Strom kündigen bei Umzug: Wie klappt der Wechsel?

Strom kündigen bei Umzug ist nicht in jedem Fall notwendig. Oftmals kann der Stromanbieter auch an den neuen Wohnort liefern. Ob der Strom beim Umzug wirklich gekündigt werden muss, steht auch im Vertrag.

Stromanbieter rechtzeitig über Umzug informieren

Jeder Umzug sollte rechtzeitig dem Stromanbieter mitgeteilt werden. So ersparen sich Verbraucher zusätzliche Kosten und unnötigen Papierkram. Kündigt ein Kunde nicht rechtzeitig, muss er unter Umständen weiter für den Strom in der alten Wohnung zahlen. Besteht für die neue Wohnung noch kein Stromvertrag, kann es unter Umständen schnell teuer werden.

Oft ist im Stromzuliefervertrag vermerkt, dass das Unternehmen zwei bis vier Wochen vor dem Auszug aus der alten Wohnung informiert werden möchte. In jedem Fall sollten Verbraucher die Zählerstände für die alte Wohnung und nach dem Einzug für die neue Wohnung notieren oder fotografieren.

Allerdings gilt für jeden Haushalt in Deutschland das Recht, dass über das öffentliche Netz Strom bezogen werden kann. Dafür muss kein Vertrag unterzeichnet werden. Ein Vertrag tritt aber in Kraft, sobald Strom genutzt wird. Diese Form des Stromerhalts wird Ersatzversorgung genannt. Als Vertragspartner tritt hier automatisch der Grundversorger in Erscheinung. Dies ist meist der größte Stromversorger in der Umgebung.

Strom kündigen bei Umzug

Strom kündigen bei Umzug ohne neuen Vertrag

Wird im Rahmen der Ersatzversorgung Strom bezogen, schreibt der Grundversorger in der Regel einen Brief an den Hauptmieter oder Eigentümer einer Wohnung, da dieser als Nutzer des Stromanschlusses und somit als Vertragsnehmer angesehen wird. Die Ersatzversorgung ist allerdings recht teuer.

Die Preise entsprechen meist der Grundversorgung. Dies sind ohnehin die höchsten Strompreise in Deutschland. Ratsam ist es daher, so schnell wie möglich einen Liefervertrag abzuschließen und damit in einen günstigeren Tarif zu wechseln. Der Preisunterschied zwischen Liefervertrag und Grundversorgung kann durchaus fünf bis neun Prozent betragen.

Sobald ein neuer Stromvertrag abgeschlossen wird, übernimmt der neue Anbieter viele Aufgaben. Der Vertrag beginnt, wenn die Versorgung beginnen kann. Dann endet auch die Ersatzversorgung, bei der es aber keine festgelegte Kündigungsfrist gibt.

Zwischen dem Beginn der Ersatzversorgung und dem neuen Vertrag mit einem Stromanbieter ihrer Wahl sollten maximal drei Wochen liegen. Einen ersten Überblick über mögliche neue Anbieter gibt unser Stromanbieter Vergleich.

Strom kündigen nicht immer notwendig

Strom kündigen bei Umzug ist nicht immer notwendig. Kunden sollten die zukünftige Versorgung mit Strom schon vor dem Umzug klären. Läuft in der alten Wohnung der Vertrag aus, sollten Verbraucher prüfen, ob sie diesen weiterlaufen lassen müssen oder kündigen können. Dies erfahren Verbraucher in der Regel in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen oder durch einen Anruf beim Kundenservice.

Möchten der Kunde den Vertrag weiterlaufen lassen, sollte er seinem Stromanbieter seine neue Adresse und die neue Zählernummer mitteilen. Bei einigen Anbietern ist es allerdings nicht möglich, den Vertrag bei einem Umzug weiterzuführen. In diesem Fall hilft ein Stromanbieter Vergleich weiter, nachdem Sie sich für einen neuen Anbieter entscheiden können.

In der Regel kann innerhalb von zwei Wochen die Versorgung durch den neuen Anbieter beginnen. Lediglich die Adresse wechseln ist für den Anbieter normalerweise einfacher, als ein neuer Anbieter, nachdem Strom kündigen wegen Umzugs nötig wurde. Dieser Wechsel sollte aber im Idealfall schon einige Wochen vor dem Umzug erfolgen.

Strom kündigen bei Umzug erfolgt in der Regel problemlos

Normalerweise kann es kaum passieren, dass ein Verbraucher nach dem Umzug ohne Strom dasteht. Eine Ausnahme ist, wenn der Netzanschluss gesperrt ist. Dies geschieht, wenn ein Kunde dem Grundversorger über 100 Euro schuldet und trotz Mahnung die geforderte Summe nicht zahlt.

War dies beim Vormieter der Fall und wurde vom Eigentümer nicht bemerkt, so bleibt der Anschluss zunächst gesperrt. Außerdem weiß der Stromversorger in diesem Fall oft nichts vom Mieterwechsel. Wird vor dem Einzug ein Vertrag abgeschlossen, erfährt der Netzbetreiber davon und kann den Anschluss rechtzeitig freischalten.

Allerdings gibt es viele Stromanbieter, daher lohnt sich im Rahmen eines Umzugs ein Vergleich auf jeden Fall. Oft kann der Vertrag auch gleich online abgeschlossen werden. Neben klassischen Stromanbietern beliefern auch immer mehr Stadtwerke ihre Kunden mit Strom. Einen Überblick gibt unser Stadtwerke Vergleich. Zudem sind viele Anbieter regional tätig, wie beispielsweise unsere Mainova Erfahrungen zeigen.

Informationen für den neuen Anbieter

Für den Wechsel des Stromanbieters benötigt der neue Anbieter

  • Ihren Namen
  • die genaue Adresse der neuen Wohnung
  • die neue Zählernummer
  • das genaue Einzugsdatum

Erst am Einzugsdatum beginnt auch der Strombezug. Zieht jemand etwas früher als geplant um, so greift die Ersatzversorgung. Bei einem etwas späteren Einzug sind meist keine höheren Kosten zu befürchten. Der Kunde den neuen Vertrag erst nach dem Einzug abschließen kann, ist dies in den ersten sechs Wochen nach dem Umzug kein Problem.

Wichtig ist es in jedem Fall, gleich beim Einzug den Stromzähler abzulesen und den aktuellen Stand dem Stromanbieter mitzuteilen. Dies wird oft per Telefon erledigt, ist aber bei vielen Anbietern auch über ein Formular auf der Webseite des Anbieters möglich. Wer neben Strom auch Gas bezieht, sollte auch hier prüfen, ob ein neuer Anbieter notwendig ist. Einen Überblick gibt hier unser Gasanbieter Vergleich.

Strom kündigen bei Umzug selbst übernehmen

Wird innerhalb der gleichen Wohnung der Stromversorger gewechselt, so übernimmt der neue Anbieter oft die Kündigung des alten Vertrags. Bei einem Umzug muss aber jeder selbst den Stromvertrag kündigen.

Allerdings kann es vorkommen, dass der Stromanbieter bei einem Umzug von sich aus den Vertrag kündigt. Ein Stromvertrag endet nie automatisch. Meist muss zumindest der Stromversorger über den Umzug informiert werden. Unter Umständen sieht der Vertrag hierfür eine Frist vor.

Liegt ein Vertrag mit Vertragsbindung vor, so ist es praktisch, wenn das Vertragsende mit dem Umzug zusammenfällt oder die Kündigungsfrist kurz ist. So ist es möglich, den Vertrag innerhalb der Frist zu kündigen und für die neue Wohnung einen neuen Vertrag abzuschließen.

Eine automatische Vertragsverlängerung ist ebenfalls möglich. Hier gilt es zu beachten, dass nicht jeder Stromversorger überall in Deutschland liefern kann. Große Energieversorger wie e.on sind aber vielerorts tätig, wie unsere e.on Erfahrungen zeigen.

Schriftliche Kündigung reicht aus

In der Regel reicht ein Kündigungsschreiben aus, um den Strom beim Umzug zu kündigen. Je kurzfristiger die Kündigungsfrist, umso schneller kommen Kunden aus dem Vertrag heraus. Viele Stromversorger bieten auch ein Sonderkündigungsrecht bei Auszug an. In diesem Fall sollten sich Kunden auf die Umzugsklausel im Vertrag berufen.

Dies gilt auch, wenn der Versorger eine Kündigung bei Auszug in jedem Fall vorsieht. Auch in diesem Fall sollte im Kündigungsschreiben auf das Sonderkündigungsrecht verwiesen werden.

Beim Strom kündigen bei Umzug müssen auf jeden Fall der Stromversorger wie auch der Netzbetreiber informiert sein. Ist dies nicht der Fall, so können Kosten beim alten Anschluss auf den Kunden zukommen. Kosten beim alten Anschluss können auf mehreren Wegen entstehen:

  • Verhalten des neuen Inhabers des Stromanschlusses
  • den Vertragskonditionen des Stromanbieters
  • verspätete Information über den Umzug.

Netzbetreiber informieren beim Strom kündigen bei Umzug

Neben dem Stromanbieter muss auch der zuständige Netzbetreiber über einen Umzug informiert werden. Der Netzbetreiber muss eine Information über den Auszug bis zu sechs Wochen rückwirkend akzeptieren. Für diesen Zeitraum dürfen keine Gebühren für den Betrieb des Stromnetzes oder des Stromzählers berechnet werden. Der Netzbetreiber kann auch vom neuen Bewohner oder über den Stromversorger vom Umzug erfahren.

Falls nicht sofort ein neuer Mieter oder Eigentümer in die alte Wohnung einzieht, kann es sein, dass der Netzbetreiber erst später als sechs Wochen vom Umzug erfährt. In diesem Fall darf der Netzbetreiber Gebühren für die Nutzung des Stromnetzes und den Stromzähler berechnen. Letztendlich wird der Netzbetreiber dem Stromanbieter eine Rechnung ausstellen. Diese Kosten gibt der Stromanbieter dann meist an den Kunden weiter.

Die Kosten können noch höher ausfallen, wenn der Nachmieter oder neue Eigentümer einer Wohnung gleich nach dem Auszug einzieht, aber noch keinen Stromvertrag abgeschlossen hat. Der Netzbetreiber sieht in diesem Fall den alten Bewohner weiter als Nutzer des Stromanschlusses.

Kostenverteilung muss geklärt werden

Wird der Umzug innerhalb der Sechs-Wochen-Frist gemeldet, muss geklärt werden, wer für den in der Zwischenzeit verbrauchten Strom aufkommt. Einige Anbieter sehen in ihren AGBs vor, dass der Kunde bei verspäteter oder ausbleibender Information über den Umzug den in der Zwischenzeit verbrauchten Strom zahlen muss. Unter Umständen muss aber der Nachmieter bzw. der neue Eigentümer letztendlich den durch ihn entstandenen Stromverbrauch zahlen. Oft besprechen der alte Versorger und der Grundversorger den Sachverhalt.

Daher ist es wichtig, beim Auszug den alten Zählerstand zu notieren bzw. zu fotografieren. So kann der alte Mieter nachweisen, dass er den zwischenzeitlich verbrauchten Strom nicht genutzt hat. Neben dem Strom kündigen beim Umzug müssen sich Verbraucher auch um einen neuen Stromanbieter kümmern.

Die Wahl kann sehr unterschiedlich ausfallen und nicht nur von den Kosten abhängen. Wer sich beispielsweise besonders für Ökostrom interessiert, findet beispielsweise in unseren Grünwelt Energie Erfahrungen einen interessanten Anbieter.

Billigstromanbieter

Fazit: Strom kündigen bei Umzug selbst übernehmen

Den Strom kündigen bei Umzug müssen Kunden selbst erledigen. Dabei müssen Verbraucher einige Aspekte beachten und beispielsweise den alten Anbieter rechtzeitig über den bevorstehenden Umzug informieren.

Zudem ist es wichtig, den alten und den neuen Zählerstand zu notieren und einen guten neuen Anbieter auszuwählen.

Das könnte Sie interessieren – TOP Stromanbieter, über die wir bereits auf Erfahrungen.com berichten:

Redakteur Christian Habeck
Nach oben
×
Dein Bonus Code:
Das Bonusangebot hat sich bereits in einem weiteren Fenster geöffnet. Falls nicht, kannst du es aber auch nochmal über den folgenden Link öffnen:
Zum Anbieter