Internet Security Test: Tipps zum Prüfen der VPN-Sicherheit

Die VPN-Branche gibt sich gern als Bewahrer der Security. Unter Experten ist es kein Geheimnis, dass viele VPNs nicht das halten, was sie an Sicherheit versprechen.

Vor allem kostenlose VPN Apps lassen Daten weitgehend ungesichert im Netz oder geben sie an Dritte weiter. Auch so manches kostenpflichtige VPN besitzt Lecks beim Datenverkehr oder hat kaputte Funktionen. Klarheit über den Ist-Zustand der VPN-Sicherheit bringt ein Internet Security Test.

Internet Security Test: Wann ein VPN tatsächlich schützt

Ein VPN eignet sich perfekt, um die Privatsphäre von Internetusern zu schützen. Es erlaubt das Abrufen regional gesperrter Webinhalte oder bei staatlicher Internetzensur den Zugang zu einem generell freien Internet. Es gibt viele VPN, die für sich behaupten, höchsten Sicherheitsanforderungen gerecht zu werden und einen zuverlässigen Schutz der Privatsphäre zu gewährleisten. Unfehlbar sind sie deshalb nicht.

Probleme bei Sicherheit von kostenlosen VPN

Es gibt Studien über die Sicherheit von Free VPN Android-Apps, die schwerwiegende Probleme aufzeigen. Mehr als 80 Prozent der getesteten VPN-Dienste haben die IP-Adresse des Benutzers nicht verborgen. Selbst zahlreiche kostenpflichtige VPNs enttäuschten durch unsicheren Datenverkehr.

Im Endeffekt heißt das, als dass viele der VPN-Dienste weder die IP-Adresse ausreichend verschlüsseln noch den DNS-Anforderungen gerecht werden, obwohl sie eine Datenschutz- und Sicherheitslösung anpreisen.

Festgestellt wurden zudem, dass eine Vielzahl von VPN nicht funktionierende Funktionen haben. Fehler betreffen die Kill Switch-Funktion, die den Datenverkehr in Falle einer VPN-Störung nicht effektiv blockieren. Unzureichend sei zudem der Schutz der IPv6- Adresse. Hacker und andere Unbefugte haben die Möglichkeit, die Identität und Webaktivitäten der User Dritten zugänglich zu machen.

Internet Security Test

Tools für den Test zur Internet-Sicherheit

Zum Glück gibt es tolle Tools, mit denen die Sicherheit der VPN-Verbindung oder Unzulänglichkeiten überprüft werden können. Perfect Privacy VPN Erfahrungen oder NordVPN Erfahrungen zeigen, dass bei einigen VPN-Anbietern Testtools vorhanden und kostenfrei verfügbar sind.

Die Einrichtung eines VPN ist mit wenigen Schritten und Einstellungen erledigt. Es besteht jedoch die Gefahr, Fehler zu machen. VPNs können Datenlecks enthalten oder die IP-Adresse wird trotz VPN-Verbindung nicht verschleiert und bleibt öffentlich sichtbar. Ein Internet Security Test bringt allerdings nur Gewissheit darüber, ob das VPN den Benutzer schützt oder nicht.

Dateien mit Online-Antivirusdienst ausführlich testen

Viele VPN-Apps, entweder angeboten im Google Store oder bereitgestellt als APK für Geräte Android-Betriebssystem enthalten Malware und Tracking. Jegliche Sicherheit und Privatsphäre geht hier komplett verloren.

Zum ausführlichen Testen auf Malware sollte die Softwaredatei auf den Online-Antivirusdienst VirusTotal hochgeladen werden. Die Datei wird zahlreichen verschiedenen Antivirentests unterzogen.

Einige Anbieter von Antivirus- und Maleware-Software haben optional einen VPN-Service im Programm. Mit den Top-VPN-Anbietern können sie nicht mithalten. Das zeigen beispielsweise VPN Bitdefender Erfahrungen oder VPN Avira Antivir Erfahrungen. Gut ist die obligatorische Sicherheitsprüfung von Android-Apps vor der Installation auf dem Gerät.

Grundlegende VPN Internet-Sicherheitsprüfung

Für normale User reicht ein einfacher VPN Test aus, offensichtliche Probleme mit grundlegenden VPN-Testverfahren zu identifizieren. Führen Experten einen erweiterten VPN-Test durch, erstellen sie zum Erkennen von VPN-Lecks bzw. zum Erfassen und Analysieren des Datenverkehrs eine Testseite für das Betriebssystem. Sollten offensichtliche Probleme auftreten ist, ein ausführlicherer VPN Test unumgänglich.

Es gibt drei grundlegende Schritte zur Identifizierung von Lecks. Das sind:

  • DNS Leck Test
  • IP-Adressen Leck Test (IPv4 und IPv6)
  • WebRTC Leck Test

Einige Teststellen zum Suchen von Lecks sind u.a.:

  • Perfect Privacy (IPv4 und IPv6, DNS, WebRTC) Testtools
  • ExpressVPN (IPv4, DNS, WebRTC) Testtools
  • dnsleaktest.com Testtol (für erweiterten Test einsetzbar)
  • BrowserLeaks WebRTC Test
  • ipleak.org  (IPv4, IPv6, DNS, WebRTC) Test

Internet Security Test auf DNS-Leck

Mit Domain Name System (Kürzel DNS) lassen sich Websites einfacher finden, indem Domain-Bezeichnungen in die dazugehörige IP-Adresse übertragen werden. Jeder Internet-Anschluss hat von seinem Internet Anbieter eine IP-Adresse zugewiesen bekommen. Mittels Tools wie WhatsMyIP.com lässt sich die eigene IP-Adresse überprüfen.

Während im Normalfall der Internet Service Provider das Übersetzen der Domain übernimmt, wird die reale IP-Adresse bei VPN Nutzung verschleiert oder maskiert. Der aktuelle Standort des Nutzers lässt sich nicht herausfinden.

Funktioniert ein VPS nicht ununterbrochen, passiert es, dass Anfragen nicht innerhalb des VPN-Tunnels gestellt werden. IP-Adresse und der Standort des Internetanbieters sind ganz normal öffentlich.

Für den Internet Security Test eignen sich Tools wie dnsleaktest.com oder ExpressVPN DNS Testtools (siehe oben). Sind IP-Adresse und Standort bei VPN-Nutzung gleich dem des Internetproviders, muss ein DNS-Leck im System befürchtet werden.

DNS-Leck heißt nicht, dass die IP-Adresse offen gelegt wird. Sichtbar sind immer dann die IP-Adresse und der Standort des jeweiligen Internetproviders (hier geht es zum Internetanbieter Vergleich).

Internet Security Test auf IP-Adressen-Leck

Jeder VPN-Anbieter nimmt für sich Anspruch, die IP-Adresse zu schützen. Leider ist das nicht wirklich so. Vor allem VPN Apps unter Android sind für IP-Adressen-Leck anfällig. Die wahre IP-Adresse des Benutzers wird meist enthüllt. Bei Perfect Privacy, ExpressVPN oder ipleak.org findet sich jeweils ein geeignetes IP-Leck-Test-Tool.

Durchgeführt wird der Test bei aktiver VPN-Verbindung. Bei einem Verbindungsabbruch enthüllen die meisten VPN-Dienste die echte IP-Adresse. Nach einem erneuten Verbindungsaufbau ist das VPN-System wieder funktionsfähig.

Bei den Top VPN Diensten steht für den Fall von Verbindungsunterbrechungen ein Kill Switch (Notausschalter) zur Verfügung. Der stoppt in einem solchen Moment dem kompletten Internet-Datenverkehr.

Internet Security Test auf WebRTC-Leck

Web-Browser wie Chrome, Firefox oder Opera sind mit einer WebRTC Funktion ausgestattet. Diese ermöglicht den Datenaustausch bzw. Remotezugriff, Video Chats und Audio innerhalb des Browsers. Der Vorteil von WebRTC ist, dass keine zusätzlichen Browser Addons oder Erweiterungen installiert werden. Etwa anders sieht es beim Internet Explorer aus. Hier muss ein Plugin installiert werden.

WebRTC-Leck-Tools gibt es u.a. bei Perfect Privacy, ExpressVPN oder BrowserLeaks WebRTC Test. Wird die IP-Adresse angezeigt, besteht ein WebRTC-Leck. WebRTC lässt sich beispielsweise sehr einfach im Chrome-Browser dank einer entsprechenden Erweiterung deaktivieren.

Tipp: Wie schnell das VPN im Alltag funktioniert, zeigt ein VPN Geschwindigkeitstest. Es gibt bei einigen VPN Anbietern entsprechende Tools.

VPN einrichten

Wissenswertes zur VPN Sicherheit

  • Für die Wahrung der Privatsphäre ist nicht unwichtig, wo User einen VPN-Anbieter nutzen, beispielsweise ein VPN Schweiz oder VPN USA. Während in der Schweiz die Datenunabhängigkeit gewährleistet ist, können VPN-Dienste in den USA Daten u.a. an Werbefirmen verkaufen. In Großbritannien und Australien müssen die Anbieter die Web-Daten aufzeichnen.
  • Prinzipiell kann jedes VPN den gesamten unverschlüsselten Datenverkehr beobachten. Technisch ist das möglich. Die Auswahl eines vertrauenswürdigen VPN ist daher wichtig. Werden Server im RAM-Disk-Modus (TrustedServer) betrieben und nicht auf Festplatten, entfällt die Möglichkeit, Daten auf den Servern aufzuzeichnen.
  • Freeware renommierter VPN Anbieter ist im Allgemeinen nicht gefährlich oder bösartig ähnlich wie viele Gratis VPN Apps. Meist sind die Bandbreite und die Datengeschwindigkeit begrenzt, auch ausgewählte Premium-Funktionen sind nutzbar.

Fazit zum Internet Security Test: VPN Sicherheit regelmäßig überprüfen

VPN Anbieter versprechen den Usern die perfekte Privatsphäre. Die Realität sieht mitunter anders aus. Bestehende Lecks (mit und ohne Absicht) sorgen dafür, dass Nutzerdaten mehr oder weniger öffentlich bleiben. VPN-Dienste, die im VPN Anbieter Vergleich zu den Besten gehören, enthüllen in der Regel Benutzer-Daten nicht.

Wird im System ein VPN-Leck festgestellt, ist der erste Schritt die Kontaktaufnahme mit dem Anbieter-Support. Das bestehende Problem sollte der Kundenservice beheben. Bei qualitativ hochwertigen VPN-Diensten sollte das Sicherheits-Leck ein Einzelfall sein. Unabhängig davon, welcher VPN-Dienst verwendet wird, sollte regelmäßig ein Internetsicherheitstest zum Standard gehören.

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Redakteur Christian Habeck
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