Outplacement Beratung – die berufliche Neuorientierung

Outplacement ist eine im Deutschen als Außenvermittlung bezeichnete Dienstleistung. Diese finanzieren Unternehmen, um ausscheidenden Mitarbeitern bei der beruflichen Neuorientierung zu helfen. Beispielsweise profitieren diese von einer umfangreichen Outplacement Beratung oder interessanten Stellenvermittlungen. Teilweise reicht die Unterstützung des vorherigen Arbeitgebers bis zum Abschluss eines neuen Arbeitsvertrags oder der Existenzgründung.

Die Outplacement Definition im Überblick

Die Globalisierung zieht in zahlreichen Branchen eine schnelle und rapide Marktveränderung nach sich. Unternehmen fusionieren oder verkleinern sich aus Kostengründen. Dementsprechend bauen sie größere Hierarchien ab oder lösen ganze Abteilungen auf.

Vor tariflich Angestellten und Führungskräften machen Kündigungen und Aufhebungsverträge nicht halt. Diese Trennungsprozesse gehen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber mit Schwierigkeiten einher. Um langwierige Rechtsstreitigkeiten zu vermeiden, bieten Unternehmen den Mitarbeitern eine Outplacement Beratung an. Hierbei handelt es sich laut Outplacement Definition um eine Beratung zur beruflichen Neuorientierung.

Unter der Bezeichnung „Outplacement Service“ oder „Newplacement“ bekannt, teilt sich diese Dienstleistung in zwei Varianten. Neben dem Einzel-Outplacement existiert die Außenvermittlung für Gruppen oder Teams. Die Outplacement Kosten übernimmt im Normalfall das Unternehmen, das die Stellen abbaut.

Das Ziel besteht darin, den ehemaligen Angestellten eine neue Perspektive außerhalb des Betriebs zu eröffnen. Auf diese Weise gestaltet sich der Trennungsprozess im Idealfall reibungs- und konfliktlos. Das Outplacement stellt bei mehreren Firmen einen festen Bestandteil der Trennungsvereinbarung dar. Der Prozess besteht als Instrument zur operativen Unterstützung im Fall der Personalfreisetzung.

Die professionellen Outplacement-Berater helfen den Mitarbeitern, schnell berufliche Aufgaben zu finden. Sie achten darauf, dass diese den Fähigkeiten der Klienten entsprechen. Die Beratung beginnt mit der Standortbestimmung sowie der Bestimmung eines beruflichen Ziels. Anschließend folgen die Vakanzenrecherche und das Bewerbungsmanagement.

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Was bedeutet Outplacement in Deutsch?

Außenvermittlung bedeutet der Begriff Outplacement in Deutsch. Der Name verrät den Sinn der Dienstleistung. Die Unternehmen versuchen, qualifizierte Mitarbeiter neu zu vermitteln.

Im Rahmen der Beratung kümmern sich Bewerbungsspezialisten um die Neubewerbung der Klienten. Das geschieht, um diese zu entlasten. Einen weiteren Teil der Outplacement Beratung stellt die Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche dar. Die erfahrenen Coaches unterstützen die Mitarbeiter, sich bei Vertragsverhandlungen zu behaupten.

INFO: Die Agentur für Arbeit fördert eine Form der Außenvermittlung, die sich an größere Gruppen oder Teams richtet. Hierbei handelt es sich um Transfermaßnahmen, welche die Paragrafen 110 und 111 SGB III regeln. Transferagenturen oder -gesellschaften begleiten den Prozess.

Outplacement Coaching: der Ablauf

Hinter dem Outplacement verbirgt sich ein intelligentes Trennungsmanagement. Unabhängig vom Career Coach verläuft die Außenvermittlung in der Mehrzahl der Branchen nach einem einheitlichen Prinzip.

Das Outplacement Coaching umfasst folgende Services:

  • die Analyse der gesamtheitlichen Situation,
  • die Einschätzung der Karriereperspektiven des Klienten,
  • die Herausstellung persönlicher und beruflicher Qualifikationen,
  • die Herausarbeitung individueller Stärken,
  • die Entwicklung einer auf den Klienten abgestimmten Bewerbungsstrategie,
  • die Beurteilung der Gehaltschancen,
  • die Unterstützung beim Erstellen der Bewerbungsunterlagen,
  • das Beurteilen von interessanten Stellenangeboten sowie
  • die Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche.

Des Weiteren hilft der Career Coach den Mitarbeitern beim Prüfen des neuen Arbeitsvertrags.

Welche Outplacement Anbieter gibt es?

Auf dem Markt befindet sich eine Reihe von selbstständigen Beratern und Unternehmen, die sich auf das Outplacement spezialisieren. Ermöglicht es der Arbeitgeber, dass sich der Arbeitnehmer die Agentur eigenständig aussucht, stellt sich die Frage: Welcher Outplacement Anbieter ist seriös? Die Beratungsinhalte der Outplacement-Firmen ähneln sich. Dennoch ergibt es Sinn, sich über die unterschiedlichen Karriereberater zu informieren. Unter Umständen unterscheiden sich deren Programme in der Dauer und der Intensität.

Bevor sich die Mitarbeiter für einen Berater entscheiden, bitten sie um ein unverbindliches Vorgespräch. In diesem prüfen sie die Vertrauenswürdigkeit und Kompetenz des Coaches. Um sich einen Überblick über dessen Leistungen zu verschaffen, informieren sich die Klienten über seine bisherigen Erfahrungen.

Des Weiteren empfiehlt sich die Frage, in welchen Branchen und Arbeitsmärkten der Trainer hauptsächlich tätig ist. Im Internet erkundigen sich die Mitarbeiter über die Referenzen des gewählten Career Coaches. Die Erfahrungen anderer Klienten helfen, sich einen Überblick über die Leistungen der Outplacement-Agentur zu verschaffen.

INFO: Beim „Outplacement-Berater“ handelt es sich um keine geschützte Berufsbezeichnung. Demzufolge gelingt es ungeschulten Menschen, eine Outplacement-Beratung aufzumachen und ihre Dienste anzubieten. Um nicht auf unseriöse Angebote hereinzufallen, empfiehlt sich eine umfassende Recherche nach dem besten Career Coach.

Welche Vorteile bringt eine Einzelberatung mit sich?

Das Outplacement findet im Rahmen einer wertschätzenden Trennungskultur statt. Im Aufhebungsvertrag stellt diese Dienstleistung eine hilfreiche Lösungskomponente für Mitarbeiter und Unternehmen dar. Stellt der Arbeitgeber einen Arbeitnehmer frei, empfiehlt sich eine Einzelberatung durch einen qualifizierten Career Coach.

Dieser konzentriert sich auf die Bedürfnisse des Klienten. Die Zweisamkeit zwischen Trainer und Mitarbeiter schafft ein intensives Vertrauensverhältnis. In einem Einzelgespräch braucht der Angestellte sich nicht vor einer Gruppe fremder Menschen zu öffnen. Der Vorteil besteht in einer entspannten Atmosphäre und schnell abgebauten Hemmungen.

Wie geht das Gruppen-Outplacement vonstatten?

Teilweise lösen Unternehmen ganze Teams oder Abteilungen auf. Um die Gruppendynamik nicht zu zerschlagen, bietet sich das Gruppen-Outplacement an. Alternativ finden sich bei dieser Art der Außenvermittlung Mitarbeiter unterschiedlicher Firmen. Der Austausch mit Menschen in ähnlicher Situation bietet Rückhalt.

Beim Outplacement in der Gruppe kommen unterschiedliche Beratungselemente zum Einsatz. Beispielsweise existiert die Teamberatung, die im Rahmen gemeinsamer Workshops stattfindet. Des Weiteren bieten die Berater persönliche Gespräche sowie die aktive Vermittlungsunterstützung an.

Auf die berufliche Neuorientierung wirken sich die gruppendynamischen Prozesse positiv aus. Die Teilnehmer der Workshops motivieren sich gegenseitig, tauschen Erfahrungen aus und geben sich Feedback. Bei der Außenvermittlung in der Gruppe existieren mehrere Varianten. Beispielsweise gibt es das von der Agentur für Arbeit geförderte Outplacement. Zu den entsprechenden Transfermaßnahmen zählen Transferagenturen oder eine Transfergesellschaft.

Aufgrund der spezifischen Gestaltung eröffnen die Modelle den Unternehmen Spielraum bei der Neuvermittlung der Mitarbeiter. Bei Restrukturierungen und Trennungsprozessen geht das staatliche geförderte Outplacement mit Kostenvorteilen einher. Das unabhängige Newplacement funktioniert unabhängig von einer staatlichen Förderung. Bei dieser Form des Gruppen-Outplacements finden sich keine gesetzlichen Regelungen. Diese kommen ausschließlich bei Transfermaßnahmen zum Einsatz.

Dementsprechend erfolgt die Teamberatung individuell nach den Bedürfnissen des Unternehmens und der Mitarbeiter.

Wie funktioniert die virtuelle Outplacementberatung?

Eine Alternative oder ergänzende Maßnahme zur klassischen Außenvermittlung stellt die virtuelle Outplacementberatung dar. Bei dieser Variante treffen Klient und Berater nicht physisch aufeinander. Sie kommunizieren ausschließlich über virtuelle Formate. Die Career Coaches setzen vorwiegend auf digitale Tools wie:

  • Screen-Sharing,
  • Online-Workshops oder
  • Videotelefonie.

Bei der beruflichen Neuorientierung spielt die Beziehung zwischen Berater und Klient eine wesentliche Rolle. Die virtuelle Außenvermittlung funktioniert aufgrund der diversen Kommunikationskanäle ebenso zuverlässig und seriös wie das klassische Outplacement.

Rückhalt erhalten die Mitarbeiter durch die Career Coaches und andere Klienten. Mit diesen tauschen sie sich im Rahmen von Netzwerk-Veranstaltungen oder Workshops aus. In Zeiten einer beruflichen Veränderung gibt die soziale Unterstützung zusätzlichen Halt.

Um virtuell von einem professionellen Outplacement zu profitieren, braucht der Karriereberater eine Schulung. Diese zeigt ihm, wie er emotionale Stabilität über ein Medium aufbaut.

Folgende Punkte stehen bei einer hochqualitativen virtuellen Außenvermittlung im Mittelpunkt:

  • klare und einfache Botschaften: Teilweise fällt es den Mitarbeitern schwer, sich auf den Trainer im Videochat zu konzentrieren. Um die Aufmerksamkeit zu fesseln und schnell Verständnis zu erzielen, eignen sich ansprechende und leichtverständliche Text- und Bildmaterialien.
  • Tools für die Aufgabenabstimmung: Um das Gehörte zu verarbeiten und dem Training zu folgen, bieten sich interaktive Aufgaben an.
  • Videofunktion: Ist der Career Coach über die Webcam sichtbar, entsteht trotz räumlicher Distanz ein Gefühl der Nähe. Beim Gruppen-Outplacement eignet sich für die Teilnehmer die gegenseitige Webcam-Ansicht.
  • Chatfunktion: Teilweise fällt es Menschen schwer, einem Fremden mündlich Fragen zu stellen oder Anmerkungen zu hinterlassen. Die schriftliche Kommunikation unterstützt die erste Annäherung zwischen Coach und Klient. Auf die Weise löst sich die Hemmschwelle und es erfolgt der schrittweise Aufbau von Vertrauen.

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Outplacement: Aufhebungsvertrag und Abfindung

Das Outplacement stellt eine gute und kostengünstige Alternative zur Kündigung dar. Hierbei erhält der Mitarbeiter kein Kündigungsschreiben. Im gegenseitigen Einverständnis entsteht ein Aufhebungsvertrag und eine Abfindung kann vereinbart werden.

In Kombination mit einem Aufhebungsvertrag geht die Außenvermittlung mit mehreren Vorzügen einher:

  • Unternehmen vermeiden betriebsbedingte Kündigungen und daraus resultierende Rechtsstreitigkeiten,
  • im Rahmen des Stellenabbaus bleibt das positive Image der Firma unangetastet,
  • es besteht die Möglichkeit, die Restlaufzeiten der Arbeitsverträge zu kürzen und Abfindungskosten zu reduzieren,
  • verbleibende Mitarbeiter profitieren trotz Entlassungen von Motivation und Produktivität,
  • die ausscheidenden Angestellten finden schnell eine neue Anstellung,
  • es erfolgen Einsparungen bei Gehalts- und Personalnebenkosten,
  • in der schwierigen Trennungszeit profitieren die Mitarbeiter von Unterstützung und Rückhalt.

Das Outplacement vereinbaren Arbeitgeber und Mitarbeiter bei einer Trennung als Teil des Aufhebungsvertrags. Dabei kommen die Unternehmen für die vollständigen Outplacement Kosten auf.

INFO: Im Gegensatz zur einseitigen Kündigung schließen Arbeitgeber und -nehmer den Aufhebungsvertrag im gegenseitigen Einvernehmen, sodass keine rechtlichen Probleme drohen.

Ein Aufhebungsvertrag ermöglicht das Auflösen des Arbeitsverhältnisses mit Mitarbeitern, die unter normalen Umständen Kündigungsschutz genießen. Damit diese dem Vertrag zustimmen, bieten das Outplacement, eine Abfindung und die sofortige Freistellung wichtige Anreize.


Redakteur Marek Hansen
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