen. Nach etwa 1,5 Wochen begann sie dann wieder normal zu essen, konnte aber nur kleine Mengen zu sich nehmen. Sie beklagte sich oft über saures Aufstoßen und fühlte sich alles in allem nicht wohl damit. Klar, sie hatte dann dadurch tatsächlich 8 kg innerhalb 3 Monate verloren, aber dann reichte es ihr und sie entschloss sich, ihn wieder entfernen zu lassen. Für sie war das definitiv nichts, auch wenn sie vorher darüber einige Erfolgsgeschichten gehört hatte.

    Ich war im Anschluss froh, dass ihre Stimmung danach wieder besser war. Schade nur, dass es im Grunde rausgeschmissenes Geld war. Aber das weiß man eben nicht im Vorhinein...

    (PS: Ich hab sie gefragt, sie würde dem Magenballon auf Grund ihrer persönlichen Erfahrung nur 1 von 5 Sternen in Sachen Abnehmmöglichkeiten geben.)
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Magenballon im Test - Note: Gut

Magenballon Testbericht
Der Magenballon ist ein medizinisches Hilfsmittel im Kampf gegen Übergewicht und stellt sozusagen das Bindeglied zwischen Diät und chirurgischen Eingriffen dar. Somit füllt der Magenballon die Nische, wenn Diäten nicht ausreichen, Chirurgie jedoch zu weitreichend wäre. Er wird ohne invasiven Eingriff im Rahmen einer Endoskopie in den Magen eingeführt und dort mit Kochsalzlösung aufgepumpt. So füllt er nun den Magen aus. Das Ergebnis ist ein schneller einsetzendes Sättigungsgefühl durch eine künstliche Verringerung des Magenfassungsvolumen, woraus eine reduziere Nahrungsaufnahme und folglich ein Gewichtsverlust resultieren. In dieser Methodik ist der Magenballon eine sichere Maßnahme zur Behandlung von Adipositas, die allerdings lediglich in zwingend begründeten Ausnahmefällen durch die Krankenkasse finanziert wird.

Die Angebote im Überblick

  • medizinisches Hilfsmittel zur Unterstützung eines Abnehmvorhabens
  • schnelles Sättigungsgefühl durch nicht-invasives Platzieren des Ballons im Magen
  • garantierter Gewichtsverlust aufgrund geringerer Nahrungsaufnahme während der Verbleibzeit von drei beziehungsweise sechs Monaten
  • größtmöglicher und langfristiger Erfolg durch begleitende Ernährungsumstellung und sportliche Betätigung

Medizinisch: Die Rahmenbedingungen

Der Magenballon kann zur Behandlung von Übergewicht sozusagen als Vorstufe einer chirurgischen Vorgehensweise angesehen werden, die dann zum Einsatz kommt und Erfolge verspricht, wenn klassische Diäten versagt haben. In ihren Rahmenbedingungen sind Magenballons eindeutig dem medizinischen Sektor zuzuordnen und müssen deshalb von einem Arzt unter sterilen Bedingungen eingesetzt werden. Damit gelten sie als medizinische Hilfe gegen Adipositas.

Endoskopisch: Der Einsatz des Magenballons

Anders als chirurgische Anti-Adipositas-Maßnahmen wie beispielsweise das Magenband, kommt der Magenballon ohne den Einsatz eines Skalpells aus. Klassischerweise wird er im Laufe einer Endoskopie im Magen platziert und mit Kochsalzlösung aufgepumpt, bis er das gewünschte Volumen erreicht hat. Auch die Entfernung erfolgt endoskopisch und sollte bei dieser Ballonart nach rund sechs Monaten geschehen. Beide Male wird der Patient in einen Dämmerschlaf verbracht. Trotz diesem handelt es sich bei dem Einsatz eines Magenballons um einen nicht-invasiven Eingriff, so dass lange Wundheilungsphasen und Infektionsrisiken entfallen.

Schonender: Der Schluckballon

Bereits der klassische Magenballon ist schonender für den Körper als ein chirurgischer Eingriff. Nichtsdestotrotz lässt sich dies noch angenehmer gestalten, nämlich mit dem so genannten Schluckballon. Dieser wird als Kapsel untergeschluckt und über einen Schlauch, der anschließend entfernt wird, mit Gas aufgefüllt. Der Schluckballon ist damit ohne Sedierung platzierbar, wobei eine optische Inspektion des Magens entfällt. Diese Art des Magenballons ist nach drei Monaten endoskopisch zu entfernen.

Definiert: Die Zielgruppe

Auch wenn der Magenballon ohne größeren Eingriff eingeführt werden kann, so ist seine Platzierung dennoch ein weitreichender Schritt, der die normalen Körperfunktionen hemmt. Entsprechend sollte der Magenballon lediglich bei einer klar definierten Zielgruppe zur Anwendung kommen. Als Richtwert wird dabei der BMI genannt, der zwischen 28 und 44 liegen sollte, um einen Magenballon in Betracht zu ziehen. Auch müssen zuvor zahlreiche andere Versuche, das Gewicht zu reduzieren, gescheitert sein.

Zweifelsfrei: Der Effekt

Dass ein Magenballon einen wirkungsvollen Beitrag im Kampf gegen Übergewicht leistet, ist unumstritten. Schließlich ist der mit seiner Setzung einhergehende Effekt bewiesen: Der aufgefüllte und entfaltete Magenballon nimmt einen Raum im Magen ein und verringert dadurch dessen Fassungsvermögen. Der Betreffende verspürt deutlich schneller ein Sättigungsgefühl aufgrund des logischerweise zügig prall gefüllten Magens. Daraus resultiert eine verringerte Nahrungsaufnahme und somit logischerweise ein Gewichtsverlust.

Wichtig: Die Umstellung der Lebensgewohnheiten

Das Einsetzen des Magenballons darf mit einer kalorienreduzierten Diät verglichen werden, bei der aus einer verringerten Energiezufuhr ein Gewichtsverlust resultiert. Ähnlich ist es auch beim Magenballon. Doch so effektiv diese Methode auch ist, nach dem Entfernen des Magenballons droht eine erneute Gewichtszunahme. Deshalb ist es zwingend notwendig den kleinen Eingriff zum Anlass zu nehmen die Lebensgewohnheiten zu ändern. Eine gesunde und figurbewusste Ernährung ist dabei ebenso notwendig wie ein Sportprogramm, um langfristig auch jenseits der Zeit des Magenballons das Wunschgewicht zu halten. Ohne dieses Zugeständnis nutzt also auch der Magenballon nichts.

Unschön: Die Nebenwirkungen und Risiken

Den positiven Effekten stehen beim Einsatz eines Magenballons Risiken und Nebenwirkungen entgegen, die nicht unerheblich sind. So birgt die Sedierung für Einsatz und Entnahme gewisse Narkoserisiken. Das größte Problem zeigt sich jedoch in den ersten Tagen nach der Behandlung, die häufig von Übelkeit, Erbrechen und teils massiven Bauchschmerzen begleitet sind. Diese Symptome sollten jedoch verschwinden, sobald sich der Magen an den Fremdkörper gewöhnt hat. Nichtsdestotrotz sind auch schwerwiegende Nebenwirkungen nicht gänzlich auszuschließen. Sollte der Magenballon perforieren, was sich in der Regel durch eine Blaufärbung des Urins zeigt, ist er umgehend zu entfernen.

Beachtlich: Der Kostenfaktor

Das Einsetzen eines Magenballons zählt nicht zu den Standardleistungen der gesetzlichen Krankenkassen und muss folglich selbst finanziert werden. Dabei starten die Preise im Durchschnitt bei 2.500 Euro und sind damit absolut nicht zu verachten. Eine Kostenübernahme kommt lediglich in absoluten Ausnahmefällen nach vorheriger Notwendigkeitsüberprüfung in Betracht.

Magenballon Testbericht Fazit - Note: Gut

Im Falle des Scheiterns zahlreicher Abnehmversuche mittels Diät und Sport stellt der Magenballon eine mögliche Alternative als Vorstufe des chirurgischen Eingriffs dar. Der Ballon wird endoskopisch beziehungsweise per Schluckkapsel in den Magen verbracht und dort mittels Kochsalzlösung oder Gas vergrößert. So verringert er das Magenvolumen, wodurch ein schnelleres Sättigungsgefühl eintritt. Beim durchschnittlich sechsmonatigen Verbleib ist mit einem garantierten und deutlichen Gewichtsverlust zu rechnen. Leider stellen die eng definierte Zielgruppe und der hohe Kostenfaktor ohne finanzielle Beteiligung der Krankenversicherungen einige Negativaspekte dar und auch unangenehme Nebenwirkungen können nicht ausgeschlossen werden. Diese klingen jedoch nach kurzer Zeit ab. Insgesamt erhält der Magenballon deshalb die Note Gut.

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Magenballon Website Screenshot

Ein Magenballon ist ein medizinisches Hilfsmittel, mit dem übergewichtige Menschen ihr Gewicht reduzieren können, ohne dass ein invasiver Eingriff vorgenommen werden muss. Der Ballon wird in den Magen eingeführt, entweder endoskopisch oder durch Schlucken, und dann mit einer Kochsalzlösung gefüllt. Dadurch dass der Magenballons einen Teil des Magens ausfüllt, können die Patienten nicht mehr so viel wie vorher essen. Die Anwendung ist nur möglich bei Patienten, die über ein sehr großes Übergewicht verfügen, so dass eine Diät alleine keinen Erfolg verspricht. Der Magenballon bleibt in der Regel nicht länger als ein halbes Jahr im Magen und wird dann endoskopisch entfernt.