VPN Client: VPN-Client Software und Funktionen

Bei einer häufigen Verwendung von VPNs erweist sich ein VPN Client als vorteilhaft. Durch ihn gestaltet sich die Verbindung zu einem VPN-Server des VPN-Dienstes einfach. Im Ratgeber wird der Frage nachgegangen „was eine VPN-Client-Software ist und wie sie funktioniert“.

Mit VPN Client anonym & sicher Surfen!

Viele Internetnutzer sind auf den Begriff VPN gestoßen. Die wenigsten dürften wissen, was genau VPN bedeutet und wie ein VPN-Server funktioniert. Das Internet hat in den letzten Jahren eine rasante Entwicklung durchgemacht und zu neuen Internetgewohnheiten geführt. Streaming von Filmen und Musik in HD-Qualität ist dank Highspeed-Internet Standard geworden.

Noch vor wenigen Jahren waren die Datenübertragungsraten für das Streamen einfach zu niedrig. Im Internetanbieter Vergleich lässt sich feststellen, dass die maximalen Datenübertragungsraten bis 1000 Kbps reichen. In den Anfängen von Internet waren es gerade einmal 56 Kbps.

Bei allem Wachstum scheint die Privatsphäre auf der Strecke zu bleiben. Facebook Datenskandal und weitere Nachrichten über erhebliche Datenlecks machen regelmäßig die Runde. Auch die immer wiederkehrenden Berichte über Malware und Computer-Hacking haben Webnutzer aufgeschreckt. Das öffentliche Internet ist frei zugänglich und das nutzen Cyberkriminelle, Spionagedienste und autoritäre Regierungen aus.

In Sicherheitskreisen bildet das VPN (Virtuelles Privates Netzwerk) ein Hauptthema in Sachen Internetsicherheit. Mit einem VPN wird anonymes und sicheres Surfen sichergestellt. Was macht ihre höhere Sicherheit in Bezug zur normalen Internetnutzung aus? Und wie lässt VPN anonymes Surfen zu?

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Wie funktioniert Internet?

Das Verständnis für das System VPN beginnt mit dem Verstehen der Grundlagen der Internetnutzung. Beim online gehen über Computer, Smartphone oder Tablett verbindet ein Internetanbieter den Rechner mit der gesuchten Website oder dem Webdienst. Dazu wird vom Provider die öffentliche IP-Adresse verwendet, ohne die es keinen Zugang zum Internet gibt. Die IP-Adresse dient der Identifizierung einzelne Computer. Sie macht einen Computerstandort (Stadt / Bundesland / Postleitzahl) online nachvollziehbar und erkennbar.

Beim Aufruf einer Website stellt der Computer (oder Smartphone usw.) eine Verbindung mit dem Server er, der die betreffende Website hostet. Bei diesem Server handelt es sich um einen anderen speziell für diesen Zweck gebauten Computer.

Ein moderner Server ist in der Lage tausende Verbindungen gleichzeitig ohne Informationsverlust zu ermöglichen. Vom Computer erhält der Server eine Aufforderung zum Senden der Informationen der Website. Das Senden an den Suchenden funktioniert, indem der Server dessen IP-Adresse zum Finden des auffordernden Computers verwendet.

User Informationen durch Tracking

Die jeweils besuchten Webseiten können zusätzliche Informationen über Webnutzer sammeln. Dazu kombinieren betreffende Webseitenbetreiber, Vermarkter und Werbetreibende mithilfe spezieller Tools die IP-Adresse mit weiteren Daten (Metadaten, Cookies, Tracker). Dank der entnommenen Daten lassen sich recht gründliche Profil über Nutzer erstellen.

Erkannt wird durch die besuchten Webseiten der Computerstandort, es lassen sich jeweilige Interessen des Users ablesen. Webseiten wissen, wer mit wem kommuniziert oder welche Dateien über Torrents heruntergeladen oder geteilt werden. Diese gesammelten Daten ermöglichen nach entsprechender Auswertung die Schaltung von Anzeigen mit personenbezogenen Inhalten und Werbungen. Dateninhaber können Daten an den Höchstbietenden verkaufen.

Internet-Provider verfügen über eine ganze Reihe weiterer Informationen über den Kunden. Der Internetanbieter kennt neben persönlichen Daten wie Namen, Adresse und Telefonnummer weitere kundenspezifische Daten von der Kreditkartennummer über Bankkonten bis zum Kreditverhalten.

In Australien und Großbritannien unterliegen Internet-Provider per Gesetz der Verpflichtung, Surfaktivitäten aufzuzeichnen, aufzubewahren und an Regierungsbehörden auszuhändigen. Auch französische und belgische Behörden werden für ihre massenhafte und anlasslose Datenspeicherung kritisiert.

In Deutschland besteht ein Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung, welches derzeit durch die Bundesnetzagentur ausgesetzt ist, weil diesbezüglich einige Verfahren am Europäischen Gerichtshof anhänglich sind. Einen Besuch von Webseiten ohne HTTPS-Sicherung kann der Internetanbieter sehen. Auf HTTPS-gesicherten Webseiten lässt sich lediglich die besuchte URL-Adresse überwachen.

Im günstigsten Fall werden User-Daten verwendet, um ein Angebot oder einen Service zu verbessern. In aller Regel ist leider davon auszugehen, dass Informationen über Internetaktivitäten zu Geld gemacht werden. Meist geschehen Datensammlung und Datenverwertung ohne Zustimmung der Betreffenden.

Gut für diejenigen, die das zu verhindern wissen. Das Internet vergisst nie, ist ein geläufiges Sprichwort, was bis auf Ausnahmen grundsätzlich zutrifft. Mit einem VPN können Internetnutzer entsprechend vorsorgen.

Deutsche VPN AnbieterWas ist VPN?

Ein Virtual Private Network (kurz VPN) eignet sich zum Umgehen von Geoblocking und staatlicher Zensur, indem die echte IP-Adresse durch eine andere IP im Internet maskiert wird. Ein VPN kann  den Datenverkehr und alle Webdaten verschlüsseln. Nutzer surfen somit überwachungsfrei und sind vor Hackern geschützt (Mehr dazu in den Ratgebern NordVPN Erfahrungen und ExpressVPN Erfahrungen).

Die VPN Funktion ist allgemeingültig. Keine Rolle spielen dabei die Angaben über die besuchten Webseiten. Durch ein VPN kann ein Computer und die damit verbundenen Webaktivitäten von Dritten nicht mehr nachverfolgt werden.

Das Prinzip ist einfach zu erklären. Der mit VPN versehene Computer verbindet sich anstatt mit dem Internet-Provider mit einem VPN-Server. Der Datenverkehr wird dabei durch einen VPN-Tunnel geleitet und eine sichere, verschlüsselte Verbindung genutzt.

VPN-Server nimmt hierbei Kontakt mit der gesuchten Website auf. Alle Besucherdaten werden wie üblich gespeichert. Allerdings läuft alles über die IP-Adresse des VPN-Servers. Eine Webseite wird Daten über den Besuch weiterhin aufnehmen. Aufgrund dieser Daten kann sie keine Verbindung mit dem realen Nutzer herstellen.

Das VPN-Prinzip lässt anhand der altmodischen Postdienste gut beschreiben. Wer das Internet ganz normal nutzt, macht es ähnlich wie beim Versenden eines Briefes. Ohne VPN sind Nutzerdaten (Standort und weitere Personendaten) beispielsweise beim Versenden von Email-Post jederzeit und von jedermann lesbar. Wird die E-Mail über einen VPN-Server versendet, ist die Hausadresse falsch. Außerdem wird sie unter Einsatz eines Geheimcodes geschrieben. Dank der Verschlüsselung können Dritte das geschriebenen nicht verstehen.

Kurzfazit: Ein VPN schützt bei Internetaktivitäten vor neugierigen Blicken Dritter. Moderne Hochleistungsserver, die von VPN-Diensten eingesetzt werden, verfügen über eine erhebliche Kapazität, sodass sie ohne Einschränkungen gleichzeitig von Tausenden von Benutzern verwendet werden können. Dieser Umstand allein bietet bereits einen ausreichenden Schutz. Wenn eine Vielzahl von Personen mit der gleichen IP-Adresse im Internet unterwegs ist, wie sollten Dritte Informationen über die Nutzer finden?

Was ist ein VPN Client?

Beim VPN-Client handelt es sich um die VPN- (Virtual Private Network) Software, die auf einem jeweiligen Gerät installiert ist. Die Software dient dem Zweck, eine Verbindung zwischen dem Computer oder Smartphone und dem VPN-Server herzustellen und Zugriff auf VPN-Dienste zu erhalten.

Bei den gängigen Computer- und Mobilgeräte-Plattformen (Windows, MacOS, Linux, Android, iOS) ist in der Regel eine VPN-Client-Software vorinstalliert. Geräteinhaber haben zusätzlich die Möglichkeit, Client-Anwendungen von Drittanbietern zu installieren. Der Vorteil hierbei zeigt sich unter Umständen in einer besseren Benutzeroberfläche und den Zugriff auf erweiterte Funktionen.

Welche Arten von VPN-Client es gibt

Unterscheiden lassen sich VPN Client Anwendungen Im Allgemeinen in zwei Arten:

VPN-Clients als native oder integrierte Software:

Bei nativen VPN Clients handelt es sich um in Betriebssystemen (u.a. Windows, MacOS, Linux, Android, iOS) vorinstallierte oder vorkonfigurierte VPN-Programme. Verfügbar sind sie u.a. als VPN Windows 10, VPN Android und VPN MAC.

VPN-Clients von Drittanbietern:

Sie werden unterteilt in zwei Kategorien unterteilt:

  • Von VPN-Protokollentwicklern erstellte VPN-Clients (u.a. OpenVPN-Clients)
  • Von VPN-Anbietern entwickelte VPN-Clients wurden.

Von VPN-Unternehmen entwickelte beste VPN-Apps beinhalten im Vergleich mit Basis-VPN-Clients einen umfangreicheren Funktionsumfang (Erstellen von Servergruppen, Kill-Switch-Funktion, Wahl zwischen VPN-Protokollen, automatische Verbindung beim Gerätestart, etc.

Manuell VPN-Verbindungen herstellen

Nicht alle Betriebssysteme und Geräte bieten Unterstützung für native VPN-Clients. Darunter fallen beispielsweise Smart-TVs ohne Einbindung von Android- oder Amazon-Fire-Betriebssystem. Hier und ebenso auf Spielekonsolen wie PlayStation oder Xbox oder BlackBerry-Mobiltelefone lassen sich VPN-Anwendungen nicht installieren. Einige Geräte bieten in solchen Situationen das Herstellen manueller VPN-Verbindungen an.

Sollte das nicht möglich sein, können Computer- oder Laptop-Webverbindungen mit dem zu schützenden Gerät geteilt werden. Eine weitere Lösung besteht darin, ein VPN auf dem Router einzurichten. Welche Betriebssysteme und Geräte ein VPN-Dienst unterstützt, lässt sich mit einem VPN Anbieter Vergleich gut und schnell ermitteln.

Tipp: Die VPN-Nutzung auf einem Router gilt als die beste Variante, da der Internet-Zugriff eines jeden Geräts im Netzwerk über eine VPN-Verbindung erfolgt. Darin eingeschlossen sind sogenannte „smarte“ Geräte bzw. IoT (Internet der Dinge)-Geräte, die im Smarthome beispielsweise zur Temperaturüberwachung, Zugangskontrolle oder Beleuchtungssteuerung zum Einsatz kommen.

Was macht eine VPN-Client-Software notwendig?

Eine VPN-Client-Software auf einem Gerät ist die Voraussetzung für das Herstellen einer Verbindung zu einem VPN-Server. Außerdem sorgt er für die Konfiguration des verschlüsselten VPN-Tunnels zwischen Geräteinhaber / VPN-Nutzer. Ein VPN-Client ist für die komplette Abwicklung des Datentransfers verantwortlich.

Damit  VPN Client und VPN-Server miteinander kommunizieren können, müssen sie sich gegenseitig authentifizieren, was über Datenpakete erfolgt. Diese gegenseitige Authentifizierung ist von elementarer Bedeutung. Hiermit wird gewährleistet, dass ein Client mit dem vorgesehenen VPN-Server kommuniziert und umgekehrt.

Vor dem Senden der Daten an den Server stellt die VPN-Software deren Verschlüsselung sicher. Kommen die Informationen vom VPN-Server an, entschlüsselt er sie für den eigentlichen Gebrauch im Internet. Der Datenverkehr wird dabei an das Web weitergeleitet. Die angeforderten Internetdaten (Webseiten oder Webdienst-Zugriff) werden vom VPN-Server empfangen, verschlüsselt und an den VPN Client auf dem Nutzergerät zurückgesendet. Der Client erledigt die Entschlüsselung der Informationen.

Aufgrund des Verschlüsselungsprozesses sind weder ein Internetprovider noch ein Hacker oder eine staatliche Überwachungsbehörde zum Überwachen von Verbindungsanfragen und des Internet-Verkehrs in der Lage. Sie können nicht einsehen, welche Webaktivitäten ein Betreffender vornimmt. Ein wesentliches VPN-Merkmal ist, dass nur VPN Client und VPN-Server Daten verschlüsseln und entschlüsseln können.

VPN Client & Site-to-Site VPN: Unterschiede

VPN Lösungen werden nicht nur im privaten Bereich verwendet. Häufiger und bereits seit vielen Jahren kommen sie in Unternehmen zum Einsatz. Ein Site-to-Site VPN verbindet ganze Netzwerke miteinander. Unternehmen stellen so Verbindungen vom Hauptstandort mit Nebenstandorten her, jeweils über ein VPN-Gateway ohne Einsatz einer VPN-Client-Software.

Das VPN-Gateway übernimmt die Komprimierung und Verschlüsselung des ausgehenden Datenverkehrs, der unter Nutzung eines VPN-Tunnels online an das Ziel-VPN-Gateway geschickt wird. Das Empfangs-VPN-Gateway macht die Daten lesbar und leitet sie an den entsprechenden privaten Netzwerk-Host.

Ein Client VPN bzw. Client-to-Site VPN oder VPN für Remote-Zugriffe verbindet einzelne Hosts mit einem privaten Netzwerk. Beispielsweise erhalten so Außendienstmitarbeiter Zugang zu betrieblichen Anwendungen und Daten. Jeder Host benötigt die Unterstützung einer VPN-Client-Software. Die VPN-Client-Software verschlüsselt zunächst den vom Host geschickten Traffic schickt.

Dieser läuft danach über das VPN-Gateway ins Internet und zum Zielnetzwerk. Beim Empfang der Daten übernimmt das VPN-Gateway die Funktion des Site-to-Site VPN. Gibt der Ziel-Host eine Antwort innerhalb des privaten Netzwerks, sendet das VPN-Gateway eine verschlüsselte Nachricht online zum Client.

Client-to-Site VPN bzw. VPN für Remote-Zugriffe benötigen einen VPN Client auf dem einzelnen Host sowie ein entsprechendes VPN-Gateway. Unterstützen müssen Host und Gateway das gleiche Protokoll und die gleichen Optionen für den Remote-Zugriff.

VPN IP-Adresse ändern

Webbrowserbasierte VPN-Anwendungen

Mittlerweile beschränken sich die Produkte für sichere Internetzugriffe nicht mehr nur auf reine Client-Software für verschiedene Betriebssysteme und Computergeräte. Zahlreiche VPN-Anbieter (nutzen als Alternative zum normalen VPN-Dienst SSL-Protokolle und übliche Web-Browser sogenannten SSL VPNs bzw. clientless VPN benötigen keinen Client in herkömmlicher Weise.

Bei ihnen werden Browser VPN Addon für Chrome oder Firexfox als VPN-Clients eingesetzt. Eine Rolle spielen dabei spezielle temporäre Softwarelösungen wie Java Applets Active oder X Control, wobei sie bei Trennung des VPN gelöscht werden.

Reine Webanwendungen erfreuen sich großer Beliebtheit, weil sie einmal zum Browser hinzugefügt mit wenigen Klicks (Serverauswahl, VPN aktivieren) funktionieren. Die jeweiligen Anwendungen schützt ein SSL-VPN-Gateway. Es besteht keine Verbindung mit einem kompletten virtuellen privaten Netzwerk.

Fazit: Nativer VPN Client, Drittanbieter-VPN & VPN Addon

Ein VPN Client ist für den Einsatz eines VPN-Dienstes die Voraussetzung. Eine Ausnahme bilden VPN Browsererweiterungen, bei denen der Datenverkehr unter Nutzung eines SSL-VPN-Gateway gesteuert wird. Bei der Auswahl des VPN-Anbieters sollte darauf geachtet werden, dass Clients plattformübergreifend kompatibel sind.

Nur dann lässt sich der VPN-Dienst orts- und geräteunabhängig verwenden. Der VPN-Client sollte alle zu protokollierenden verbindungsbezogenen Daten sicher an einem Ort halten und nicht etwa im Web verlieren. VPN-Nutzer sollten regelmäßig einen Internet Security Test durchführen und die eigene VPN-Verbindung auf etwaige Lecks überprüfen.

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Redakteur Christian Habeck
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