Seriennummer beim Handy ablesen

Bei der IMEI-Nummer handelt es sich um eine individuelle Seriennummer bei Handy, Smartphone und Tablet. Da keine Nummer doppelt vergeben wird, verfügt jedes Gerät über einen unverkennbaren Zifferncode. Um diesen in Erfahrung zu bringen, lohnt ein Blick in die Systemeinstellungen.

Alternativ gibt es einen fünfstelligen Tastencode, der zur Seriennummer des mobilen Endgeräts führt. Diese Tastenkombination ist im GSM-Standard einheitlich vorgeschrieben. Sie funktioniert unabhängig vom Hersteller bei jedem Handy oder Smartphone. Des Weiteren befindet sich die Nummer auf der Verpackung des Telefons sowie auf einem Aufkleber auf dem Akku.

Durch einen Fehler oder eine Verwechslung besteht die Möglichkeit, dass die aufgedruckte IMEI nicht der tatsächlichen Seriennummer entspricht.

Wo finde ich die Seriennummer des Smartphones?

Der Begriff „IMEI“ steht für International Mobile Station Equipment Identity. Die Nummer erweist sich bei den mobilen Endgeräten – Handy, Smartphone oder Tablet – weltweit einzigartig.

Es handelt sich um eine Ziffernfolge aus 15 Zahlen. Der Hersteller weist dem Gerät die Seriennummer zu.  Das geschieht, um das Handy nach einem Diebstahl vor dem Zugriff Unbefugter zu schützen. Zu dem Zweck erfolgt beim Mobilfunkanbieter der Sperr-Antrag.

Liegt die IMEI-Nummer nicht vor, kann der Anbieter das gestohlene Smartphone nicht sperren. Aus dem Grund stellt sich für viele Nutzer die Frage: „Wo finde ich die Seriennummer?“.

Es existieren drei Möglichkeiten, um die IMEI in Erfahrung zu bringen. Sie befindet sich:

  • auf einem Aufkleber auf der Verpackung des Geräts,
  • auf einem Aufkleber unter dem Akku (sofern es sich um ein Handy mit austauschbarem Akku handelt),
  • in den Systemeinstellungen (ablesbar nach Eingabe einer Tastenkombination).

Die letzte Alternative erweist sich als hilfreich, wenn die Nutzer nicht im Besitz der Verpackung des Smartphones sind. Wählen sie die richtige Kombination aus Tasten, öffnet sich ein Popup mit der Seriennummer. Sofern die Anwender ein Gerät mit Dual-SIM – zwei SIM-Karten – existieren zwei IMEI-Nummern.

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Wofür kommt die Seriennummer beim Handy zum Einsatz?

Der Support des Handyherstellers oder ein App-Anbieter liest mithilfe der IMEI-Abfrage den Gerätestatus aus. Die Vielzahl der Smartphones sind permanent im Mobilfunknetz angemeldet. Um ein bestimmtes Gerät zu identifizieren, braucht es eine exakte Zuordnung.

Des Weiteren sieht beispielsweise der Administrator, welche mobilen Endgeräte sich im WLAN des Heimnetzes einloggen.

Auf die Weise gelingt es, unbefugte Geräte zu sperren oder den Zugriff auf das WLAN einzuschränken. Diese Beschränkung verwehrt anderen Smartphones die Möglichkeit, sich im Wi-Fi-Netz anzumelden – unabhängig davon, ob die Nutzer das Passwort kennen.

Folglich trägt die IMEI zur Sicherheit bei. Sie gleicht einem individuellen Fingerabdruck, um ein Handy eindeutig zu identifizieren. Eine Veränderung der Nummer gelingt nicht.

Mit der Seriennummer das Handy sperren – geht das?

Wer sein erstes Handy mit Kamera kauft, gibt unter Umständen viel Geld für das neue Smartphone aus. Umso ärgerlicher ist es, wenn das gute Stück verloren geht oder einem Diebstahl zum Opfer fällt. Damit kein Unbefugter Schindluder mit dem Telefon treibt, besteht die Chance, mit der Seriennummer das Handy zu sperren.

Diese Sperrung funktioniert ausschließlich, wenn die Besitzer die IMEI-Nummer des Geräts kennen. Weitere Bedingungen bestehen in einer eingelegten SIM-Karte des Netzbetreibers und dem eingeschalteten Handy. In der Regel kennen die Netzbetreiber alle Seriennummern der Handys, die über eine Anmeldung im eigenen Netz verfügen.

Sofern das Smartphone ausgeschaltet ist, erweist sich die Sperrung unmöglich. Tauscht der Finder oder Dieb des Geräts die SIM-Karte aus, schwindet ebenfalls die Hoffnung auf eine Sperrung. Die Netzbetreiber kooperieren nicht zwingend miteinander.

Ob die unrechtmäßigen Neubesitzer den sicheren Modus deaktivieren, nimmt auf die Sperrmöglichkeit des Handys keinen Einfluss. Um die Seriennummer im Ernstfall vorzeigen zu können, empfiehlt es sich, diese direkt nach dem Kauf des Handys zu notieren.

Unter Umständen steht der Zifferncode auch auf der Handy-Rechnung.

Die Seriennummer bei Handy und iPhone finden

Um die Seriennummer beim Handy oder iPhone in Erfahrung zu bringen, existieren mehrere Wege. Bei einem Gerät aus dem Hause Apple besteht die Möglichkeit, die Einstellungen aufzurufen. Die User klicken auf den Button „Allgemein“ und gehen zu den „Infos“. Hier erhalten sie einen Überblick über die IMEI und die ICCID.

Im Einstellungsmenü und im SIM-Fach findet sich die IMEI beim:

  • iPhone SE (2. Generation),
  • iPhone 11,
  • iPhone 11 Pro,
  • iPhone 11 Pro Max.

Ebenso gelingt es beim iPhone XS, XS Max und XR, die Seriennummer auf diese Weise zu finden. Die Modelle vom iPhone X bis zum iPhone 6s Plus ermöglichen es ebenfalls, die IMEI in den Einstellungen abzurufen.

Des Weiteren befinden sich im Sortiment von Apple Smartphones, bei denen sich die Seriennummer auf der Rückseite findet. Zu diesen gehören:

  • iPhone 6,
  • iPhone 6 Plus,
  • iPhone SE (1. Generation),
  • iPhone 5s,
  • iPhone 5c und
  • iPhone 5.

INFO: Die MEID besteht aus den ersten 14 Ziffern der IMEI.

Vorwiegend bei den älteren iPhone-Modellen findet sich die Seriennummer auf dem SIM-Fach. Auf der Rückseite eingraviert ist sie beim:

  • iPhone 3G,
  • iPhone 3GS,
  • iPhone 4 (GSM-Modell),
  • iPhone 4s.

Die Seriennummer beim Handy mit einer Tastenkombination herausfinden

Unter Umständen erweist sich die IMEI auf einem Aufkleber oder am SIM-Fach als falsch. Das geschieht beispielsweise durch einen Produkt- oder Bearbeitungsfehler.

Eine sichere Methode, um die Seriennummer beim Handy in Erfahrung zu bringen, besteht im USSD-Code. Das Kürzel steht für „Unstructured Supplementary Service Data“. Hierbei handelt es sich um Service- und Steuerbefehle im GSM-Mobilfunknetz.

Durch die korrekten Kombinationen aus Sternen, Doppelkreuzen und Zahlen gelingt es, dem Smartphone die wichtigsten Informationen zu entlocken.

INFO: Die USSD-Befehle nennen sich Handy-Codes und Tastatur-Shortcuts.

Entsprechende Codes existieren seit den ersten Handy-Generationen und hielten ebenfalls bei den Smartphones Einzug. Die zwei wichtigsten USSD-Codes zeigen die Mobilfunknummer sowie die Seriennummer des Telefons. Die Mehrzahl dieser Tastenkombinationen funktioniert auf allen Handys und mit allen SIM-Karten.

Seltener existieren USSD-Befehle, die ausschließlich mit SIM-Karten bestimmter Mobilfunk-Provider funktionieren. Um sich die Seriennummer beim Handy per Tastenkombination anzeigen zu lassen, tippen dessen Nutzer: *#06#.

Sofern das Smartphone ausgeschaltet ist, besteht keine Möglichkeit, diese Abfragevariante zu realisieren. Folglich gibt es keine Garantie, dass die User die IMEI per Tastendruck aufrufen, wenn das Handy nass geworden ist.

Die Seriennummer beim Handy abfragen und entschlüsseln

Mehrere Gründe erfordern es, die Seriennummer beim Smartphone in Erfahrung zu bringen. Beispielsweise brauchen die Nutzer die IMEI, um den Gerätestatus ihres Mobiltelefons beim Hersteller abfragen zu können. Besitzen die Anwender ein Android-Handy, funktioniert die Abfrage problemlos. Sie klicken auf die Einstellungen des Smartphones und wählen den Punkt „Mein Telefon“.

Anschließend drücken sie auf das Feld „Status“. Automatisch erscheint eine Liste, die alle wichtigen Daten zum Handy enthält. Dementsprechend steht hier die IMEI-Nummer des Geräts. Abhängig vom Hersteller variiert die Abfrage unwesentlich.

Sofern die Besitzer die Seriennummer beim Handy abfragen, erhalten sie eine Ziffernfolge aus 15 Zahlen. Technikinteressierten stellt sich die Frage, wofür diese Zahlen stehen.

Um die IMEI-Nummer zu entschlüsseln, hilft die folgende Übersicht:

Zahlen

  1. Ziffer 1 bis 2
  2. Ziffer 3 bis 8
  3. Ziffer 9 bis 14
  4. Ziffer 15
  5. optional Ziffer 16 bis 17

Bedeutung

  1. RBI Reporting Body Identifier
  2. Zulassungscode des mobilen Geräts
  3. SNR
  4. Prüfziffer CD oder Check Digit
  5. SVN (Software Version Number)

Beschreibung

  1. Registrierungsnummer der ausgebenden Stelle, Teil des TAC Type Allocation Codes
  2. Teil des TAC, die achtstellige Nummer ermöglicht Identifizierung des Typs des Endgeräts, erkennt Smartphone als Gerät von Apple, Samsung oder einem anderem Hersteller
  3. eigentliche Seriennummer des Geräts, zusammen mit den ersten acht Zahlen weltweit einzigartig
  4. Speicherung im Gerät, keine Übermittlung im Netz
  5. zeigt bei einigen Geräten die Softwareversion an, gehört technisch gesehen nicht zur IMEI

Finden die User über die Navigation des Mobiltelefons die Seriennummer nicht, schalten sie das Gerät aus. Anschließend öffnen sie die Abdeckung und entfernen den Akku des Handys.

Unter diesem befindet sich das Typenschild, auf dem die Anwender die IMEI lesen.

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Die Seriennummer vom Handy auf der Verpackung nachlesen

Der einfachste Weg, die IMEI des Smartphones abzulesen, besteht in einem Blick auf den Originalkarton des Geräts. Auf diesem befindet sich ein Aufkleber, der die wichtigen Angaben zum Handy enthält.

An erster oder zweiter Stelle befindet sich die Seriennummer des Mobiltelefons. Sofern es sich um die originale Packung handelt, kommt die Suche auf dem Barcode-Etikett infrage.

Kaufen User ein Zweitgerät, erweist es sich als schwierig, die Seriennummer beim Handy von der Verpackung abzulesen. Unter Umständen ging die Originalverpackung verloren oder landete im Müll.

In dem Fall suchen sie innerhalb des Geräts nach der Nummer. Zu bedenken ist, dass die Zahl der Smartphones mit wechselbaren Akkus abnimmt.

Vorwiegend bei den neuen Modellen funktioniert diese Methode, die Seriennummer zu finden, ebenfalls nicht.

INFO: Sofern die Nutzer ein kaputtes Handy verkaufen, empfiehlt es sich, die Seriennummer gut sichtbar zu notieren. Auf diese Weise kennt der Zweitkäufer die IMEI auch dann, wenn das Smartphone nicht angeht. Für Gebrauchtkäufer ergibt es Sinn, die IMEI auf der Verpackung mit dem Zifferncode in den Geräteeinstellungen zu vergleichen. Auf diese Weise stellen sie sicher, dass sie keinem Betrug zum Opfer gefallen sind.




Redakteur Christian Habeck
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