VPN einrichten: Anleitung für sichere Internetverbindung

Beim Surfen im eigenen privaten Netzwerk oder über öffentliche WLAN-Hotspots ist die Privatsphäre in großer Gefahr. Datenschützer raten Internet-Nutzern, entsprechend Vorsorge zu treffen. Die Lösung ist in beiden Fällen ein eigenes virtuelles privates Netzwerk (VPN). Im Ratgeber geht es um das Thema VPN einrichten auf dem eigenen Internet-Router und beim VPN-Anbieter.

VPN im privaten Netzwerk & bei VPN-Dienst einrichten

Wenn Internetnutzer über einen öffentlichen WLAN-Hotspot oder im unzureichend gesicherten heimischen Netzwerk surfen, besteht die Gefahr, dass irgendwelche Unbefugte, Hacker und Geheimdienste den gesamten Datenverkehr aufzeichnen und auswerten. Der durch Edward Showden öffentlich gewordene NSA-Datenskandal ist nur eines von mehreren Beispielen und wohl auch die Spitze eines Eisberges.

Es gibt Untersuchungen zu Apps und deren Umgang mit User-Daten, die belegen, dass die Mehrzahl der App-Anbieter ungefragt Nutzerdaten sammelt und selbst oder über Dritte verwertet. Datenklau beim Surfen kann in einem VPN-Tunnel verhindert werden. Es handelt sich um eine verschlüsselte Daten-Verbindung (VPN) in ein anderes sicheres Netzwerk, über das alle Datenpakete geleitet werden.

Free VPN & VPN Abonnements

Zum Aufbau eines VPN-Tunnel und Anonymisierung des Datenverkehrs gibt es zahlreiche kostenlose und entgeltpflichtige Programme und Anbieter. Kostenlose bzw. Free VPN Angebote sind in ihren Leistungen und Funktionen im Vergleich mit dem entgeltpflichtigen VPN deutlich limitiert. Nur mit Letzteren lassen sich die besten Angebote aus dem Online Casino Vergleich, Online Lotterien Vergleich und Sportwetten Vergleich nutzen oder Netflix Geoblocking umgehen.

Bei den führenden VPN-Unternehmen aus einem VPN Anbieter Vergleich gibt es die Möglichkeit, den Service zu testen. Meist gewähren die Anbieter eine Geld-zurück-Garantie oder erlauben einen komplett gratis Testzeitraum (siehe auch hier: NordVPN Erfahrungen, Perfect Pricay VPN Erfahrungen oder ExpressVPN Erfahrungen).

Die Alternative zu jeglichen VPN-Anbietern kann das eigene Netzwerk zu Hause sein. Dazu muss lediglich eine verschlüsselte VPN-Verbindung zum Internet-Router oder einem Computer aufgebaut werden. Ein zusätzlicher Vorteil besteht darin, dass ein Zugreifen auf allen laufenden Rechnern und sonstigen Netzwerkgeräten möglich wird. Es geht mit Browsererweiterungen noch einfacher. Mit wenigen Klicks lässt im Chrome- oder Firefox-Browser eine  VPN Verbindung einrichten.

VPN einrichten

Wie funktioniert ein VPN-Tunnel?

Ein VPN funktioniert als Punkt-zu-Punkt-Verbindung, die über einen VPN Client zu einem VPN-Server geführt wird. Zum Konfigurieren wird zum einen die IP-Adresse des VPN-Servers benötigt. Zum anderen werden Zugangsdaten für das VPN gebraucht.

Wer Angebote eines VPN Anbieters verwendet, nutzt dessen VPN Server. Das können je nach Anbieter mehrere Hundert Server in fast einhundert Ländern sein. Als VPN-Server kommt ebenso der eigene Internet-Router oder ein Rechner im Netz zu Hause infrage.

Der VPN Client ist der heimische PC, Laptop oder Smartphone, das mit der passenden VPN-Client-Software oder VPN App bestückt wird. Die Betriebssysteme von Windows, Android und iOS verfügen über entsprechende Bordmittel zum VPN einrichten. Es gibt auch die Möglichkeit, kostenlose VPN-Tools wie OpenVPN zu wählen. Firmen VPN einzurichten funktioniert in vergleichbarer Art und Weise.

Tipp: Es gibt VPN in zwei verschiedenen Varianten, die sich hinsichtlich der Anwendungen unterscheiden. Eine VPN-Form dient dem Zweck, Zugang in ein entferntes Netzwerk (Heim- oder Firmen-LAN) zu erhalten einzuklinken. Die zweite Form hat den Zweck, anonym zu surfen.

VPN einrichten: So geht’s beim VPN Anbieter

Um ein Virtual Private Network (VPN) bei einem kommerziellen VPN-Dienst einzurichten, muss zunächst ein Benutzerkonto angelegt werden. In diesem Zusammenhang muss der Kunde festlegen, wie und mit welcher Zahlungsmethode er die Gebühren für die VPN-Nutzung bezahlen möchte. Mitunter stehen VPN-Modelle mit unterschiedlicher Leistungsausgestaltung zur Verfügung. Hier muss der Kunde das für ihn passende Modell auswählen.

Viele VPN Anbieter offerieren ein Preismodell, welches ein Abonnement über mindestens ein Jahr vorsieht. Kunden können zwischen monatlicher oder einmaliger Zahlung wählen. In einigen Fällen sind 24 Monate oder auch 36 Monate Laufzeit vorgesehen. Die VPN Kosten fallen entsprechend günstig aus. Allerdings ist die Gebühr für die gesamte Nutzungsdauer sofort fällig. Grundsätzlich ist die monatliche Laufzeit am teuersten.

Abhängig vom jeweiligen VPN Anbieter können bestimmte Zahlungsmethoden. Üblicherweise sind Zahlungen per Kreditkarte und Banküberweisung dabei. Bei VPN-Anbietern mit Sitz in der EU ist auch SEPA-Lastschrift möglich. Häufig gehören anonyme Zahlungsmöglichkeiten wie Paysafecard oder Bitcoin zu den Zahlungslösungen. Ist die Anmeldung mit der Gebührenzahlung abgeschlossen, kann die VPN-Client-Software des Anbieters heruntergeladen werden.

VPN-Clients für gängige Betriebssysteme

VPN-Clients sind für Betriebssysteme wie Windows, MacOS, Android,  iOS und Linux vorgesehen.

Bei der Mehrzahl der VPN-Provider bildet OpenVPN das Standard-Protokoll, weil es als sehr sicher gilt. Falls ein Anbieter OpenVPN unterstützt, lässt als Client OpenVPN in der Freeware-Version einsetzen.

Mit den vom Anbieter erhaltenen Zugangsdaten gelingt der Login. Im Kundenbereich stellt der VPN-Anbieter eine Konfigurationsdatei zum Download bereit. Diese Datei verfolgt den Zweck, den Server des Providers zu bestimmen, über den ein VPN-Tunnel bzw. die verschlüsselte Verbindung aufgebaut wird.

Bei einem anstehenden Auslandsaufenthalt könnte ein Zielserver in Deutschland ausgewählt werden, wenn deutsches Live-TV und deutsche Streamingdienste angesehen werden soll. Deutsches Live-TV und deutsche Streamingdienste sind oft aus rechtlichen Gründen nur in Deutschland öffentlich zugänglich.

Netflix USA kann hierzulande nicht genutzt werden, da Streaminginhalte durch sogenanntes Geoblocking gesperrt sind. Mit der Wahl eines Zielservers in den USA lässt sich die Ländersperre umgehen. Eine wesentliche Voraussetzung ist, dass der VPN-Dienst das entsprechende Know-how besitzt.

VPN für Netflix

Nachdem die Konfigurationsdatei in den VPN-Client eingebunden worden ist, steht dem Surfen per VPN surfen nichts mehr im Weg. Sind alle Daten perfekt eingetragen, lässt sich über den VPN-Client eine Verbindung zum gewünschten VPN-Server des VPN-Dienstes herstellen.

Immer wenn die VPN-Verbindung aktiv ist, werden alle Internet-Daten verschlüsselt über den VPN-Anbieter zum Empfänger-Client und entsprechend wieder zurückgeschickt. Die reale IP-Adresse wird durch eine Server-IP maskiert und bleibt somit jeglichen Dritten vorborgen.

VPN einrichten & Nutzung: Vor- und Nachteile

Ein VPN hat wie andere Verschlüsselungs- und Anonymisierungsdienste neben Vorteilen einige Nachteile.

Vorteile sind:

  • Schutz der Privatsphäre: Verhindert das Ausspionieren durch Dritte wie Internetanbieter, Hacker oder staatliche Behörden, verschleiert die echte IP-Adresse. Internetaktivitäten könnte ein VPN-Anbieter einsehen.
  • Geoblocking umgehen: Standorte der IP-Server können frei gewählt werden, sodass Länder- und Internetsperren aufgehoben werden.
  • VPN-Client-Software: Die Software muss einmalig korrekt eingerichtet werden. Ist das der Fall, werden die Datenpakete von Client zum VPN Server und zurück über den verschlüsselten VPN-Tunnel geleitet.

Was mögliche Nachteile sind:

  • Nicht alle Geräte Smart-TVs, Spielekonsolen und IoT-Geräte unterstützen VPN-Clients. Das heißt, die IP-Adresse bleibt für Dritte einsehbar.
  • VPN-Verbindungen können die Surfgeschwindigkeit deutlich vermindern.
  • Einige VPN-Anbieter geben unter Umständen Internetdaten weiter, teilweise zwingt sie das Gesetz dazu.
  • VPN-Client muss auf allen für Nutzung vorgesehenen Geräten installiert und konfiguriert werden.
  • Zum VPN einrichten und nutzen bedarf es gewisser technische Kenntnisse.

VPN für Heim-LAN einrichten

Die Alternative zum VPN-Software-Client beim kommerziellen VPN-Anbieter ist das eigene VPN für das LAN zu Hause. Benötigt wird dazu ein Client. Das können Internet-Router, Windows-Rechner sowie weitere Computer(MacOS, Linux) und Smartphones (Android, iOS) sein. Damit ein Router zum VPN einsetzbar ist, muss er eine entsprechende Funktion besitzen.

Hierzulande kommt häufig die Fritzbox von AVM zum Einsatz, wo VPN Nutzung konfigurierbar ist. Es gibt daneben zahlreiche Profi-Geräte, die mit der nötigen DD-WRT-Firmware ausgestattet sind. Eine gute Alternative zum VPN Router ist ein moderner Windows-Rechner, der sich zum VPN-Server machen lässt. Wie ein Router muss der Computer zur Verbindungsannahme ständig online sein.

Hinweis: Die Geschwindigkeit der Datenübertragung aus dem Heimnetz hängt zum einen von der unterwegs verfügbaren Internet-Verbindung und zum anderen vom Upload-Speed des heimischen DSL-Anschlusses ab. Die Upload-Geschwindigkeit bei VPN-Verbindungen liegt in den meisten Fällen unter der des DSL-Anschluss beim Herunterladen.

In der Zeit, in der die VPN-Verbindung online ist, wird der gesamte Internet-Verkehr den Umweg über den DSL-Zugang zu Hause nehmen. Die Folge ist eine langsamere Surfgeschwindigkeit und niedrigere nutzbare Download-Rate. Die Upload-Daten einer Internetverbindung lassen sich über die Weboberfläche des Internet-Routers einsehen.

VPN Internet-Router konfigurieren

Ein VPN-Router funktioniert wie eine mobile oder Desktop-App, wobei der eigentliche Funktionsumfang größer ist. VPN-Anbieter begrenzen in der Regel die Anzahl an nutzbaren Verbindungen und einsetzbaren eigenen Geräte. VPN-Router können flexibler auf solche Probleme reagieren und von Anbieter-Services profitieren.

Vorteile eines VPN-Schutzes über den eigenen Router:

  • Es können beliebig viele Geräte benutzt und mit Freunden geteilt werden. Im Gegensatz dazu ist die Kontoteilung bei fast allen VPN-Services nicht gestattet.
  • Geräte wie SmartTV oder Chromecast bieten mitunter keine native VPN-Unterstützung. Bei Verbindung über einen VPN-Router funktioniert das sichere Surfen mit versteckter IP-Adresse.
  • VPN-Router ermöglichen einem Schritt Verschlüsselung und weltweiten Zugriff auf TV- und Streamingportal-Serien.
  • Einmal anmelden und das VPN lässt sich dauerhaft nutzen. Das VPN startet automatisch bei Systemstart, was beim VPN Anbieter nicht so der Fall ist. Vorteilhaft ist die Einmalanmeldung beim Nutzen mehrerer Geräte.
  • Die VPN-Verbindung ist dank eingeschaltetem Router rund um die Uhr verfügbar.

Was sind Nachteile bei einem VPN-Router:

  • VPN-Router sind je nach Ausstattung günstig bis teuer. Sie kosten ab 100 Euro.
  • Mit der Anzahl der verbundenen Geräte vermindert sich die Leistung. Die eigene Internet-Verbindung spielt eine große Rolle.
  • Im Gegensatz zum VPN Client ist die VPN-Server Einstellung über einen VPN-Router kein so ein einfaches Unterfangen. Änderungen müssen über die Router-Schnittstelle vorgenommen werden, wenn ein anderer Server-Standort genutzt werden möchte. Bei manchem Router kann mehr als ein Server hinterlegt werden. en. VPN-Anwendungen sind dennoch weitaus benutzerfreundlicher.
  • Ein Webseitenbetreiber würde die Geräte-IP-Adresse nicht, sondern die Router-IP sehen. Anonym surfen geht mit einem Heimnetz VPN nicht.

Wann macht ein VPN-Router Sinn?

VPN-Router lassen sich sehr gut für die Online-Privatsphäre und umfassendere Sicherheit einsetzen. Öffentlich zugängliches WLAN beispielsweise in einem Restaurant oder Cafe lässt sich mit VPN für Kunden sichern. Hacker oder Identitätsdiebe können dank VPN Router keinen Schaden im Netzwerk anrichten.

Soll ein VPN nur selbst oder gelegentlich genutzt werden, braucht es dazu keinen VPN Router.

VPN-Router gibt es in mehreren Arten:

  • VPN-kompatible Router
  • vorkonfigurierte Router
  • manuell geflasht Router

Am einfachsten lässt sich VPN mit einem vorkonfigurierten Router einrichten. Hier sind lediglich VPN-Server-Daten und die Anmeldedaten zu hinterlegen. Auf dem Markt sind hochwertige VPN-Services vorhanden, die zu günstigen Preisen umfangreiche Funktionen beim Premium VPN bereitstellen. Die Wahl des passenden VPN-Anbieters ist mindestens so wichtig wie die Beschaffung eines angemessenen Routers.

Geoblocking mit VPN legal

VPN auf Windows PC und Android-Smartphone einrichten

Für VPN Windows 10 und VPN Android wird keine extra VPN App benötigt, denn das Einrichten geschieht über die PC- bzw. Android-Einstellungen. Hier werden die Heimserver-Daten bzw. die VPN Anbieter- und Server-Daten eingetragen. Für das Heimnetz ist ein aktiver VPN-Server erforderlich. Für globales anonymes Surfen über einen nicht selbst betriebenen VPN-Server bedarf es eines VPN-Dienstes. In der Regel stellt dieser eine entsprechende VPN-Software oder eine VPN App zur Verfügung, sodass wenige Eintragungen und Klicks genügen, um VPN gesichert online zu sein.

Die Einrichtung einer VPN-Verbindung mit Windows 10 umfasst wenige Schritte. Entweder es wird eine VPN-Verbindung mit Windows konfiguriert oder es wird die Client-Software eines VPN-Dienstes heruntergeladen. Die Konfiguration erfolgt mit Eintrag der vorhandenen Anmeldedaten. Für mobile Geräte stellen VPN Dienste eigene VPN Apps bereit. Bei kostenlosen Apps ist lediglich ein verfügbarer Server auszuwählen und schon funktioniert Surfen mit VPN.

Wer immer den gleichen VPN-Server nutzt, kann auf die vom Anbieter bereitgestellte VPN-Client-Software verzichten. Unter Windows 10 lässt sich die VPN-Verbindung über Netzwerk & Internet über die Einstellungen  manuell einrichten. Unter VPN lässt sich eine VPN Verbindung hinzufügen. Die entsprechenden Daten dazu sind einzutragen.

Fazit zum VPN einrichten: Sicher und anonym im Web und Heimnetz surfen

Die VPN Nutzung kann zwei Arten dienen: Anonymes Surfen weltweit oder sichere Verbindungen zum Heimnetz aufbauen. Das Einrichten von VPN ist keine große Wissenschaft. Das VPN Router Konfigurieren gestaltet sich etwas schwieriger als das Einrichten direkt über eine VPN-Client-Software.

Beim Router-Hersteller und online gibt es zur Vereinfachung entsprechende detaillierte Konfigurationsanleitungen. Auf einem Windows 10 PC oder Android-Smartphone lässt sich eine VPN-Verbindung über die Einstellungen/VPN einrichten. Alternative wird die Client-Software bzw. die VPN App eines VPN-Dienstes heruntergeladen.

Bei kostenlosen Android Apps funktioniert VPN Surfen nach Festlegung eines Servers und einem Klick auf einen Button „Aktivieren/Verbinden“.

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Redakteur Christian Habeck
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