Pate werden und Kindern eine Zukunft schenken

Ein Pate übernimmt die Verantwortung für einen Schützling. Bei diesem handelt es sich um einen Menschen oder ein Tier. Beispielsweise begleitet er ein Patenkind über einen speziellen Lebensabschnitt hinweg. Neben finanzieller Unterstützung existiert die Patenschaft, um Wissen oder Können zu vermitteln. Es entsteht eine dauerhafte Beziehung zu dem Schutzbefohlenen. Die Vielzahl der Menschen denkt im Rahmen der Patenschaft an die Kirche und die damit verbundene Taufpatenschaft. Jedoch besteht ohne konfessionelle Bindung die Möglichkeit, Pate zu werden.

Pate werden und Kinder aktiv in ihrer Entwicklung unterstützen

Übernehmen Menschen die Patenschaft für ein Kind aus der Umgebung oder einem anderen Land, handelt es sich um zwei verschiedene Patenschaftsformen.

Sie unterscheiden sich von der klassischen Taufpatenschaft.

Wer Pate werden und Kinder in Deutschland unterstützen möchte, wendet sich beispielsweise an lokale Vermittlungsagenturen.

Bei örtlichen Patenschaften besteht die Chance, als:

  • Lernhelfer,
  • Mäzen,
  • Spielkamerad oder
  • Förderer aufzutreten.

Die Hauptaufgabe eines Paten besteht darin, den Schützling zu unterstützen und dessen Horizont zu erweitern. Das funktioniert mit finanzieller Hilfe oder durch aktive Unterstützung.

Bei der Kinderpatenschaft fördern die Paten ein Kind, eine Gruppe oder ein größeres Projekt. Beispielsweise übernehmen sie die Patenschaft für ein Kinderdorf.

Sie gehen monetäre Verpflichtungen ein. Durch die finanzielle Unterstützung übernehmen die Paten Verantwortung für die Entwicklung und zukünftigen Perspektiven eines Kindes.

Dementsprechend ist ihr Schützling von ihnen abhängig. Die Patenschaft für ein Kind zu kündigen, geht mit negativen Auswirkungen für das Patenkind einher.

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Sprechen Gründe gegen eine Kinderpatenschaft?

Die Patenschaft für ein Kind stellt ein sensibles Thema dar. In der Vergangenheit deckten die Medien mehrere Skandale auf. Diese beeinträchtigen die Vertrauenswürdigkeit der Hilfsorganisationen.

Bevor sich Menschen entscheiden, Pate zu werden, empfiehlt sich ein umfassender Anbietervergleich.

Zu den wesentlichen Aspekten, um eine seriöse Organisation zu finden, zählt die Transparenz. Interessenten informieren sich darüber:

  • wofür die Organisation das Geld verwendet,
  • wie viel der monatlichen Summe das Patenkind erhält,
  • wie das Unternehmen wirtschaftet,
  • wen und was die Organisation im Einzelnen unterstützt.

Des Weiteren empfiehlt es sich, Auskünfte über den Verlauf der Patenschaft einzuholen.

Um einen renommierten Anbieter zu finden, hilft es, das DZI-Spendensiegel als erste Orientierung zu nutzen. Hierbei handelt es sich um ein Markenzeichen seriöser Spendenorganisationen.

Das DZI – das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen – zertifiziert ausschließlich Organisationen, die jährlich über 25.000 Euro an Spenden erhalten.

Das schließt kleine und lokale Hilfsorganisationen automatisch aus. Um diese als seriös zu erkennen, empfiehlt sich ein Blick auf Erfahrungsberichte und Informationen der Medien.

Pate werden und in Afrika ein Kind unterstützen

Diverse Non-Profit-Organisationen in den Industrieländern vermitteln Patenschaften für Kinder im Ausland. Beispielsweise übernehmen die Förderer eine Patenschaft für einen Schützling in:

  • Indien,
  • Thailand,
  • Südamerika oder
  • Afrika.

Jährlich überweisen sie der Hilfsorganisation Beträge zwischen 50 und 400 Euro. Teilweise kostet die Kinderpatenschaft über 500 Euro im Jahr.

Mit dem Geld unterstützen sie ihren Schützling, dessen Familie und unter Umständen die gesamte Dorfgemeinschaft.

Entscheiden sich Menschen, Pate zu werden und in Afrika einem Kind finanziell unter die Arme zu greifen, profitiert dieses von:

  • Nahrung,
  • Schulbildung,
  • Gesundheitsversorgung und
  • guten Zukunftschancen.

In der Regel läuft diese Förderung über mehrere Jahre. Sie endet mit der Volljährigkeit des Kindes.

Bis zu dem Zeitpunkt tauschen sich Pate und Patenkind über Briefe und Fotos aus. Die Mehrzahl der Hilfsorganisationen unterrichtet die Paten regelmäßig über die Entwicklung ihres Sprösslings.

Teilweise ermöglichen sie einen Besuch des Patenkindes vor Ort. Auf diese Weise geht das Hilfsprojekt mit einer persönlichen Komponente einher.

Kritiker bezeichnen die Kinderpatenschaft mit Kindern im Ausland als werbewirksame Spendensammlung. Dementsprechend verwundert es nicht, dass die Organisationen für Kinderpatenschaften auf dem deutschen Markt zunehmen.

In den vergangenen Jahren entstand ein regelrechter Verdrängungswettbewerb. Um keinem Betrug zu erliegen, gilt es, einen seriösen Anbieter auszuwählen.

Wer kann Pate werden?

Interessieren sich Menschen für eine Kinderpatenschaft im Ausland, stellt sich die Frage: „Wer kann Pate werden?“. Spezielle Kriterien existieren für den Abschluss der Patenschaft nicht.

Förderer sollten sich ihrer Verantwortung bewusst sein und die finanzielle Belastung über mehrere Jahre stemmen können.

Viele Organisationen klären umfangreich über die Pflichten während der Kinderpatenschaft auf. Das verhindert, dass Interessenten diese überstürzt abschließen und kurz darauf wieder kündigen.

Pate werden in Deutschland – vor Ort ein Kind unterstützen

Eine Kinderpatenschaft schließen die Förderer nicht zwingend für ein Kind im Ausland ab. Eine Alternative stellt die örtliche Patenschaft – auch Aktivpatenschaft genannt – dar.

In Deutschland existieren seit mehreren Jahren lokale Initiativen in über 1.000 größeren und kleinen Städten. Stetig gründen sich neue Patenschaftsprogramme.

Örtliche Kinder- und Lernpatenschaften stellen die hauptsächlichen Patenschaftsangebote in der Bundesrepublik dar.

Um eine Aktivpatenschaft zu realisieren, braucht es ein Vermittlungsbüro. Dieses bringt das Patenkind oder die Patenfamilie mit dem ehrenamtlichen Förderer zusammen.

Bei einem Drittel der lokalen Vermittlungsbüros handelt es sich um Niederlassungen großer Wohlfahrtsorganisationen, beispielsweise:

  • Netzwerke von Freiwilligenagenturen,
  • Deutscher Kinderschutzbund,
  • Caritas,
  • AWO oder
  • Diakonie.

Weitere Büros entstanden durch private Initiativen oder Bestrebungen der Gemeinden.

Um Pate zu werden und in Deutschland Gutes zu tun, existieren verschiedene Patenschaften:

  • Örtliche Kinderpatenschaft: Ein bekanntes Beispiel für ein Patenschaftsprogramm in Deutschland stellt die „Leihoma-Initiative“ dar. Hierbei kümmern sich Senioren in bestimmten Zeiten um ein Kind, um die Eltern zu entlasten. Das männliche Pendant nennt sich „Leihopa“. Es ist weniger bekannt. Jüngere Paten gibt es in der Bundesrepublik selten. Die „Patenoma“ unterstützt ihren Sprössling mehrere Stunden pro Woche oder im Monat unentgeltlich. Teilweise erstatten die Eltern den ehrenamtlichen Paten die Fahrtkosten. In Deutschland existieren rund 1.000 Vermittlungsbüros für örtliche Kinderpatenschaften.
  • Örtliche Lernpatenschaft: Bei dieser Art der Patenschaft unterstützen die Paten das Patenkind im Hinblick auf die Bildung. Sie geben ehrenamtliche Hausaufgaben- oder Nachhilfe. Dabei übernehmen sie die Verantwortung für ein einzelnes Kind oder eine Gruppe. In Kindergärten lesen die Bildungspaten den Sprösslingen vor. Sie bringen ihnen Kunst und Musik nahe. Die Aktivpatenschaft stellt einen Beitrag zur Bildungsgerechtigkeit dar. Um Klassenpaten an Schulklassen mit hohem Migrationsanteil zu vermitteln, kommt beispielsweise der Deutsche Kinderschutzbund zum Einsatz. Im Bereich der Schulpatenschaften setzen sich das Chancenwerk, Schülerpaten Deutschland oder Balu und Du ein.
  • Örtliche Familienpatenschaft: Im Rahmen der Familienpatenschaft kümmern sich die Paten um junge Familien. Diese entlasten sie bei der Kinderbetreuung oder leisten finanzielle Unterstützung. Die Idee stammt aus Großbritannien und ist in Deutschland neu. Daher existieren bislang wenige Vermittlungsstellen, die diese Form der Patenschaft aufgreifen.

Eine Patenschaft für ein Kindwie funktioniert das?

In Deutschland gibt es mehrere Möglichkeiten, um die Patenschaft für ein Kind zu übernehmen. Die bekannteste Variante besteht in der Taufpatenschaft.

Im Leben ihres Patenkindes nehmen die Taufpaten eine wichtige Rolle ein. Sie:

  • bezeugen die Taufe,
  • begleiten die religiöse Erziehung des Kindes,
  • dienen als emotionale Stütze der Eltern,
  • beschenken das Kind zu besonderen Anlässen.

Die Voraussetzungen für eine Taufpatenschaft sind konfessionsabhängig. In beiden Kirchen müssen die Paten getaufte und konfirmierte Kirchenmitglieder sein.

In der evangelischen Kirche besteht für Taufpaten ein Mindestalter von 14, in der katholischen von 16 Jahren.

Die Patenbescheinigung und die Patenurkunde stellt das Patenamt aus.

Ferner existiert die Patenschaft ohne Taufe. Hierbei wählen die Eltern als Paten konfessionslose Personen. Es handelt sich um eine Patenschaft mit ideellem Wert. Eine Registrierung erfolgt nicht.

Die Patenschaft für ein Kindwie funktioniert sie ohne Taufe? Die Aufgaben der Paten unterscheiden sich nicht wesentlich von denen der Taufpaten.

Sie unterstützen den Schützling mit Rat und Tat. Eine finanzielle Förderung ist möglich, jedoch keine Voraussetzung.

INFO: Die Patenschaft besitzt keinen rechtlichen Stellenwert.

Existieren weitere Arten der Patenschaft?

Neben Kinderpatenschaften gibt es die Patenschaft für Tiere. Hierbei unterscheiden sich Tierpatenschaften für Heimtiere oder Tiere im Zoo.

Eine Patenschaft für Heimtiere kommt einem aus unterschiedlichen Gründen nicht vermittelbarem Tier zugute. Beispielsweise leidet es unter einer chronischen Krankheit oder einem auffälligen Verhalten.

Die Paten bieten den Tieren finanzielle Unterstützung, Kontakt und Streicheleinheiten.

Pate zu werden und ein Tier im Zoo zu unterstützen, setzt den Abschluss eines Tierpatenvertrags voraus. Mit einer monetären Zuwendung unterstützen die Tierpaten das ausgewählte Zootier und entlasten den Tierpark finanziell.

Die Patenschaft für das Tier läuft über einen bestimmten Zeitraum. Im Normalfall dauert die Tierpatenschaft ein Jahr und kann auf Wunsch verlängert werden.

Der zu zahlende Monatsbetrag hängt von der Tierart und den Bedingungen des Zoos ab.

Die Paten erhalten in vielen Fällen eine Patenschaftsurkunde mit Namen und Bild ihres Patentiers.

Top-3-Anbieter für die Kinderpatenschaft im Überblick

Um eine seriöse Organisation für eine internationale Patenschaft zu finden, empfiehlt sich ein Blick auf die Top-3-Anbieter für die Kinderpatenschaft:

  • Abaana Afrika e. V.:
    • gegründet im Jahr 2015,
    • ermöglicht Kinderpatenschaften in Uganda,
    • 100 Prozent der Spenden gehen an das Patenkind
  • Mama Afrika e.V.:
    • deutsch-afrikanischer Verein,
    • vermittelt Kinderpatenschaften in Guinea,
    • sieben Euro fallen für die Patenschaft an
  • Plan International
    • 1937 gegründet,
    • internationale Non-Profit-Organisation,
    • ermöglicht als Kinderhilfswerk Patenschaften in ganz Afrika,
    • Unterstützung des Patenkindes und Familie,
    • steuerlich geltend machbare Patenschaft mit 28 Euro monatlichen Kosten.
Redakteur Nina Holzschuh
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